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adeln

nhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
15 in 14 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

adeln

adeln

Adel m. ‘Abstammung, Geschlecht, landbesitzende und herrschende Klasse im Feudalismus’, ahd. adal n. (8. Jh.), mhd. adel n. m. ‘edles Geschlecht’, mnd. ādel m. n., mnl. nl. adel, anord. aðal n. ‘Art, Begabung, Hof, Erbgut, Eigentum’ sowie (als Bestimmungswort in Zusammensetzungen) asächs. aðal-, aengl. æþel-, got. aþala-. In den spätmittelalterlichen Schriften der Mystiker gewinnt das Wort auch die Bedeutung ‘edle, tugendhafte Gesinnung, Vollkommenheit’. Von Adel abgeleitet ist das Adjektiv edel (s. d.). Eng verwandt ist das dehnstufig ablautende, inzwischen untergegangene germ. *ōþala ‘in der Familie (Sippe) erblicher Besitz’, vgl. ahd. uodil, asächs. ōðil, aengl. ōþel, ēþel, anord. ōðal ‘Erbgut, Eigentum, Heimat’ (nach dem letzteren ist nhd. Odal ‘Familieneigentum an Grund und Boden’ neugebildet). Da sich verwandte Formen außerhalb des Germ. nicht mit Sicherheit nachweisen lassen, bleibt die Herkunft von Adel schwierig. Von einigen wird auf Grund der germ. Zeugnisse als ursprüngliche Bedeutung ‘Klasse mit erblichem Grundbesitz’ angenommen, vgl. Neckel in: PBB 41 (1916) 385 ff. Dagegen möchten andere mit Schrader Reallex. 2 (1929) 466 und neuerdings wieder Pokorny 1, 71 eine Verbindung zu ahd. atto ‘Vorfahre, Ahn’ (10. Jh.), got. atta ‘Vater’ herstellen und an ie. *ā̌tos, *atta ‘Vater, Mutter’ anschließen, das als Lallwort der Kindersprache weit verbreitet ist, vgl. lat. atta ‘Vater’, griech. átta (ἄττα) ‘Väterchen’, aind. attā ‘Mutter, ältere Schwester’, aslaw. otьcь, russ. otéc (отец) ‘Vater’, und auch in nicht-ie. Sprachen anzutreffen ist, z. B. ungar. atya, türk. ata ‘Vater’. Doch vgl. dazu Betz in: Festgabe Hammerich (1962) 9 ff. Die beste Erklärung bietet Szemerényi in: Word 8 (1952) 42 ff., der germ. *aþala- ‘vornehme Abstammung’ auf ie. *atalo- ‘Nachkommenschaft’ zurückführt, eine Bildung mit der Präposition ie. *at(i) ‘über etw. hinaus’ zur Wurzel ie. *al- ‘wachsen, nähren’ (s. alt). – adeln Vb. ‘in den Adelsstand erheben’, auch ‘hervorheben, auszeichnen’, mhd. adelen ‘auszeichnen’ (vgl. ahd. intadelen ‘entarten’, 11. Jh.); frühnhd. daneben auch edelen (15. Jh.). ad(e)lig Adj. ‘aus edlem, aus altem Geschlecht, tugendhaft’, ahd. adallīh (8. Jh.), mhd. adellich.
2208 Zeichen · 80 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Adeln

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Adeln , verb. reg. act. 1) Eigentlich, adelige Würde und Vorzüge ertheilen. Von dem Kaiser geadelt werden, sich adeln la…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    adeln

    Goethe-Wörterbuch

    adeln überwiegend in dichterischen Werken, selten in Br, nicht in Tgb u natwiss Schr; bis auf einen Beleg, der sich auf …

  3. modern
    Dialekt
    adeln

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    adeln Band 1, Spalte 1,155f.

  4. Sprichwörter
    Adeln

    Wander (Sprichwörter)

    Adeln 1. Wer adeln will, muss edel sein. 2. Wer sich selbst adelt, der ist adelig. It. : Gentiluomini son quelli, che fa…

  5. Spezial
    adeln

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    adeln vb.tr. dé le titul da nobl, nobilité (-tëia).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit adeln

31 Bildungen · 1 Erstglied · 26 Zweitglied · 4 Ableitungen

adeln‑ als Erstglied (1 von 1)

Adelnau

Meyers

adel·nau

Adelnau (poln. Odalanow ), Kreisstadt im preuß. Regbez. Posen, an der Bartsch, hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Amtsgericht u. (…

adeln als Zweitglied (26 von 26)

abadeln

BWB

abadeln Band 1, Spalte 1,156

Abradeln

Adelung

Abradeln , verb. reg. act. vermittelst eines kleinen Rades absondern. Den Teig rings herum abrädeln, in den Küchen und bey den Pasteten-Bäck…

afsadeln

MeckWBN

Wossidia afsadeln absatteln; halbhd.: afsatteln Wa.

anadeln

DRW

anadeln "nobilitatem proseminare" Stieler 21 Faksimile

Annadeln

Adelung

ann·adeln

Annadeln , verb. reg. act. mit einer Nadel befestigen, ein Wort, welches vornehmlich bey den Schustern üblich ist, wo die Überstämme mit der…

aufadeln

DRW

auf·adeln

aufadeln das Adelsgeschlecht fortpflanzen Stieler 21 Faksimile

Austadeln

Campe

aust·adeln

Х Austadeln , v. intrs. aufhören zu tadeln. Das Austadeln.

betadeln

DWB

bet·adeln

betadeln , reprehendere, tadeln: dieses belobte und betadelte buch. Hippel 6, 12 ; wo sie sich von hofkammerdienern bewundern und von damen,…

bradeln

DWB

brad·eln

bradeln , blaterare, braudeln, brodeln, plaudern. Stalder 1, 212. 213 , welcher das engl. prattle und prate, nnl. praten, schw. prata, dän. …

entadeln

DWB

ent·adeln

entadeln , nobilitatis honore privare, dehonestare, herabsetzen, nnl. ontadelen: entadelte, knechtische seelen. Wieland 16, 133 ; arbeiten d…

pfadeln

DWB

pfad·eln

pfadeln , verb. waten, iterativ zu pfaden: er pfadelt lang im wasser tief. H. Sachs 9, 532, 19 . durchpfadeln, durchwaten Schm. 2 1, 419. vg…

stadeln

DWB

stad·eln

stadeln , verb. ein gebäude aus baumstämmen aufrichten. Stalder 2, 389 .

vertadeln

DWB

vert·adeln

vertadeln , verb. , seltene bildung des 15. jh. in der bedeutung des einfachen verbs: monchen und nonnen .. vortadeln den eelichen stand ref…

Ableitungen von adeln (4 von 4)

beadeln

RhWB

be-adeln: das Feld, die Wiese b., mit Jauche befahren MülhRh-BGladb .

entadeln

DWB

entadeln , nobilitatis honore privare, dehonestare, herabsetzen, nnl. ontadelen: entadelte, knechtische seelen. Wieland 16, 133 ; arbeiten d…

unadeln

DWB

unadeln , schw. verb. , des adels berauben, entwerthen, schänden, gegensatz von adeln . vgl. umadeln, emporadeln, mhd. entedelen mhd. wb. 1,…

veradeln

BWB

veradeln Band 1, Spalte 1,156