zwitschern,
vb. ,
lautmalend für stimme und laut kleinerer vögel. aus zwitzern (
s. d.) <
ahd. zwizzirô
n. die lautentwicklung tz > tsch (
vgl. glitschen, klatschen, rutschen;
weitere beispiele bei H. Paul
dt. gramm. 1, 351)
verstärkt den onomatopoetischen charakter des wortes und erfolgt daher lediglich bei der bedeutung zwitzern 1
als nachahmung eines akustischen vorgangs, während die form zwitzern
für '(
sich)
schnell bewegen, zucken; glitzern, flimmern'
hochsprachlich unverändert bleibt (
vereinzelte mundartliche ausnahmen s. u.).
die form zwitschern
ist seit dem 17.
jh. bezeugt, älteres zwitzern
in dieser bedeutung verdrängend: zwitschern wie ein spatz
fringullire, frinnire Dentzler
clavis ling. lat. (1686) 2, 370
a; zwitschern wie die schwalben
trinsare, trinare, ciscillare, zinzicolare come fanno le rondini; rondinare Kramer
t.-ital. 2 (1702) 1502
a; zwitschern (
wie vögel)
frigottare, garrire Castelli
dizz. (1709) 1720
b; zwitschern, zwitzern (wie die vögel) Rädlein (1711) 1125
b; zwitschern, zwitzern oder singen der vögel Ludwig
teutsch-engl. (1716) 2672; wie eine schwalbe zwitschern
zinzilulare Kirsch
cornucop. (1718) 2, 376
b; zwitschere
frinnio, fringillo Steinbach
dt. wb. (1725) 444; Adelung 5 (1786) 475; Campe 5 (1811) 976
a; Hübner
zeitungslex. (1824) 4, 1050
a.
lautmalende nebenformen sind verschiedentlich bezeugt: zschwitzern Mathesius
Syrach (1586) 43
a; Prätorius
winterflucht d. sommervögel (1678) 3; schwitzern Francisci
alleredelstes unglück (1670) 409; Scriver
seelenschatz (1737) 1, 9
b; tzwischern Männling
europ. Helicon (1704) 30; schwitschern Holtei
erz. schr. (1861) 15, 143.
mit der neben zw-
vielfach üblichen anlautvariante qu-: quitschern Herberger
magnalia dei (1607) 186.
mit gröszerer verbreitung entwickelt sich (
in anlehnung an zwitschern) zitschern (
s. d.),
dem ein vereinzeltes mhd. zizzern
vorausgeht. die maa. entziehen sich grösztenteils dem wandel tz > tsch
und halten an der alten form zwitzern
fest; doch vgl. zwitschern Dähnert
plattdt. wb. (1781) 562
b; šwitšərn Müller-Fraureuth 2, 722
b; zwitschkern Jungandreas
zeitwortbildung 90;
s. auch unten 2. 11)
lautmalend für klangähnliche äuszerungen kleinerer vögel (
vgl. zwitzern 1 a);
allgemein verbreitet; häufig als ausdruck für die belebte natur in poetischen stimmungsbildern und mit entsprechendem gefühlswert verbunden. 1@aa)
vom spezifischen laut kleiner vogelarten, um deren hohe, unrhythmisch schwankende, aber doch der betreffenden spezies gemäsze stimmführung zu charakterisieren: der sperling zwitschert Comenius
janua aurea (1643) 60; es zitschert und zwitschert der spatzen jhr dach Schottel
haubtspr. (1663) 779; indem die sperlinge auf den dächern von seiner liederlichen und frechen lebensart zu zwitzschern wissen G. Schuster
christ-erbauliche sendschrb. (1742) 641; der zeisig ... muntert die etwan dabey hängenden sangvögel stetig mit seinem zwitschern zum singen auf Döbel
jägerpractica (1754) 1, 66; die wälder feyern ... nur selten zwitschert hier noch ein einsam irrender vogel, und sucht die sparsame nahrung im schnee Giseke
poet. w. (1767) 116; der sperling theilt sein kurzes leben in zwitschern und in lieben ein Hagedorn
poet. w. (1769) 3, 26; sie (
die toten) ruft ... der schwalbe zwitzschernd lied ... nicht mehr ... zu arbeit Eschenburg
beispielsamml. (1788) 4, 72; am schwankenden reisig hängt zwitschernd der zeisig Salis
ged. (1793) 60; als mich auf einmal das zwitschern einer schwalbe ermunterte Lichtenberg
br. (1901) 3, 171; zwitschernd aus dem blätterkranze der kanarienvogel blickt A. v. Arnim
s. w. 22 (1856) 49; die Rhone rauscht in hochgeschwellten wogen, die schwalbe fliegt und zwitschert durch die nässe Lenau
s. w. 597
Barthel; die grasmücke hat im traum gezwitschert G. Büchner
nachgel. schr. (1850) 183; sonst war nichts hörbar als das zwitschern eines zeisigs Fontane
ges. w. (1905) I 2, 71; und nun kommt drauszen der lenz gegangen über die hügel, über den flusz, die schwalbe zwitschert ihren grusz, die wolken ziehn Geibel
ges. w. (1883) 2, 23; und hunderte von spatzen erhoben sich zwitschernd von dem düngerhaufen, als ich in den hof eintrat Raabe
s. w. II 2, 71; die bachamsel zwitscherte B. Auerbach
schr. (1892) 16, 16; von der rohrpflanzung her scholl das zwitschern des rohrsperlings Storm
s. w. (1898) 1, 91; träumerisch im nest der schwalbe zirpt die brut und zwitschert leise Fr. W. Weber
Dreizehnlinden (1907) 64; hin und wieder zwitscherte ein aus dem schlaf geschreckter vogel kurz auf O.
M. Graf
unruhe (1948) 231; in einem nahen busch zwitscherte ein verschlafener vogel Feuchtwanger
Simone (1950) 164. 1@bb)
in gleicher verbreitung wie a
für die vielzahl der vogelstimmen in ihrer gleichzeitigen betätigung; die vorstellung erfaszt dabei weniger die charakteristische stimmführung der einzelnen vogelart (
vgl.a)
als vielmehr das uneinheitliche durcheinander des ganzen chores: der gesang der vögel, so mit vollstimmigen zwitschern vnglaublicher liebligkeit die ankunfft eines newen tages verkündigten Bastel v.
d. Sohle
Don Kichotte (1648) 93; hier flötet, lockt und singet, dort zwitschert, schlägt, ruft und pfeift der vögel schnelle schar, wenn sie bald fliegt, bald läuft Brockes
ird. vergnügen (1721) 1, 25; der sänger zwitschernder chor lockt mich in reitzenden liedern zur folge seiner zufriedenheit an Schrader
scherze (1762) 1, 4; die vögel, die im gebüsche zwitscherten Miller
Siegwart (1777) 3, 703; die vöglein zwitschern ihre liebliche weise, das laue lüftchen kaum den grashalm beugt Göthe I 13, 2, 53
W.; von jedem zweige des waldes rauschte die freude, in tausend gesängen bunter vögel zwitscherte sie in das geräusch der waldung Tieck
schr. (1828) 8, 45; die waldvögel zwitscherten von allen wipfeln in der runde Eichendorff
s. w. (1864) 2, 118; das thaten die lustigen waldvögelein, die zwitschern laut und singen H. Heine
s. w. 1, 51
Elster; ein sanfter seewind spielte in unsern locken und fächelte uns kühlung zu, kleine vögel zwitscherten auf allen seiten J. G. Forster
s. schr. (1843) 1, 351; die vögel begannen leise zu zwitschern und der thau stieg fühlbar aus dem grunde A. v. Droste-Hülshoff
ges. schr. (1878) 2, 281; hell und fröhlich zwitscherten und flöteten die freien vögel drauszen in der luft Raabe
s. w. I 4, 522; als ich heut am dornenstrauch stand und das zwitschern der kleinen vögel hörte, war mir freudig zu muth G. Freytag
ges. w. (1886) 13, 155; auf den drähten ... klebten in dichten reihen scharen zwitschernder vögel G. Hauptmann
bahnwärter Thiel (1892) 26; von drauszen kam das unbekümmerte zwitschern der vögel St. Zweig
welt v. gestern (1947) 491.
als fester terminus für den vogellaut auch ohne ausdrücklich genanntes subjekt: im thiergarten zwitscherte es von allen zweigen Gutzkow
ges. w. (1872) 1, 89; Eduard in seiner wiege, zwitschernd eingesungen, ... machte vorahnend ein ganzes leben durch Holtei
erz. schr. (1861) 21, 9; mit dem grün, der sonne und der luft war auch das flatternde, summende, zwitschernde leben eingedrungen Raabe
s. w. I 6, 232; das ganze alte liebe leben flog, flatterte, kroch, zwitscherte, brüllte, grunzte genau wieder wie früher Kluge
Kortüm (1938) 148; plötzlich bemerkte er, dasz die gärten noch immer zum frühlingshimmel zwitscherten und dufteten H. Mann
d. untertan (1949) 412; o scheeni, liewi früejohrzit! wo alles zwitschert, lacht und singt
bei Martin-Lienhart
elsäss. 2, 928
a. 1@cc)
im sprichwort, wie zwitzern 1 b (
s. d.): wie die alten sungen, so zwitschern auch die jungen; Aler
dict. (1727) 2, 2295
b; Steinbach
wb. (1734) 2, 1132; Hippel
lebensläufe (1778) 1, 374; Schellhorn
sprichw. (1797) 92; Göthe I 5, 149
W.; J. Grimm
Reinhart Fuchs (1834)
vorr. ccxliv
anm.; O. Ludwig
ges. schr. (1891) 2, 569.
vielfach in leicht variierter form: wo kömmt das anders her? je! wie die alten sungen (es ist ein wahres wort), so zwitschern auch die jungen Henrici
ged. (1727) 1, 318; es war aber nicht zu verwundern, dasz auch die jungen hähne zwitscherten wie die alten sungen und kräheten (1749)
in: zs. f. dt. philologie 26, 255; was alte lustig sungen, das zwitschern muntre jungen Göthe I 5, 91
W.; vgl. 49, 317; aber weh uns, wenn dabei ... alle achtung vor tugend und würde zu grunde gehen und wenn jedes falsche idol auf den altar gestellt werden soll, das so singt, wie die jungen zwitschern Gervinus
in briefw. (1885) 2, 71
Ippel; die zeit geht hin — der lanks geht her, jetzt zwitschern halt die junga, so is der brauch, mir zwitschern halt, die alten ham's uns gsunga Kral Stieler
ged. 2, 6
Reclam; aber jetzt beginnen selbst in diesen verborgenen nestern die jungen anders zu zwitschern als die alten sungen Anzengruber
ges. w. (1890) 3, 208. 1@dd)
gelegentlich auf den laut anderer tiere übertragen, soweit es die ähnlichkeit des klanges erlaubt: die zwitschernde stimme einer heuschrecke Butschky
Pathmos (1677) 165; ja wenn die zwitschernden heuschrecken ... einem zu gesichte kommen ..., so fangen sie ... an zu summen Chr. Weise
polit. redner (1677) 30; heuschrecken zwitschern uns im korn
bei Wackernagel
voc. var. anim. (1869) 71; die grille und die heuschrecke zwitscherten unter dem schatten der blätter S. Gessner
w. (1778) 2, 23; ein niederrheinischer chronist ... gibt ihnen (
den wanderheuschrecken) zwitschernde stimmen Wimmer
gesch. d. dt. bodens (1905) 434; so laut nun, wie ... die schwalbe zwitschert, 'zwitscherren' tierchen wie der 'hewstuffel' (
die heuschrecke) oder die feldgrille nicht Friedli
Bärndütsch 2 (1908) 199; das ist der jagdwechsel der wasserspitzmaus ... unglaublich schnell trippelt der kleine räuber auf seinem passe entlang, ab und zu zwitschernd Löns
aus forst u. flur 16111; (
die fledermäuse) kamen herbei, aufgestört, zwitschernd, leise schreiend Feuchtwanger
d. falsche Nero (1947) 297; Finsch hat den zwerg-pfeifhasen ... häufig zwitschern gehört Nehring
tundren u. steppen (1890) 85; (
der kapuzineraffe) geht auf den fusswurzeln einher ..., zwitschert oft auch wie eine cikade Brehm
tierl. 1, 226
P.-L.; ihre (
der löwenäffchen) ... zwitschernde ... stimme gleicht der anderer affen
ebda 261. 1@ee)
vergleichend von lauten, die an vogelstimmen erinnern. 1@e@aα)
verbreitet für äuszerungen menschlicher stimme, soweit sie charakteristischen merkmalen des vogellautes vergleichbar sind. ausgehend vom hellen tonfall, zugleich mit dem gefühlswert des unbekümmert fröhlichen: und hörte das zwitschernde lachen der hirten S. Gessner
schr. (1777) 1, 45; auch ein zwitscherndes lachen huschte hinter mir vorbei
quelle v. j. 1931.
zumal von hellen kinderstimmen: es lebe die Sibylle Adelgunde! zwitscherten die jungen Hamann
schr. 5, 123
Roth-W.; das mädchen ... wuszte nichts besseres zu thun, als mir immer von neuem um den hals zu fallen und zwischen heulen und jauchzen zu zwitschern Raabe
Abu Telfan (1870) 3, 90; (
das kind) faltete die kleinen hände so lieblich und zwitscherte das vaterunser so hell und heiter P. Dörfler
Apollonias sommer (1932) 3; ja, und sag' er mir unterwegs, zwitscherte die kleine, wo der mann wohnt Th. Mann
Lotte in Weimar (1946) 24; (
sie) sagte unbefangen, mit einem zwitschernden, girrenden stimmchen: na, da seid ihr ja H. Mann
professor Unrat in: ausgew. werke 1 (1951) 525.
von hellem, fröhlichem gesang: bin ich mit ... guter laune ... aufgestanden, so wird ... meine heiterkeit fortgeärgert, wenn ... die schuljugend den jungfernkranz zwitschernd, bei meinem fenster vorbeizieht H. Heine
s. w. 7, 177
Elster; die kinder sangen, gleich jungen zwitschernden vögelchen Ch. v. Schmid
ges. schr. (1858) 5, 23.
gezwitscherähnliches durcheinander, stimmengewirr (
vgl. 1 b): wagen rollten ihm vorüber und masken in den verschiedensten trachten pfiffen und zwitscherten an ihm vorbei Tieck
schr. (1828) 4, 255; wie auf einem bazar im asiatischen Ruszland, wo alle nationen unter einander plappern und maulen, gurren und schnurren, zwitschern und näseln W. Hauff
s. w. (1890) 2, 2, 22; noch sausen mir die ohren von dem ewigen eintönigen zwitschern (
der Engländer), und dem entsetzlichen what, what, what! Waiblinger
d. Britten in Rom 37
Zoller; das war ein zwitschern wie von einem flug staare. sie neckten und haschten sich, den schulweg zum spielen benutzend W. v. Polenz
Grabenhäger (1898) 1, 19.
zur charakterisierung des stimmorgans von fabelwesen: sie (
die phorkyaden) regen sich, sie scheinen mich zu spüren, sie zwitschern pfeifend, fledermaus-vampyren Göthe I 15, 1, 152
W.; es zwitscherten einige (
zwerge) schmachtend und zart, doch andre bellten und schalten darauf; es strichen sich andre den kleinen bart Fr. Schlegel
s. w. (1846) 10, 58.
vom gesang der dichter: die süszen nachtigallen der kunst haben ... zuerst zu zwitschern und zu klingen angefangen in einzelnen anmuthigen thälern Südfrankreichs ... diese dichtkunst war wie der erste frühling E.
M. Arndt
schr. f. u. an s. lb. Deutschen (1845) 2, 384.
der gefühlswert der sorglosigkeit steht im vordergrund, verbunden mit ironischem unterton: dasz ein elender anakreontischer sperling ..., dasz ein solcher zwitschernder dichterling das herz gehabt hat, sich vor dem publico airs zu geben Wieland
ges. schr. I 2, 494
akad.; der arme Kosegarten, der, nachdem er nun zeitlebens gesungen und gezwitschert hat, wie ihm von der lieben natur die kehle gebildet und der schnabel gewachsen war Göthe IV 12, 230
W.; die meisten der zaunkönige, welche in den österreichischen almanachen zwitscherten, haben den äther der dichtkunst mit der atmosphäre der kanzleistube vereinigt
jahrb. d. Grillparzerges. (1890) 2, 10.
doppelsinnig, nicht ohne selbstironie: das ist eines deutschen dichters reich, wo die waltende natur sich schaffend regt, sie machts unermeszlich und unbegreiflich nach hohen gesetzen, und wir sterblichen, die vögel im busch und die schreiberlein mit der feder zwitschern in ihrer weise das schaffen nach (1890) G. Freytag
br. an s. gattin (1912) 495.
ohne den oben angedeuteten gefühlswert, lediglich mit leiser ironie die klangähnlichkeit betonend: denkt euch nun manchen neueren feldherrn, halb zur mumie gebeizt und gewickelt in vigognewolle, wenn er mit einer sublimirten stimme zwitschert: France! Sturz
schr. (1779) 1, 217; nichts davon zu sagen, was er den ... weg über von dem ... zwitschern dieses schwälbchens (
eines hermaphroditen) ausgestanden habe Wieland
Lucian (1788) 5, 154; dazwischen brummt der basz des herrn von Stein, und Johannes Müller zwitschert Alexis
ruhe (1852) 2, 290; damit trippelte das irländische dickbäuchlein über den Monte Cavallo nach seinem hause, ... will doch sehn, zwitscherte er aber vor sich hin, ob sie heut abend wieder kommt Waiblinger
d. Britten in Rom 18
Zoller. schärfer abwertend '
belanglos schwatzen': im gegentheil, man antwortete auf tausend fragen, die er garnicht gestellt hatte, man zwitscherte über die neuen kunstwerke, als ob sie eigentlich zum zer-redet-werden geschaffen wären Nietzsche
w. I 1, 552. 1@e@bβ)
gelegentlich von schwirrenden, zirpenden geräuschen: ein gewitter von feuer, eisen, steinen, ... minen zersprangen, granaten heulten und zwitscherten
qu. v. j. 1928; doch ward er sogleich inne, dasz es das pfeifen und zwitschern von gewehrkugeln war
qu. v. j. 1931. 1@ff)
euphemistisch im berlinischen eenen zwitschern '
einen (
schnaps)
trinken',
vgl. Brendicke
Berlin 196
b; Imme
soldatenspr. 97; A. Lasch
berlinisch 185
anm. 22)
wbb. des 18.
jhs. verzeichnen verschiedentlich zwitschern
auch für bedeutungen von zwitzern 2
und 3 (
s. d.),
ohne dasz diese formen literarische verbreitung gefunden haben: heller, hellscheinender, zwitscherender stern Kramer
t.-ital. 2 (1702) 966
a; zwitschern mit den augen Castelli
dizz. (1709) 1720
b; er zwitschert mit den augen Rädlein (1711) 1126
a; das licht zwitschert mir in die augen Weber
dt.-lat. (1770) 856
b; das licht zwitzert, zwitschert in die augen Weismann
lex. bip. (1775) 2, 567
b.
lediglich alem. maa. halten diese form und bedeutung des wortes fest: zwitschere
n ins ohr flüstern Martin-Lienhart
els. 2, 928
a;
ferne glänzen, flimmern; zwinkern mit den augen Fischer
schwäb. 6, 1474;
flincken, blinken Stalder
schweiz. id. 2, 487.