Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
zuckern
zuckern
Zucker m. aus Indien stammende, aus dem Mark der Zuckerrohrpflanze gewonnene Substanz zum Süßen von Speisen, ahd. zuckar (Hs. 13. Jh.), mhd. zucker, zuker ist entlehnt aus gleichbed. ital. zucchero, sizilian. zuccaru, das auf arab. sukkar beruht. Dieses geht wie griech. sákcharon (σάκχαρον), lat. saccharum n. zurück auf aind. śárkarā f. ‘Grieß, Geröll, Kies’, śarkarā ‘Sandzucker’, mind. (Pali) sakkharā-, Hindi sakkar ‘Zucker’ (s. Saccharin). Die Araber verbreiten die Zuckerrohrkultur nach Ägypten, Südspanien und auch nach Sizilien, das unter arabischer Herrschaft eine wichtige Rolle im Zuckerhandel einnimmt. Über die Alpen kommen Wort und Sache nach Süddeutschland und weiter nach Norddeutschland. Im 19. Jh. wird die Bezeichnung auch auf den Rübenzucker übertragen. – zuckern Vb. ‘mit Zucker süßen’ (17. Jh.).