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zäh

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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11 in 11 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

zäh adj. und adv.

Bd. 31, Sp. 32
zähe, zäh, adj. und adv. tenax, tenaciter, lentus, lente. 11) doppelform des wortes erscheint im ahd. zâhi und zâch, mhd. zæhe und zâch, welches letztere sich im nhd. zach (mit gekürztem stammvocal) fortsetzt, heute aber der schriftsprache nicht mehr gemäsz ist, vgl. oben sp. 9. im mnd. entspricht tê, têge, teie, teige neben tâ (Schiller-Lübben 4, 502b), das mnl. kennt nur die form taey, tenax, lentus, fractu contumax, mollis, flexibilis Kilian, nnl. taai, zu dem sich wieder ostfriesisches taje, tage, tâj, zähe (ten Doornkaat-Koolman 3, 386a) stellt; das ags. dagegen nur tôh, ahd. zâch entsprechend (lenta tôh Wright-Wülcker anglo-saxon and old engl. vocab. 1, 29, 39. 430, 17), und ohne auslautenden consonanten tô (lento þæm tôn ebd. 430, 15); mittelengl. toh, touh, tou, neuengl. tough. den scandinavischen sprachgebieten gehört das wort nicht an. als wahrscheinlich darf bezeichnet werden, dasz es einen stimmhaften nasal verloren hat, die länge des vocals [] ersatzdehnung dafür ist, zâhi also auf ein ursprüngliches *zanhi zurückgeht, und dasz wir als nächste verwandte das ahd. gizengi, adv. gizango, eindringend, beharrend, altsächs. bitengi, festhaltend, anhaftend, anhangend, ags. getenge anzusehen haben. ist das richtig, so gehört auch das subst. zange und das adj. zanger (s. d.) in diesen kreis. die form zähe oder zäh hat sich für die schriftsprache erst seit dem 17. jahrh. befestigt, vorher schwankt sie nach stammvocal und consonant, indem sowohl zäch als zech, zeg und zee, zehe vorkommen: tenax zäch, zeche, zech, zehe, zeehe, zee, zeyh Dief. 577b; zeg tenax, viscosus, viscidus, glutinosus; lenteo, ich bin zeg, lentesco, ich werde zeg Alb.; zäch, glutinosus, tenax, zäch oder weich werden, lentescere Maaler 510c. 22) zähe in eigentlicher sinnlicher bedeutung, gesagt von dingen, die beim dehnen oder zerren widerstand entfalten, so dasz theile sich nicht leicht trennen lassen, von harz, leim, leder, baumrinde, von schwerflüssigen sachen, u. ä. dô nam er (gott bei der schöpfung des menschen) sô sô ich wâne,einen leim zâhe, dâ er wolte,daʒ daʒ lit zesamene solte genesis in den fundgr. 2, 15, 16; iedoch bringt daʒ mark den painen die hilf, daʒ eʒ si fäuhtet und waicht oder zæch macht, dar umb, daʒ si niht zerbrechent Megenberg 23, 3; daʒ sechzehend (zeichen, dasz die frau eines knaben schwanger ist) ist, daʒ der frawen milich dick ist und zæh, alsô der si sprengt auf ein glas, sô stênt die tropfen dar auf als die arwaiʒ und flieʒent niht 41, 8; daʒ der vaiʒt rauch zæh ist an im selber und sich streckt nâch der leng 77, 26; daʒ der (dem brunnenwasser) zuogemischt erdisch dunst zæh ist an im selber und also gestalt, daʒ er sich (beim trinken des wassers) zesamen zeuht in den halsâdern 103, 26; daʒ kraut (portulac) ... hât dickeu plätel nâhen sam diu jung hauswurz und ist sein saf zæch 416, 16; zähe feuchtigkeit, leymächtig oder schleymerächtig, lentor Maaler 510d; das wässerige geblüt (die zehe feuchtigkeit) fleust durch alles hin, pituita seu phlegma per omnia diffluit A. Comenius janua (1644) s. 76; bei den lutherischen finde er gut, dasz man sie wol verstehen könte; denn sie zögen gemeiniglich die wort, als wie einen zehen lebkuchenteig Simpl. (1684) 3, 733; zäher leim, gluten viscosum Stieler 2632; zäh als wachs, tenax, anklebend, zäh und klebricht als vogelleim, viscosus, zäh als leim, glutinosus Frisch 2, 463; zäher schleim, zäher leim, zähes leder, so zähe wie pech Adelung; das gehirn dieser leute ist mit einem zähen schleim umgeben Möser werke 7 (1798), 86; zäher wein, schwerflüssiger, vinum pendulum Schm. 22, 1099 (von 1445), weitere belege auch unter seiger, th. 10, 1, 199; der frühnebel lag noch dicht und zähe über flusz und hügeln Heyse werke 8, 128; (eine reise wird) freier in dem zirkel um durch bauch und kapitolium die zähen säfte wälzen Schiller 1, 254; wir können keinen schritt fortan, in diesem feuchten mordgrund, weiter rücken! er ist so zäh, wie vogelleim, geworden. H. v. Kleist 2, 415 Schmidt; weidenzweige sind sehr zäh Campe; diu sper sie namen in die hant, stark unde niuwe daʒ man dâ zæher niht envant Lohengrin 2102; Marsianus spricht: wann das chraut ist mar, so grabt mans aus ân alle mühe gar, aber wenn es vast zäch ist, so grabt mans nicht aus in churzer frist Vintler pluemen der tugent 2606; diese (widder) verband ich geheim mit zäh geflochtenem reisig Odyss. 9, 427; vom fleisch, das schwer zu kauen ist, im vergleiche mit leder: altes dürres rindfleisch und ein sehr zäher lederner braten von einer gans, die noch eine retterin des kapitols gewesen sein mochte Seume spazierg. 1, 17; unterdessen freilich schmeckt dieser grashecht sehr zähe und fast wie leder Immermann Münchh. 2, 55; bei tische war auch nichts wie es soll, die maccaroni kalt, ... das rebhuhn zäh, und die oliven alt Wieland 12, 126 (Klel. 1, 325); [] von der menschlichen haut, wenn sie alt ist: es ist unser alte, dicke, zehe und denische haut, die sich nicht will abziehen lassen, wie man sich mit jr bleuet und schleget Luther 28, 739, 24 Weim.; aber auch von der jungen, elastisch dehnbaren: richter, sie spricht als ich verstee, ir haut ist junc, sie ist aber zee fastn. sp. 235, 12 (zech 747, 6); die haut ist jung, frisch aber zeh 322, 7; eigenthümlich von einem stück vieh, das nicht saftiges fleisch gibt: mit so magern kühen wisse man nie, wie es einem gehe. die einen würden so zäh, dasz sie nicht mehr nachzufüttern seien J. Gotthelf Uli d. knecht s. 197; im Baselbiet aber heiszt eine kuh zêchmälchig, wenn sie schwer zu melken ist Seiler 324a; dann auch vom erdreich, das sich schwer bearbeiten läszt: ein zäher boden, thon- oder letthaltiger; vom eisen, wenn es geschmeidig ist und sich gut schmiedet, gegensatz zu sprödem eisen th. 10, 2, sp. 142; gut und zäh eisen Schm. 22, 1099; vom schmelzbaren metall: schnell das zinn herbey, dasz die zähe glockenspeise fliesze nach der rechten weise Schiller 11, 306 (glocke v. 29); bildlich und mit anspielung auf den übertragenen gebrauch unten 3 c: fast gelüstet mich, es euch nachzuthun (spricht ein kapuziner zu einem protestantischen prediger, der sein geistliches gewand mit einem lederkoller vertauscht). aber meine braune kutte ist leider zu zäh und hat ein fester gewebe als euer röcklein, ehrwürdige herren! C. F. Meyer Jürg Jenatsch 74. 33) übertragene bedeutung von zähe hat sich mehrfach verschieden herausgebildet. 3@aa) am frühesten tadelnd oder scheltend als karg, das seine zusammenhaltend, geizig: ich weiʒ wol daʒ des kargen muot ouch êren gert besunder, und ist sô zæhe doch dar under, daʒ er niht getar durh si werden miltevar K. v. Würzburg lieder 25, 43, s. 379 Bartsch; zäch, geytzig, restrictus Maaler 510c; ich der bäurisch, grusam, trurig, karg, pynlich, zech hab genummen ein husfrowen Terenz deutsch 1499, 119a; den allerkärgsten zächsten mönchen ... befahl er die euszerlichen empter Pauli schimpf 119b; kamen ... vor eines reichen kargen haus, desz weib noch viel zeher dann er selbest war Kirchhof wendunm. 178a; du bildest dir vielleicht ein, dasz er seine häszlichkeit und seinen grauen ziegenbart durch freigebigkeit gut machen werde; aber da würdest du dich sehr irren; er ist der zäheste filz in ganz Athen Wieland Menander u. Glycerion, 18. brief; ein zäher bezahler. das geld gehet zähe von ihm Adelung; schweiz.: er ist e zäche, von dem nicht leicht etwas zu erlangen (oder auch der nicht leicht umzubringen, unten c) Hunziker 305; die alten seind zeh, sollen sie geben, so thuts jn weh Lehmann floril. 15. 3@bb) von menschen, die in bezug auf ansprüche schwer nachgeben, widerstehend, hartnäckig: ich führe ein arbeitsames leben, täglich 4 stunden mit zähen Dänen, und noch nicht zum schlusz Bismarck briefe an s. braut, no. 429 (von 1864); wohl wählte sich der kanzler seinen mann, er hätt' mir keinen zähern schicken können Schiller 12, 224 (Wall. tod 1, 5); auch von solchen, die am alten, hergebrachten, ihnen eigenen haften: das deutsche volk hängt aber so zäh und unberaten an dem verhärteten schlimmen misbrauch J. Grimm vorr. z. wb. s. IX; er (Friedrich der Gr.) begann das segensreiche werk der gemeinheitsteilungen ... und führte dasselbe, in stetem kampfe mit der lässigkeit der beamten und dem zäh-beschränkten konservatismus der bauern, ein gutes stück weiter Grotes allg. weltgesch. 9 (1889), 531; ihr, der selbstsucht söhne, die krampfhaft, in des zähen gemüts irrwahn, so fest halten der herrschaft eisenstab Platen 132b; neuem widerstrebend: schade nur, dasz mein fünfzigjähriger kopf zu zäh für das lernen ist! Schiller 3, 383 (kab. u. l. 1, 7). [] 3@cc) auch in nicht tadelndem sinne, von personen, die von entschlüssen und anschauungen nicht leicht abgehen: der herr ist ja warhafftig, und seiner wort theur und zähe, kan sich selbs mitt nichten verleügnen S. Franck laster H 3b; in neuerer sprache besonders entwickelt: (er) beschrieb das mädchen als eine starke, zähe und rechtschaffene person Sohnrey im grünen klee 196; von deren art und eigenschaften: sie hätten etwas besseres aus jenem lande mitbringen können, das deutsche blut verträgt sich nicht damit (mit verführungskünsten), es ist viel zu treu und zähe zum leichten bösewicht Klinger 1, 383; ein mann von hohem geist und zäher energie L. Häusser deutsche gesch. 32, 92; mit einem gewissen zähen gleichmut Frenssen Jörn Uhl (1902) 397; von äuszerungen, folgen solcher art: solche aetherschlösser werden aber ohne baugerüste und baurechnungen ... aufgeführet, so hoch man will ... ohne zähen wunsch der erfüllung, ohne neid und gier J. Paul 27—29, 167 (komet 2, 48); o junges jahr, sagt' ich ... nimm die zurückgebliebnen zähen schmerzen des alten mit, die nicht sterben wollen! 1, 299 (uns. loge); ein mann von zäher ausdauer, von zäher arbeitskraft; die thierfabel gründet sich auf unerdenkliche, langhin gehaltene, zähe überlieferung J. Grimm Reinh. Fuchs vorr. 6; besonders vom leben selbst und der lebenskraft (vgl. auch unten zählebig): ein langwirig zäch läben, wenn etwas lang beharret ze stärben, lenta vivacitas Maaler 510c; katzen haben ein zähes leben; er hat ein zähes froschleben, der mann! Schiller 2, 371; ein alter blinder betteljude, ... dem aber die zähe orientalische natur so gut nachhalf, dasz er, vollkommen und ohne die mindeste beschwerde, sich mit entzücken geheilt sah Göthe 29, 32 Weim.; unerwartet lange widerstand seine zähe lebenskraft dem tode Prutz preusz. gesch. 3, 2; auch im folgenden wird auf das leben gezielt: das leben eines alten ist doch eine ewigkeit! — und nun wär freye, ebene bahn bis auf diesen ärgerlichen zähen klumpen fleisch Schiller 2, 57 (räuber 2, 1). 44) zähe im hüttenwesen, von gepochtem erze, klar, fein Jacobsson 4, 677; zähes häuptel (hedel), zäher schlamm, ist subtiles häuptel, feiner, klarer schlamm, und wird dem röschen (s. th. 8, 1162) entgegengesetzt ebenda. vgl. auch hädel, th. 4, 2, 109.
10923 Zeichen · 139 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Zäh

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Zäh oder

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    zäh

    Goethe-Wörterbuch

    zäh [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    zäh

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    zä h , s. zäch.

  4. Sprichwörter
    Zäh

    Wander (Sprichwörter)

    Zäh 1. Dat es so taoh asse Rindléär. ( Grafschaft Mark. ) – Frommann, V, 163, 167. 2. Der ist so zäh wie Ziegenfleisch. …

  5. Spezial
    zäh

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    zäh adj. 1 (dickflüssig) toch (toc, tocia) 2 (von kaum dehnbarer Konsistenz) strancius (-sc, -iosa) 3 (widerstandsfähig)…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zaeh

232 Bildungen · 215 Erstglied · 13 Zweitglied · 4 Ableitungen

zaeh‑ als Erstglied (30 von 215)

zähbästig

RhWB

zäh-bästig -ę- Rees Adj.: kerngesund.

Zäheit

Pfeifer_etym

zaeh·eit

zäh Adj. ‘dickflüssig, klebrig, weich und dabei fest zusammenhaltend, schwer zu zerkleinern’, übertragen (seit dem 16. Jh., von Personen) ‘a…

zæhen

Lexer

za·hen

zæhen swv. zæhe machen. ein sper mit listen wol gezæhet j.Tit. 1230 ;

zähernaʒ

BMZ

zaher·naz

zähernaʒ stn. von thränen benetzt. ir brüstel wurden zähernaʒ Mai 187,34.

zäherrîche

BMZ

zaher·riche

zäherrîche adj. reich an thränen. diu vrouwe sprach gar senlîch mit trüeben ougen zäherrîch Mai 105,40.

zähflüssig

DWB

zaeh·fluessig

zähflüssig , adj. , zäh flieszend: der kot ( der fledermaus ) ist ... zähflüssig Brehm thierleben 1, 371 Pechuel-Loesche.

zähgebe

DWB

zaeh·gebe

zähgebe , adj. , frühnhd. zäh im geben, knauserig, vgl. mhd. redegebe, beredt: bist du etwan lang zu zähgeb und karg gegen deinem son gewese…

Zähgerte

Campe

zaeh·gerte

Die Zähgerte , Mz. — n , würde eigentlich eine zähe Gerte bedeuten. Planer belegte mit diesem Namen ein Geschlecht Pflanzen, deren Blume nur…

zähhäutig

DWB

zaeh·haeutig

zähhäutig , adj. , mit zäher haut versehen, übertragen für karg, geizig (zähe 3 a ): der sonsten ganz zeheutig und eygennützig war Kirchhof …

zähheit

DWB

zaeh·heit

zähheit , f. , zähe, zähigkeit ( vgl. auch zachheit oben sp. 10): zähheit neben zähe Campe ; die zähheit des leders, schleimes u. s. f. Adel…

zähig

RhWB

zähig tse·ī.ĭχ Saarbg-Serrig Adj.: zäh.

zähigkeit

DWB

zähigkeit , f. , wie zähe und zähheit; von Stieler zuerst verzeichnet, der zur erklärung ein nicht vorkommendes adj. zähig annimmt: zähig, a…

Zähkuchen

RhWB

zaeh·kuchen

Zäh-kuchen -ō- Siegld-UWilden m.: zu einem zähen Brei gestampfte, gequellte Kartoffeln, in ausgelassenem Speck in der Pfanne in ganzer Pfann…

zählapparat

DWB

zahl·apparat

zählapparat , m. , apparat zum zählen, geräth zu selbstthätiger aufzeichnung der anzahl aufeinander folgender gleichartiger wirkungen Meyer …

Zählapparate

Meyers

Zählapparate ( Zählwerke, Zähler ), Instrumente zur selbsttätigen Auszeichnung der Anzahl aufeinanderfolgender gleichartiger Wirkungen. Tour…

zählart

DWB

zahl·art

zählart , n. , art zu zählen: die alten Azteken ... rechneten ein ... jahr von 104 sonnenjahren. sie theilten es nach der quinal- und vigesi…

Zählau

Wander

zaeh·lau

Zählau 1. Auf die Zählau kommen. (S. Moos 6, Mutschel, Speicher 4.) Die Zählau ist ein bei Friedland (Ostpreussen) gelegener grosser Bruch, …

zählbar

DWB

zahl·bar

zählbar , adj. , zu zählen, was gezählt werden kann, mhd. in der weiterbildung numerabilis, zelberlich Dief. 385 a ; zählbar, das sich zähle…

zählbezirk

DWB

zahl·bezirk

zählbezirk , m. , bezirk für eine volkszählung: durch austausch des urstoffs zwischen den verschiedenen zählbezirken Conrad handwb. d. staat…

zählblatt

DWB

zahl·blatt

zählblatt , m. , formular für eine zählung: seit dem 1./X. 1895 senden die standesbeamten monatlich die zählblätter über die registrierten s…

zählbogen

DWB

zahl·bogen

zählbogen , m. , bogen papier, formular für eine volkszählung u. dgl.: fingerzeige finden auf dem zählbogen selbst besser platz Conrad handw…

Zählbrêt

Adelung

zahl·bret

Das Zählbrêt , des -es, plur. die -er. 1. Ein mit einem Rande umgebenes Bret, Geld darauf zu zählen. 2. Im Bergbaue, ein Bret mit Löchern, d…

Zählbrett

Campe

zahl·brett

Das Zählbrett , — es, Mz. — er . 1) Ein mit einer Leiste eingefaßtes an dem spitz zulaufenden Ende aber offenes Brett, Geld darauf zu zählen…

zählchen

DWB

zahl·chen

zählchen , n. , dim. zu zahl: so setzte er in seinem buche auf die seite des soll mit wichtiger miene ein knappes zählchen G. Keller 1, 145 …

zählebig

DWB

zaeh·lebig

zählebig , adj. , von zähem leben ( vgl. DWB zäh 3 c, oben sp. 35): es sind lauter zählebige sträucher Berlepsch Alpen s. 185 .

zählebigkeit

DWB

zaehlebig·keit

zählebigkeit , f. : seine zählebigkeit liesz sich so leicht nicht todt machen Danzel Gottsched s. 270 .

zählen

DWB

zaeh·len

zählen , verb. , declarare, computare, numerare u. ä. 1 1) das verbum, dem gesamten germanischen sprachgebiet angehörig ( vergl. unter zahl …

zaeh als Zweitglied (13 von 13)

fettzäh

DWB

fett·zaeh

fettzäh , pinguedine tenax, lentus: fettzähe dämpfe. Butschky kanzl. 808 .

Gedingegezäh

Adelung

gedinge·gezaeh

Das Gedingegezäh , des -es, plur. die -e, das Werkzeug eines Gedingehäuers, im Bergbaue. S. Adelung Gezäh .

Gezäh

Adelung

Das Gezäh , oder das Gezäu, des -es, plur. die -e, ein nur in den gemeinen Sprecharten, besonders im Bergbaue übliches Wort, eine jede Art v…

Grubengezäh

Adelung

gruben·gezaeh

Das Grubengezäh , des -es, plur. die -e, eben daselbst, dasjenige Gezäh oder Werkzeug, welches die Bergleute zu ihrer Arbeit in den Gruben g…

Hüttengezäh

Adelung

huetten·gezaeh

Das Hüttengezäh , des -es, plur. inus. oder die Hüttengezähe, sing. inus. im Bergbaue, alle in einer Schmelzhütte zum Ausschmelzen der Erze …

Schürfgezäh

Campe

schurf·gezaeh

Das Schürfgezäh , — es, Mz . u. im Bergbaue, das Gezäh, d. h. die Werkzeuge zum Schürfen.

schurfgezäh

DWB

schurf·gezaeh

schurfgezäh , n. werkzeuge zum schürfen Campe. entstellt aus schurf - gezäuhe, instrumenta ad detegendam venam metalli Frisch 2, 234 c . vgl…

Seigerhüttengezäh

Campe

seigerhuette·n·gezaeh

Das Seigerhüttengezäh , — es, Mz . u. alles Gezäh, oder alle Werkzeuge, welche man auf den Seigerhütten zur Seigerarbeit gebraucht.

weichzäh

DWB

weich·zaeh

weichzäh , adj. von schmiedeeisen Lampadius handwb. d. hüttenkunde (1817) 216 . —

widerstandszäh

DWB

widerstands·zaeh

widerstandszäh , adj. : der Araber ist ... fügsam und widerstandszähe zugleich B. Goltz ein kleinstädter in Ägypten (1877) 96 . —

wiedenzäh

DWB

wieden·zaeh

wiedenzäh , adj. , sehr zäh. österreichisch: beim fleischhacker im dorfe ... kriegt man ein wiedenzähes luder Rosegger schr. (1895) III 6, 3…

wurzelzäh

DWB

wurzel·zaeh

-zäh Liliencron s. w. (1896) 1, 211 . c c) zu wurzel B 3 a gehören zusammensetzungen mit mathematisch-terminologischer bedeutung:

Ableitungen von zaeh (4 von 4)

Gezäh

Adelung

Das Gezäh , oder das Gezäu, des -es, plur. die -e, ein nur in den gemeinen Sprecharten, besonders im Bergbaue übliches Wort, eine jede Art v…

gezähe

DWB

gezähe , n. , neuere schriftform für das ältere gezau, dessen umlautform (gezaü) in ostmitteldeutschen mundarten sich verengte (gezêe lausit…

unzähe

DWB

unzähe Tieck (1828 ff. ) 18, 208.

zähe

DWB

zähe , f. , eigenschaft des zähen, zähigkeit, mhd. zæhe: die zähe, weiche, lentitia, tenacitas Maaler 510 d ; die zähe Campe ; festigkeit od…