Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
wirbeln
wirbeln
Wirbel m. ‘schnelle kreis- oder spiralförmige Bewegung, Scheitel, Vorrichtung zum Drehen, Riegel’, ahd. (h)wirbil ‘Kreisel, drehbares Gerät, Wirbelwind’ (11. Jh.), mhd. wirbel ‘Scheitel, Wendeltreppe, kreisförmige Bewegung von Wasser und Luft’, mnd. mnl. nl. wervel, afries. hwarel, hwardel, aengl. hwyrfel, anord. hvirfill, schwed. virvel steht als maskuline Gerätebezeichnung mit dem Suffix germ. -ila- (*hwirbila-) zu dem unter werben (s. d.) behandelten Verb. Ausgang der Bedeutungsentwicklung ist ‘sich drehen, Drehung’; vgl. besonders ‘Haarwirbel, Scheitelpunkt’ (12. Jh.), ‘Wirbelknochen’ (16. Jh.), ‘Trommelwirbel’ (18. Jh.); übertragener Gebrauch im Sinne von ‘Durcheinander, Gewühl’ setzt vereinzelt bereits in mhd. Zeit ein. – wirbeln Vb. ‘eine schnelle, drehende Bewegung ausführen’ (16. Jh.). Wirbelsturm m. (17. Jh.).