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Weidmann

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Weidmann

Weidmann

2Weide f. ‘grasbewachsene Fläche als Futterplatz für Herdenvieh’, ahd. weida ‘Nahrungsgewinn’ (auch vom Menschen und nicht nur in bezug auf Pflanzenkost), ‘Futter’ (9. Jh.), mhd. weid(e) ‘Futter, Speise, Nahrungserwerb, Weideplatz, Tagreise, Weg, Jagd, Fischerei’, mnd. weide ‘Weideplatz, Nahrung’, mnl. nl. weide ‘Weideplatz, Grasland’, aengl. wāþ ‘Jagd, das Umherstreifen’, anord. veiðr ‘Jagd’ lassen sich mit aind. vḗti ‘richtet sein Augenmerk auf etw., wendet sich an jmdn., trachtet nach, verfolgt’, griech. hī́esthai (ἵεσθαι, aus *ϝῑ́εσθαι) ‘sich vorwärts bewegen, sich beeilen, streben, begehren’, lat. vīs ‘du willst’, lit. výti ‘treiben, verfolgen, nachjagen’, aslaw. vojinъ, russ. vóin (воин) ‘Krieger, Soldat’ vergleichen und auf eine Wurzel ie. *u̯ei-, *u̯ei̯ə- ‘gehen, auf etw. losgehen, etw. erstreben, erjagen, verfolgen, ersehnen’ sowie ‘Weg, Reihe’ zurückführen. Als Ausgangsbedeutung kann ‘Ausgang auf Nahrungssuche’ (von Menschen und Tieren) erschlossen werden. Bereits im 11. Jh. ist die heutige Bedeutung ‘Futterplatz für Herdenvieh’ entwickelt. – Weidmann m. ‘Jäger’, in älterer Sprache auch ‘Fischer’, mhd. weidemann ‘Jäger, Fischer’. Weidwerk n. ‘Jagd’, frühnhd. auch ‘Fischfang, Jagdgerät’, mhd. weidewerc ‘Jägerei, zur Jagd gebrauchte Tiere’. Augenweide f. ‘Freude für die Augen’, mhd. ougenweide ‘das Umherschweifen der Augen, Erquickung für die Augen, Anblick (jeder, auch unangenehmer Art)’, vgl. mhd. weide im Sinne von ‘Speise, Labsal’. weiden Vb. ‘auf der Weide fressen, auf die Weide führen, sich an etw. erfreuen, genießen’, ahd. weidōn ‘Futter suchen, jagen’ (9. Jh.), mhd. weiden ‘auf der Weide fressen, auf die Weide führen, ausschlachten, genießen’.
1687 Zeichen · 45 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    WeidmannDer

    Campe (1807–1813) · +3 Parallelbelege

    Der Weidmann , — es, Mz. — männer , und Х — leute , bei den Jägern. 1) Ein gelernter Jäger. 2) Bei den abergläubigen Jä=…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Weidmann

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Weidmann , Georg Moritz , Begründer der Weidmannschen Buchhandlung (jetzt in Berlin), geb. 13. März 1658 in Speyer, gest…

  3. modern
    Dialekt
    Weidmann

    Schweizerisches Idiotikon · +1 Parallelbeleg

    Weidmann Band 4, Spalte 283 Weidmann 4,283

  4. Sprichwörter
    Weidmann

    Wander (Sprichwörter)

    Weidmann 1. Ein guter Weidmann schiesst keinen Hasen auf seinem Lager. Es wäre dies ein Verstoss gegen die Jagdgesetze. …

  5. Spezial
    Weidmann

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Weid|mann m. (-[e]s, ...männer) (Jäger) iagher (-gri) m. , ciaciaciadú (-dus) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit weidmann

42 Bildungen · 42 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von weidmann 2 Komponenten

weid+mann

weidmann setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

weidmann‑ als Erstglied (30 von 42)

weidmannsart

DWB

weidmann·sart

weidmannsart , f. stets in der formel auf weidmannsart Ch. v. Schmid 2, 137 ; Viebig kreuz im Venn 105 . —

weidmannsbrauch

DWB

weidmanns·brauch

weidmannsbrauch , m. zunächst in der formel nach weidmannsbrauch churf. Pfalz forst- und waldordnung (1709) 147; Fouqué zauberr. 3, 117 ; da…

weidmannschaft

DWB

weidmann·schaft

weidmannschaft , f. zuerst 1455: ain armbst ... das ... zu eur waidmanschaft fugsam wer privatbr. d. mittelalt. 1, 58 Steinhausen, lex. von …

weidmannsgeschick

DWB

weidmanns·geschick

weidmannsgeschick , n. : schlieszlich wurde die geschossene ricke mit dem erforderlichen weidmannsgeschick in einen rehbock umgewandelt Boss…

weidmannsheil

DWB

weidmann·sheil

weidmannsheil , n. der gangbare grusz unter jägern, von Kehrein weidmannsspr. 321 seit 1746 belegt, häufiger als glückauf: Döbel n. jägerpra…

weidmannslust

DWB

weidmanns·lust

weidmannslust , f. frohes thun des jägers: Holtei 8, 165 ; Rosegger 1, 11 , frohgefühl des jägers: Brehm thierl. 1, 615 . —