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walen

mhd. bis Dial. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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14 in 11 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

walen verb.

Bd. 27, Sp. 1216
walen, verb. wälzen, sich wälzen. ein wort, das jetzt nur mundartliche verbreitung hat, im älteren nhd. aber auch litterarisch vorkommt, schon ahd. vereinzelt walôn. 11) herkunft und verbreitung. 1@aa) walôn gehört zu der ungemein weit verbreiteten indogermanischen wurzel vel 'wälzen, drehen', die auch vielfach erweitert erscheint und deren bedeutung sich specialisiren kann (namentlich auf die bewegung des kalten oder heiszen wassers, ein gehen mit den füszen, eine thätigkeit mit den händen u. s. w. bezogen): skr. válati 'sich wenden, drehen', aslav. valiti 'wälzen', lit. vélti 'walken'. auf die einfache wurzel geht noch got. wulan 'sieden', ahd. walm 'hitze', ags. wielm 'wallung, von wasser oder feuer' zurück, sowie auch die unter dem zweiten wale (fem.) angeführten wörter mit der grundbedeutung 'gerundet', eig. 'gewälzt'. weiterbildung durch w zeigen got. walwjan 'wälzen', erweitert walwisôn 'sich wälzen', ags. wielwan 'wälzen', dazu lat. volvo, gr. ἐλύω 'winden, krümmen', εἰλύω 'wälzen, einwickeln'; weiterbildung durch d wälzen (s. d.). -ll- aus -ln- erscheint bei ahd. wellan 'wälzen', anord. vella 'wälzen, sieden', ahd. wella 'walze, walzenförmiges, woge', während ahd. wallan zunächst ausschlieszlich auf die bewegung von flüssigkeit (dann auch von andren dingen) bezogen wird; ferner stehen in der bedeutung ahd. willôn, wullôn 'ekel empfinden' (vgl. die gleiche bedeutungsentwicklung von 'wälzen' aus bei walgen). weiterbildung durch gutturale zeigen dann walgen und walken (s. diese wörter), von denen das zweite im deutschen überwiegend, wenn auch nicht ausschlieszlich, auf ein wälzendes, knetendes bearbeiten von stoffen eingeschränkt erscheint. 1@bb) das wort läszt sich aus dem ahd. nur einmal belegen: volitarent (linteamenta agente vento), walotin Steinmeyer-Sievers gl. 2, 748, 14; daran schlieszt sich das subst. walonti, manacio gl. 1, 38, 32 in Pa. (in gl. K. walondi). auch in einer quelle des 12. jahrh. (unten 2, b, β) kommt gewalot vor. sonst läszt sich das verbum aus dem älteren mhd. nicht belegen, erst vom 14. jahrh. an kommt es in alem.-schwäb. quellen häufig vor, während bair. und md. belege fehlen. auch im mnd. kommt sik walen vereinzelt vor Schiller-Lübben 5, 579, sowie im mndl. (Kilian 571 führt walen, waelen, wallen als 'mutare, vertere' und wallen, wellen als 'volvere, volutare' an). im 16. 17. jahrh. geben das wort alemannische wörterbücher an: evolvere, uszhin walen. Altenstaig nach Diefenbach gl. 213a; volvo, ich weltze, wale, wende umb. Dasypodius 263c; walen, volvere, rotare. 451c; walen, unden auf weltzen und trolen, subvolvere, volvere, circumvolvere. Maaler 483c; volvere, weltzen, trolen, wallen, rollen, umbtreiben. Dentzler 1, 886a; orbe volvi, se volvere, über und über kuglen, wallen. ebenda; wallen, weltzen, volvere, volutare. 2, 341b. auch Schönsleder prompt. Kk 4c verweist von walen auf weltzen. die andern wörterbücher kennen es nicht und erst Campe führt wieder walen aus dem schwäb. und aus dem nd. wallen für 'wälzen, rollen, walzen' an. litterarisch kommt das wort im 16. jahrh. bei Alemannen häufig vor, so haben es Paracelsus, Würtz, Forer, Heuszlin, Fischart, das schildbürgerbuch und noch Fel. Platter. einen vereinzelten beleg für wallen (diese schreibung gelegentlich auch im 15. 16. jahrh. und bei Dentzler) bietet noch Abr. a S. Clara, der das wort wol seiner heimischen, schwäbischen mundart verdankt. 1@cc) mundartlich lebt das wort jetzt vor allem im schwäb.-alem. gebiet, wo es theils transitiv als 'mit einer rolle platt machen', theils intransitiv (reflexiv) als 'sich wälzen' (z. b. von kindern, thieren) gebraucht wird. Stalder 2, 432. Tobler 438. Hunziker 285. Seiler 309. Martin-Lienhart 2, 811 (mit dem part. kwale). Schmid 515 (im part. auch mit spuren starker bildung, aufgewollen 'aufgedunsen'). Erbe 41. im bair. ist es nicht nachzuweisen, auch Schmeller2 2, 884 gibt es nicht aus der jetzigen sprache an, doch führt Unger-Khull 616a walen (part. gewollen) 'wälzen' als obersteirisch an; eine spur aus der Gottscheer sprache s. unten 2, a, β. im md. scheint es jetzt fast ganz durch die weiterbildungen (walgen, walzen u. s. w.) verdrängt, doch kennt es Schröer versuch 260 aus dem ungarischen bergland, es kommt auch im östlichen Mitteldeutschland in der bedeutung 'mit eiern spielen' noch vor (unten 2, a, β). verbreitet ist es in Niederdeutschland als 'wälzen': brem. wb. 5, 172 (wallen, auch wälen). ten Doornkaat Koolman 3, 500 (auch welen 533). Mi 104; auch in ndl. mundarten: Gallée 51. Molema 476 (woalen 'sich im gras herumwälzen von knaben und mädchen'); auch das seemännische walen (2, b, γ) beruht auf dem nd. mnd. walballen, walleballen Schiller-Lübben 5, 580, jetzt in verschiedenen formen verbreitet (oben sp. 1111), 'sich im bett herumwälzen, sich herumtreiben', ist vielleicht 'streckform' zu walen, mit einmischung von wallen. 22) gebrauch. walen bezeichnet wie wälzen ursprünglich das hin- und herbewegen eines gegenstandes unmittelbar über einem andern. diese grundbedeutung ist nach verschiedenen seiten hin erweitert worden. 2@aa) transitives walen. 2@a@aα) durch wälzen, rollen platt machen, z. b. den acker mit der walze bearbeiten. Martin-Lienhart 2, 811 (vgl.walbloch, walholz und wale, f.). ferner den teig mit der rolle auswälgern: diesen teig solt du folgends umb einen seyden oder leynen bendel wicklen und walen, auff einem zinnern teller, der etwas schmutzig seye. Fel. Würtz practica der wundartzney (Basel 1612) 202. so jetzt in vielen alem. und nd. mundarten (1, c). elsäss. auch (mit bewirkendem acc.) die kueche wale. Martin-Lienhart a. a. o. im nd. sagt man von jemand, der eine glatte haut hat: he is so schier, as wen he ūt dem dege wälet is. brem. wb. 5, 173. 2@a@bβ) wälzend fortbewegen, z. b. eine last: phalanga, eyn wale ... darauff man eyn last walet oder schaltet. phalangarius, eyn träger oder knecht der läste walet. Dasypodius 181d; die vierd walet ein block by dem kefyt .., darinn die atzel sasz. buch der beispiele 56, 18 Holland; Diogenes zu siner zyt ... hub an zu walen hin und her syn scherbat vas, als ob es wer isin und nit von härd gebrant, geschefftig gar mit siner hand. Weller dicht. des 16. jahrh. 111; der himmel bewegt sich gleich als ein uffrecht fasz, das man uffrecht besyts walet von eim ort zuo dem andern. Keisersberg Marie himelfart 5d. besonders holz walen: welcher in den obgemelten höltzern und wäldern holtzen wil, der sol die höltzer nütt lǎssen walen, sonder das gonten oder aber das schlaipfen ald aber zuorugg dannen füren. rechtsquellen des kantons St. Gallen 1, 2, 381, 33 (Toggenburg 1493) Gmür; dasselbige (bauholz) ... bringens mit heben, lupffen, schieben, treiben, stossen, trollen, rollen, wallen, schleiffen ... den berg hinauff. Schildbürger 38. etwas abweichend 'rollend werfen', z. b. eine kugel walen: wer kugel walt oder in dem bret spilt. Schmeller2 2, 884 aus einer handschr. daraus hat sich walen in absolutem gebrauch als 'mit der kugel spielen' (d) entwickelt. ferner eier walen, ein kindervergnügen zur osterzeit (vgl. das erste wale [fem.] 3 und walei) in md. gegenden, von Scherz-Oberlin 1928 aus Naumburg angegeben, ferner neues lausitzisches mag. 39, 189. Schröer versuch 260. vgl.walgen 2, a, ε. 2@bb) intransitives walen. 2@b@aα) 'sich wälzen', meist mit in verbunden: volutare, in pfuol wallen. Diefenbach gl. 628c; in dem bett umbhin walen, sich allenthalben dem bett hin strecken. Maaler 483c; du bist vormals mee gwalet im dreck, das möcht dir aber zhanden gon. Eckstein concilium 720 Scheible; ach weh, mein voller bauch thät vor nach bösem brauch in wollust umbher wahlen. Wackernagel kirchenl. 5, 1356, 25; schweiz. 's ross walet im boda n'omma 'wälzt sich auf dem boden herum'. Tobler 438; so aneinandergeklammert rollte und wälzte man sich (auf dem acker) herum und nannte dies walen. Strackerjahn aberglaube u. sagen aus Oldenburg 2, 78. allgemein 'sich drehen': 't wāld all mit mī in 't runde. ten Doornkaat Koolman 3, 500. 2@b@bβ) 'sich wälzend fortbewegen': mir ist getroumet, wie ain derbeʒ gierstins brot walete uʒ herrn Gedeons gezelt. Grieshaber predigten 2, 112; daʒ derbe girstin brot daʒ da ist gewalot in diu her. ebenda; henckend üch an das römisch rich, so gand üch zehand üwer sachen glücklich, und sehend eben recht ins spiel; es nieman weisst, wie die kugel walen wil. vorspiel zu Etter Heini 467; do man den (ehernen) ochsen uff den berg bracht, do hiesz der keyser, daʒ man den wirdigen edlen ritter darin stiesz und inn denn berg ab liesz wallen, houpt uber ars. deutsche volksbücher 321, 22 Bachmann-Singer; darumb so seind sie (die sterne) kugeln, die da für und für waltzen und walend, wie sie von der hand gottes geworffen werden. Paracelsus (1590) 8, 193. von menschen, wortspielend bei Fischart: Goten, Wandeln, Langparten, Nortmannen, Saracenen, Marckmannen, Wenden, Sclaven, Rugen, Walen, die untereinander gehurnauset, gewalet, gewandelt und gewendet haben. Garg. 27a (31 Alsleben). Hebel erweitert den gebrauch des alem. wale, indem er es wie schriftd. wallen gebraucht: wie ne luftig gwülch am morgehimel im frühlig schwebts (das tuch) der uf der brust, und stigt und fallt mittem othem, wahlt der über d' achsle, und fallt in prächtige zipfle übere rucken abe. alem. ged. 20 Behaghel (die wiese 112); 's morgeliecht es rieslet still in d' nacht, und endlich wahlt's in goldne strömen über berg und thal. 84 (der wächter in d. mitternacht 98). 2@b@gγ) in der seemannssprache wird walen von einem schiff gebraucht, das nicht vorwärts kommt, sondern sich um seine längsachse dreht, schlingert; ebenso von der kompasznadel, wenn sie ihre magnetische kraft verloren hat und hin und her schwankt. Bobrik 716a (auch wallen). Stenzel 455b. so auch ndl. walen. 2@cc) reflexives walen 'sich wälzen', meist mit örtlicher bestimmung: volutabrum, eyn ort da man weltzen mag, da sich die schwein walen. Dasypodius 264a; wenne och unser herr der abbas seinen atze wil nemen ... so sol der marschalk varen mit den pherden über wunne und über weide, wie sich die pherde walent, das sol er bessern. Alsatia diplomatica nr. 980 (1339); sumerzyts walet er sich im sand am meer. Diogenes (Zürich 1550) B 5a; die fasanen verdärbend von den leusen, wo sy sich nit im staub walend. Gesners vogelbuch v. Heuszlin 52a; so sich die hennen über ir gewonheit im sand walend, so ist disz ein zeichen eines groszen rägens. 94b; so er (der vogel) auszgespaciert hat, walet er sich im staub und badet. 191a; so der bär nahend bey der hülin ist, walet er sich dareyn, damit der jäger sein gspor nit finde. Forer thierb. 16a; so ein rosz die würm bekompt, welches angezeigt wirdt, so es sich mit schmertzen offt wallet, den kopff zuo dem bauch schlacht, den schwantz vil hin und wider wirfft. 136a. von menschen: wo der kranck sich wallet tauber weisz auf dem boden, so ist nichts dann der tod zu erwarten. 89b. jetzt namentlich von kindern oder als ausdruck der lustigkeit: elsäss. er het si gwalt vor lache. Martin-Lienhart 2, 811. übertragen: sich in der huorey walen, gar unverschampt ein huorer seyn. Maaler 483c. verstärkt mit um: do diene selle diese briefe annegesach, do wart si gar fro ... und spranc fon freuden under diese briefe und walthe sich umbe und umbe in diesen briefen. Rulmann Merswin 127 Schmidt; die tesch walet sich umb eins uber das ander, bisz sie widerumb heim kam. Pauli schimpf u. ernst 109 Österley; de jungens un wichter walen sük in 't hei herum. ten Doornkaat Koolman 3, 500. 2@dd) von dem transitiven gebrauch aus hat sich walen (verdeutlicht: mit der kugel walen) festgesetzt als bezeichnung eines spieles, das im 14. 15. jahrh. in alem.-schwäb. gegenden sehr üblich gewesen sein musz; es kam dabei darauf an eine kugel durch einen ring rollen zu lassen (vgl.walgen 2, a, ε). der ausdruck kommt häufig in rechtlichen bestimmungen, zusammen mit andren spielen, vor: die vorgenant zunft hat die freiheit von dem gotzhus das si denselben tag mügent leben wi si wellent, mit spilen, mit walen und mit anderer kurtzewile. Alsatia diplom. nr. 1980 (2, 165) (Münster 1339); nieman sol walen noch spilen in denheinen weg uf der stuben noch in dem begriffe von der grossen vastnaht untze vierzehen tage noch ostern. urkundenbuch der stadt Straszburg 5, 430 (1360) Witte u. Wolfram; man (soll) ouch die messe usse nyergent anderwo kein spil halten dann in demselben huse des Heissen Steines; doch mag man in garten oder sust an andern enden wol walen, im brette spilen, karten und schochzabels und sust kein ander spil tuon. Straszburger zunftordnungen 343 Brucker; darumb so habent die herren gerotslaget, das hinnanfürder niemand von unsern burgern ... deheinerleye würfelspiele, hohe oder nyder, das den pfennig geschaden mag, nit triben noch spielen söllent; doch schochzabel, brettspiele, walen und karten mag man wol tuon. 470; walen ... und kegeln. 471; das man nun hinanfurme keinerley spyl, domitte man pfening gewynnen oder verlieren magk, ... tuon sol, uszgesat schoffzabel, schiessen, walen, kuwel werffen, kegeln und bal slahen. Schlettstadter stadtrechte 1, 352 (1460) Gény; es sol ovch in dem geriht nieman spilan oder karten ... aber bovszsan und walan und bretspiel ald schauchzebel und schiessen mit dem armbrost ist usgelassen. Alemannia 5, 226, 26 (stadtbuch v. Schaffhausen, 14. jahrh.); das nieman einkein spil nicht mehr triben noch tuon sol ... ussgelassen brettspil und bossen und mit der kugeln walen ungevarlich umb ein ürten. Zürcher stadtbücher 2, 261 Zeller-Werdmüller (1418); wer ouch der ist die hie zu Memmingen in sinem hus und gemach wissenklich spilen, walen. karten ... tuon lät. Birlinger schwäb.-Augsburg. wb. 425 aus dem Memminger stadtrecht; wer walet oder spilt, singet oder sprichet, dem man sin hopt zerbrichet, hört man ettlichen clagen. liedersaal 3, 422 (v. 44); wie sie tuond baitzen und mit hunden jagen, darzu walen und spilen. des teufels netz 4027 variante; darzuo lat er unfuor in sinem hus triben mit mannen und mit wiben, schelten und sweren und die hailigen enteren mit toban, walan und spilan. 12795; nieman die zuovelle alle kan gezalen, luoderige, sweren, schelten, spilen uud walen ged. vom jüngsten gericht bei Schmidt elsäss. wb. 411. 2@ee) in zusammensetzungen verändert sich mitunter die bedeutung des verbums, so in schwäb. aufgewollen 'aufgedunsen' Schmid 515, das aber vielleicht zu wallen I gehört. ferner zusammenwalen 'zusammenballen' (vgl.wallen I, B, 6, zusammenwallen 'coagulare', an das aber bei den folgenden belegen wegen des transitiven und reflexiven gebrauchs nicht gedacht werden darf): setzet ein pfannen mit wasser übers fewr, und mit dem teig darein. mit nichten aber wolt es sich schicken, es wolt sich eben gar nit zusammen wallen, das kchlin daraus wurden. Schildbürger 50; in einem winter formiert ich ausz schnee zesamen gewalt ein bachofen im garten. Fel. Platter 138 Boos; eine wolcken ist nichts anders, als ein dunst .., welchen die sonne, wie auch andere gestirn, in die höhe ziehen, allwo er von der kälte in etwas zusammen gewallt wird. Abr. a S. Clara huy u. pfuy (1725) 43. hierzu aus Gottschee geballt (b aus w) 'gewickelt, geringelt'. Frommann 6, 521, 6.
15358 Zeichen · 320 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    walen

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    walen s. waln.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    walensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    walen , sw. V. nhd. „walen“, wälzen, wühlen Hw.: vgl. mhd. walen E.: s. mhd. walen, sw. V., „walen“, wälzen, rollen, sic…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Walenv., trs

    Campe (1807–1813) · +3 Parallelbelege

    2. † Walen , v. trs . wälzen; im Schwäbischen noch gebräuchlich. Davon sind walgen, walgern, wälgern Veröfterungs= und V…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Walen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Walen , bei den germanischen Stämmen ursprünglich die Kelten, dann (auch Welsche) die Völker romanischer Zunge, vor alle…

  5. modern
    Dialekt
    walen

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    wale n [wâlə fast allg.; wôlə Bisch. Geisp. K. Ingenh. ; Part. kwâlə O. Betschd. , kəwâlə Str. , kəwôlə K. Z. , aber auc…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit walen

21 Bildungen · 5 Erstglied · 12 Zweitglied · 4 Ableitungen

walen‑ als Erstglied (5 von 5)

walenbirne

DWB

walen·birne

walenbirne , f. eine wol aus dem auslande eingeführte birnenart: sonst hat man auch ... kirchbyren, winterbyren, lenhartsbyren, schiffersbyr…

walendistel

DWB

walen·distel

walendistel , f. die feldmannstreu, eryngium campestre L. das wort ist aus walende ' sich wälzende ' distel entstanden ( vgl. ' sie heiszt a…

waleneⁿ

Idiotikon

waleneⁿ Band 15, Spalte 1156 waleneⁿ 15,1156

walen II

RhWB

walen II -ā:- = walten (s. d.).

Walensee

Meyers

walen·see

Walensee ( Wallenstadter See, mißbräuchlich Wallensee ), ein großartig eingerahmtes Seebecken der Schweiz, nimmt ein tiefgefurchtes Voralpen…

walen als Zweitglied (12 von 12)

enttwalen

KöblerMhd

ent·twalen

enttwalen , sw. V. nhd. zögern E.: ahd. inttwalōn* 2, intwalōn*, sw. V. (2), zögern, ausbleiben, zurückhalten; s. int, twalōn W.: nhd. DW2-

entwâlen

Lexer

ent·walen

en-twâlen swv. BMZ sich aufhalten, verziehen, zögern Trist. U. Ms. Reinh. Lucrêtiâ intwâlit niht mêre Kchr. 4746 (entwælte D. 145,11, s. ent…

fastwalen

MeckWBN

fast·walen

Wossidia fastwalen refl. sich festwälzen, so daß man nicht mehr hochkommt: de Pir hadden sick fastwaalt Ro Rostock@Ribnitz Ribn ; dei hett s…

rinwalen

MeckWBN

rin·walen

Wossidia rinwalen hineinwälzen; refl.: de Jung' waalt sick nah 'n Water rin Ro Rostock@Ribnitz Ribn .

rümwalen

MeckWBN

ruem·walen

Wossidia rümwalen refl. sich herumwälzen: Seem. Leb. 30; intrans.: up den Kanapee rümwalen Pa Parchim@Dobbertin Dobb .

runwalen

MeckWBN

run·walen

Wossidia runwalen hinabwälzen: ein Pierd hett sick runnerwaalt (vom Dachboden, bei Hochwasser) Ha Hagenow@Besitz Bes .

vertwâlen

Lexer

vert·walen

ver-twâlen swv. BMZ intr. aberrare, errare Dfg. 2 b . 208 c ( Er. 784 ist mit der 2. ausg. vervâlte zu lesen ); zurückbleiben, von kräften k…

verwalen

KöblerMhd

ver·walen

verwalen , sw. V. nhd. beim Kegeln verspielen E.: s. ver…, walen W.: nhd. DW- L.: Lexer 284c (verwaln), LexerHW 3, 293 (verwaln)

vordwālen

MNWB

vord·walen

vordwālen , vordwēlen , stv. ( Prät. vordwôl; Part. prät. vordwōlen -dwālen), swv. , verirren, abirren, bes. im übertr. Sinne: auf unrechtem…

zesamenwalen

Idiotikon

zesamenwalen Band 15, Spalte 1156 zesamenwalen 15,1156

ūtdwalen

KöblerMnd

ūtdwalen , sw. V. Vw.: s. ūtdwālen*

Ableitungen von walen (4 von 4)

entwâlen

Lexer

en-twâlen swv. BMZ sich aufhalten, verziehen, zögern Trist. U. Ms. Reinh. Lucrêtiâ intwâlit niht mêre Kchr. 4746 (entwælte D. 145,11, s. ent…

verwalen

KöblerMhd

verwalen , sw. V. nhd. beim Kegeln verspielen E.: s. ver…, walen W.: nhd. DW- L.: Lexer 284c (verwaln), LexerHW 3, 293 (verwaln)

walêne

Lexer

walêne f. balaena. sîn zeichen was diu serêne: niden ein walêne oben wîbes bilde Apoll. 488 Goth. hs.

zerwalen

Idiotikon

zerwalen Band 15, Spalte 1156 zerwalen 15,1156

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „walen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/walen/dwb?formid=W04638
MLA
Cotta, Marcel. „walen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/walen/dwb?formid=W04638. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „walen". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/walen/dwb?formid=W04638.
BibTeX
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