Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
verstummen
verstummen
stumm Adj. ‘(physisch oder psychisch) unfähig zu sprechen, sprachlos’. Das nur im Dt. und Nl. bezeugte Adjektiv ahd. (um 800), mhd. mnd. stum (Genitiv stummes), asächs. stumm, mnl. nl. stom, afries. stum, daneben, in Anlehnung an die unter dumm (s. d.) genannten Formen mit labialem Verschlußlaut, mhd. stump, mnl. stomp steht im Ablaut zu den unter stammeln und stemmen (s. d.) angeführten Verben und kann wie diese auf die Wurzel ie. *stem- ‘stoßen, anstoßen, stottern, stammeln, hemmen’ zurückgeführt werden. Als Ausgangsbedeutung ist ‘im Sprechen gehemmt’ anzunehmen. stumm verdrängt dumm in dessen älterer Bedeutung ‘stumm’. – Stummheit f. ‘Zustand des Stummseins’ (15. Jh.); vgl. mhd. stumme, stumbe m. (noch im 18. Jh. auch f.) und stummede f. verstummen Vb. ‘stumm, still werden’, mhd. verstummen, verstumben.