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verdenken

mhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
15 in 15 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
Verweise rein
26
Verweise raus
22

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

verdenken

verdenken

denken Vb. ‘geistig arbeiten, überlegen’, ahd. thenken (8. Jh.), mhd. mnd. mnl. nl. denken, asächs. thenkian, afries. thanka, aengl. þencan, engl. to think, anord. þekkja (‘wahrnehmen, erkennen’), aschwed. þækkia, got. þagkjan. Das germ. jan-Verb (germ. *þankjan) steht als Kausativum im Ablaut (wie Dank, Gedanke, s. d.) zu einem Verb, das sich in dünken (s. d.) fortsetzt. Es findet eine sichere außergerm. Entsprechung in lat. tongēre ‘kennen, wissen’ und kann mit diesem auf eine Wurzelform ie. *teng-, *tong- ‘denken, fühlen’ zurückgeführt werden. Das Prät. dachte und das Part. Prät. gedacht (beide mit Kürzung des Stammvokals) sind durch Ausfall von -n- und Ersatzdehnung entstanden (ahd. thāhta, githāht, mhd. dāhte, gedāht, aus germ. *þanht-). – gedenken Vb. ‘an jmdn., etw. zurückdenken, sich erinnern, beabsichtigen’, ahd. githenken ‘an etw. denken’ (um 800), mhd. gedenken, auch ‘ausdenken, bestimmen, eingedenk sein, sich erinnern’, heute besonders einer Sache, eines Menschen gedenken sowie gedenken, etw. zu tun. nachdenken Vb. ‘eine Sache gründlich durchdenken, überlegen, erwägen’, (selten) ‘etw. in Gedanken nachvollziehen’ (15. Jh.); vgl. mhd. denken nāch ‘mit Gedanken nachfolgen, zurückdenken an’; nachdenklich Adj. ‘zu Überlegungen neigend, in Gedanken versunken, zum Nachdenken anregend’ (Mitte 17. Jh.). verdenken Vb. ‘übelnehmen, verübeln, verargen’ (meist verneint und in Verbindung mit können), ahd. firthenken ‘verachten, geringschätzen’ (8. Jh.), mhd. verdenken ‘(zu Ende) denken, erwägen, sich erinnern, Übles von jmdm. denken, jmdn. in Verdacht haben, verargen’ (s. Verdacht). Denker m. ‘Philosoph’ (1. Hälfte 18. Jh. nach engl. thinker); vgl. vereinzeltes ahd. thenkāri (11. Jh.). Denkzettel m. ‘Merkzettel als Gedächtnishilfe’, übertragen ‘eindringliche Lehre in Form eines Verweises, einer Bestrafung’ (16. Jh.), vgl. rechtssprachliches mnd. denksed(d)del, -cēdel ‘Urkunde, Vorladung, Merkblatt’. Frühnhd. auch Gedenkzedele, -zettul (16. Jh.). S. 2Zettel.
1989 Zeichen · 83 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    verdenkenan. v.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    ver-denken an. v. BMZ abs. denken, sich erinnern. lenger dan iemantz verd. mag Chr. 10,233 anm. 4 ( 1457 ) ; tr. mit acc…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Verdênken

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Verdênken , verb. irregul. act. S. Adelung Denken , welches ehedem in verschiedenen Bedeutungen üblich war. 1. * Mit sei…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    verdenken

    Goethe-Wörterbuch

    verdenken [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    verdenken

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    verdenken Band 3, Spalte 3,1547f.

  5. Sprichwörter
    Verdenken

    Wander (Sprichwörter)

    Verdenken 1. Es ist keinem zu verdenken, der bezahlt sein will. – Pistor., II, 87; Simrock, 1070. 2. Fur dich, fur dich,…

  6. Spezial
    verdenken

    Russ.-Dt. Übers. (de-ru)

    verdenken das kann man ihm nicht verdenken / das kann man ihm nicht verübeln - его можно понять; его реакция вполне объя…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit verdenken

1 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von verdenken

ver- + denken

verdenken leitet sich vom Lemma denken ab mit Präfix ver-.

Zerlegung von verdenken 2 Komponenten

verden+ken

verdenken setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

verdenken als Zweitglied (1 von 1)

ȫverdenken

MNWB

oever·denken

ȫverdenken , ōver- (aver-) , stv. (Imp. -denke, -denket; Ind. Prät. -dachte, -dachten, Konj. Prät. -dechte, -dechten; Part. Prät. -[ge]dacht…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „verdenken". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/verdenken/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „verdenken". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/verdenken/pfeifer_etym. Abgerufen 13. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „verdenken". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/verdenken/pfeifer_etym.
BibTeX
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