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¹unse

mhd. bis mnd. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MNWB
Anchors
9 in 5 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

¹unse pron.

Bd. 3-2, Sp. 670
1unse ûse (vorwiegend bremisch, ostfäl.), pron. poss. (Sg.: Nom. m., f., n. unse, ûse, m. [selten auch:] unser, ûs, Gen. m., n. unses, ûses, f. unser, ûser, Dat. m., n. unsem(e), ûsem(e), [synkopiert:] unsme, [selten:] unsim, Akk. m. unsen, unsin, ûsen, f., n. unse, ûse; Pl.: Nom./Akk. alle Genera unse, ûse, Gen. m., f., n. unser, ûser, m. [selten:] unsir, Dat. m., f., n. unsen, ûsen, Akk. m., f., n. unse, ûse): unser. — 1. (Zugehörigkeit anzeigend; ethnisch, genealog.:) „he hefft vn'se volk leff” (Buxteh. Ev. Luc. 7, 5), „do unse vorderen her to lande quamen” (Ssp. 1, III 42 § 3), „Vnse vaderen de hebben gesundiget ... vor gode” (Lüb. Hist. 156), (sozial:) „[dre] van vnßen hoffgesinde” (Danske Rimkrønike 3, 65), (polit.:) „binnen user stat to Hamelen” (Ub. Hameln 1, 122), „Unse borgere ... kemen to hus” (Oldecop 628), „he hefft veruolghet vnse vyende” (Lüb. Hist. 18), (institutionell:) „so wert he delhaftich user kumpanie” (Ub. Goslar 2, 309), „dar he umme vervestet wert in unsem gherichte” (Gosl. StR ed. Ebel 77), „to deme altare up useme rathuse” (Ub. Quedlinbg. 1, 122), „bringen an ju alse an unse gekoren schedeslude” (Ub. Hameln 2, 362), „al de patronen in unser kerken” (Lüb. Tot. 66), (kulturell:) „desülven [Bibelverse] in vnse Sassische Sprake gebröcht” (Zs. Lüb. Gesch. 2, 349), „We Romere hebbet an unseme rechte, dat we unser viende kindere nicht ne solen dot slan” (Sächs. Wchr. 118), (relig.:) „In dem ewangelio sprack unse here” (Narrenschyp 171), „use leve Vruwe sunte Maria” (Nd. Jb. 2, 28), „van dem gehete vnde bode vnses heren Ihesu Christi” (Birgitta 2), (familiär:) „use nakomelinghe in useme slote to brakele” (Wigands Arch. 5, 164), „vnse wijue vnde vnse kyndere de syn gevangen” (Lüb. Hist. 156), „wi weten dat he vnse sone is” (Buxteh. Ev. Joh. 9, 20), [](biographisch:) „na unser Dode” (Kindlinger Münst. Beitr. 3, 472), (körperlich:) „it is wunderlik in vnsen ogen” (Buxteh. Ev. Marc. 12, 11), „eroͤueringe eines dinges / dat vth vnser handt was gekamen” (Chytr. 176), (bildl.:) „vnde kere vnse herte tho dy” (Lüb. Hist. 91), (mental:) „mit useme willen” (Ub. Hameln 1, 122), „vnse begeer is teghen Saule” (Lüb. Hist. 67), „vnde is vor vs ghescen na vser volbord vnde wolbehaghe” (Meckl. Ub. 13, 311), (zeitlich:) „Wo hefstu dy nu by unsen dagen” (Narrenschyp 37); — (formelh. im Briefanfang:) „Unsin fruntliken grot thovorn” (Ub. Goslar 5, 413); — (substantiv.:) de unsen/ûsen die Unsrigen, „Ok woͤrden doͤ vele ratmanne ... van den vsen doͤd gheslaghen” (Chr. d. d. St. 36, 17), „dat wert dat leste gekretze vnde geroͤpe syn / dat he [de Toͤrcke] mit den vnseren vnde de vnseren mit em hebben werden” (Nic. Gryse Laienbibel 1 Ii 5v). 2. (Besitz oder Zubehör anzeigend:) „so hebbe wy unse Segel ... an disse Bref gehangen” (Kindlinger Münst. Beitr. 3, 457), „Screven under unsim secrete, des sonnavendes vor Vocem Jucunditatis” (Lüb. Urt. 4, 7), „So mod unse schyp breken unde schoren” (Narrenschyp 213), „went he maket, beheldet vnde weder-bringet al vse gud” (Aegid. Rom. 47), (Worte König Phillips:) „Id konde sik ok begeven, dat ik ... unse erflande besoken moste” (Oldecop 630); — (substantiv.:) dat unse/ûse das Unsrige, „Eyn de rêp: Me lange uns dat ûse!” (Köker ed. Cordes 8). 3. (Tätigkeit anzeigend:) „[de water] stauwen ... so dat wii an unsem molenwarke vorhindert werdet” (Ub. Hameln 2, 363), „leue here hore vnse gebeth” (Lüb. Hist. 91).
3502 Zeichen · 127 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    unse

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    uns , unse s. unser;

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    unsePoss.-Pron.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    unse , Poss.-Pron. nhd. unser Vw.: s. vāder- Hw.: vgl. mhd. unser (1) Q.: SSp (1221-1224), Urk E.: as. ūsa 58, ūse, Poss…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit unse

193 Bildungen · 179 Erstglied · 14 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von unse

un- + se

unse leitet sich vom Lemma se ab mit Präfix un-.

unse‑ als Erstglied (30 von 179)

Unseburg

Meyers

unse·burg

Unseburg , Dorf im preuß. Regbez. Magdeburg, Kreis Wanzleben, an der Bode und der Staatsbahnlinie Etgersleben-Förderstedt, hat eine evangeli…

unsechlich

KöblerMnd

unsechlich , Adj. Vw.: s. unseggelīk*

unsechlīk

KöblerMnd

unsechlīk , Adj. Vw.: s. unseggelīk*

unsēde

MNWB

unsēde ( unzede ), f. ( Dat. Pl. -n ) : Unsitte, üble Sitte, „ Wan se syk an sodanen unseden [ dantzen leren ] prysen, Gode se hoen unde las…

unsedelik

KöblerMnd

unsedelik , Adj. Vw.: s. unsēdelīk

unseelhaft

DWB

unseelhaft , unseelisch inanimatus Fischart ehzuchtb. 300, 32 H.; Parac. 2, 14 B; veraltet. —

unseemännisch

DWB

unse·e·maennisch

unseemännisch , adj. , gth. v. seemännisch: Hoyer-Kreuter 1, 792 ; Alten handbuch f. heer u. flotte 2, 403 . —

Unsegelbar

Campe

Unsegelbar , adj . u. adv . nicht segelbar, nicht besegelt werden könnend. Davon die — keit .

unsegelich

FindeB

unsege·lich

unsegelich adj. PsM. LBarl. DvAStaff. KvHelmsd. Tauler WernhMl. unsaglich Seuse

unsēgelichêⁱt

MNWB

unsegelich·eit

(unsēgelichêⁱt) , ° unsichlichê(i)t , f. : Unbesiegbarkeit , „ DE coninck der byen heuet gheine angel. nochtant is he ghewapent mit moghenth…

unsegelīche

KöblerMhd

uns·egelīche

unsegelīche , Adj. nhd. unsäglich, unbeschreibbar, unaussprechlich Hw.: vgl. mnl. onseggelike E.: s. un, segelīche W.: nhd. unsäglich, Adv.,…

unsegelīchen

KöblerMhd

unsege·līchen

unsegelīchen , Adv. nhd. unsäglich, unbeschreibbar, unaussprechlich ÜG.: lat. ineffabiliter PsM Q.: PsM (vor 1190), SGPr, KvHelmsd, Seuse, W…

unsegen

DWB

unse·gen

unsegen , m. , ohne plur., im a. gth. v. segen. mnl. onsegen malum, infortunium; nl. onzegen. vgl. miszsegen Kramer (1702) 2, 736 b , fluch,…

unseggbor

MeckWB

unseggbor unsagbar: dor kann 'n unseggbor trurig œwer warden Ro Ribn ; ungesagt: dat möt ick unseggbor laten Wa.

unseggelich

KöblerMnd

unseggelich , Adj. Vw.: s. unseggelīk*

unseggelik

KöblerMnd

unseggelik , Adj. Vw.: s. unseggelīk*

unseggelīk

KöblerMnd

unseggelīk , Adj. nhd. unsäglich, unsagbar, unaussprechlich ÜG.: lat. indicibilis Gl Hw.: vgl. mhd. unsegelich, mnl. onseggelijc Q.: Gl I.: …

unseghelick

KöblerMnd

unseghelick , Adj. Vw.: s. unseggelīk*

unseglian

KöblerAe

unse·glian

unseglian , sw. V. (2) nhd. entsiegeln E.: z. T. Lw. lat. sigillāre E.: s. un-, *seglian (1) L.: Hh 288

unseglīche

KöblerMhd

unseglīche , Adv. Vw.: s. unsegelīche

unse als Zweitglied (14 von 14)

aberunse?

KöblerMhd

aber·unse

aberunse? , st. F., sw. F. nhd. Abfluss Hw.: s. aberuns Q.: Lucid (1190-1195) E.: s. abe, runse W.: nhd. DW2- L.: MWB 1, 53 (aberun[s]) Son.…

aherunse

KöblerMhd

ahe·runse

aherunse , st. F. nhd. Wasserlauf, Flussbett Hw.: s. aherunst Q.: Urk (1294) E.: s. ahe, runse W.: nhd. DW2- L.: Lexer 2c (aherunst)

bachrunse

KöblerMhd

bach·runse

bachrunse , sw. M., sw. F. nhd. Bach, Rinnsal Q.: Urk (1298) E.: s. bach, runse W.: nhd. DW- L.: WMU (bachruns 3004 [1298] 1 Bel.)

brunse

MWB

brunse stF. → brunst MWB 1 1052,55;

gerunse

KöblerMhd

ger·unse

gerunse , st. N. nhd. Strom, fließendes Gewässer Q.: Virg (2. Hälfte 13. Jh.) E.: s. runs W.: nhd. DW- L.: Lexer 64b (gerunse), MWB 2, 522 (…

glunse

DWB

glunse , m., f. , funke, in südlichen teilen Schwabens ( auch als deminutiv glünslein, n. ) und besonders in der Schweiz allgemein üblich al…

Klunse

Adelung

Die Klunse , S. Adelung Klinse .

mülrunse

KöblerMhd

mülrunse , sw. F. nhd. Mühlbach, Mühlgraben Hw.: s. mülruns E.: s. mül, runse

stunse

KöblerMnd

stunse , Sb. Vw.: s. stuns

vāderunse

KöblerMnd

vāderunse , N. nhd. Vaterunser ÜG.: lat. paternoster I.: Lüs. lat. paternoster E.: s. vāder, unse W.: s. nhd. Vaterunser, N., Vaterunser, Pa…

wazzerrunse

KöblerMhd

wazzer·runse

wazzerrunse , st. F., sw. F. nhd. „Wasserrunse“, Bach, Wasserlauf, Wassergraben, Wasserleitung, Bewässerungsrecht Hw.: s. wazzerruns, wazzer…

ūfrunse

KöblerMhd

ūfrunse , st. F. nhd. Aufgang E.: s. ūfrunst W.: nhd. DW- L.: LexerHW 2, 1715 (ûfrunse), Benecke/Müller/Zarncke II/1, 722a (ûfrunse)