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glunse

mhd. bis nhd. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

glunse m., f.

Bd. 8, Sp. 474
glunse, m., f., funke, in südlichen teilen Schwabens (auch als deminutiv glünslein, n.) und besonders in der Schweiz allgemein üblich als glusse, glüsse, glouse u. s. w. mit lautgesetzlichem schwund des n (nicht im Elsasz), s. Fischer 3, 719; Staub-Tobler 2, 629; zum lautlichen s. Berger die laute der maa. des St. Galler Rheintales 149; Vetsch Appenzeller ma. 107; Enderlin ma. von Kesswil 64; A. Weber ma. des Züricher Oberlandes 74; regelmäszig in den historischen wbb. dieses gebietes. in der Schweiz wie in Schwaben vereinzelt auch glumse wie glumsen (s. d.). von Fischer wird glunse, glunsen als ablautend mit glans, glins betrachtet. wahrscheinlicher aber wird oben sp. 122 glinsen als nasalierte form von ghleis- angesehen, entsprechend ist gluns- nasalierte form von ghlus- in ir. gluss 'licht', aisl. glys 'glanz', s. Walde-Pok. 1, 627: favilla äschen, darinn das fheur vertrochen ist, erlöschner gneist, glunsen Frisius dict. (1556) 548b; scintilla ein geneist, fünckle, gluns 1187a; dazu als deminutiv: scintillula geneistle, fünckle, glunszle 1187a; aus ihm entlehnt von Maaler 186d und Junius (1567) 271a; favilla glüende äschen, glunsen Th. Golius onomasticon (1579) 324 (in der niederdeutschen bearbeitung durch Chyträus nur: amer, glöych asche); scintilla ein funcken, geneist, gluns Decimator thesaurus (1608) 1193; scintilla, favilla glünsen Dentzler clavis (1716) 137b; scintilla, ferri strictura ... glunsen, funcken; favilla glunsen unter der asch Aler dict. (1727) 1, 962a: wo nun ein kleiner glunsen ist des gloubens H. Bullinger (1561) nach Staub-Tobler 2, 629; gleicher gestalt wie von einem kleinen glunsen, so man in nit auslöschet, ein grosz fheur ... aufgehet Lucas Zoleckhofer vilvaltig beschreibung (Basel 1564) 98; thue bucsz in den glunsen und äschen J. Lorichius von d. weltlichen eitelkeit verachtung (1586) 332; weitere belege bei Staub-Tobler 2, 629.
1927 Zeichen · 38 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    glunseswf.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    glunse swf. BMZ favilla, scintilla Dfg. 227 a . 518 c . aus glumse zu glimmen s. Schm. Fr. 1,974. Stald. 1,456 ;

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    glunsem., f.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    glunse , m., f. , funke, in südlichen teilen Schwabens ( auch als deminutiv glünslein, n. ) und besonders in der Schweiz…

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APA
Cotta, M. (2026). „glunse". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/glunse/dwb?formid=G21052
MLA
Cotta, Marcel. „glunse". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/glunse/dwb?formid=G21052. Abgerufen 11. May 2026.
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Cotta, Marcel. „glunse". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/glunse/dwb?formid=G21052.
BibTeX
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