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Unglücklich

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Wander
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11 in 11 Wb.
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Unglücklich

Bd. 4, Sp. 1460
Unglücklich 1. Es ist nicht jeder so unglücklich als er meint. Holl.: Men is zelden zoo ongelukkig, als men zich verbeeldt. (Harrebomée, II, 136b.) 2. Unglücklich im Spiel, glücklich in der Liebe. Holl.: Ongelukkig in het spel, gelukkig in de liefde. (Harrebomée, II, 287a.) 3. Machen Sie mich nicht unglücklich, ich bin eine arme Bürgerstochter aus der Zapfengasse. (Hirschberg.) Ist in Hirschberg eine gewöhnliche Redensart, die gebraucht wird, wenn jemand eine ungehörige Forderung an eine Person richtet. So viel ich vernommen, ist sie daher entstanden, dass einst ein Mann von Ansehen einem Mädchen ungebührliche Dinge zumuthete, das aber endlich in das Ansinnen willigte, jedoch mit der angeführten Redensart bat, sie vor den mislichen und ihrer äussern Ehre (gutem Ruf) nachtheiligen Folgen möglichst zu schützen. Ich habe die Redensart z.B. von Hausfrauen im Scherz anwenden hören, denen der Mann, wenn die Küche eben gar nicht darauf vorbereitet war, plötzlich Gäste zuführte. 4. Nun sin eck doch so unglücklick oss 'n Worm am Tune. (Lippe.) D.h. sehr unglücklich, weil mir dies begegnet, dies Uebel mich betroffen hat, fühle ich mich so unglücklich, wie ein Wurm am Zaun. 5. So unglücklich wie ein Maulesel vom Einfischthal. (Wallis.) Unglücklich wie Patkul: Nieszczęśliwy jah Patkul, Joh. Reinh. Patkul wollte sein Vaterland von der schwedischen Herrschaft befreien und wandte sich zuerst an August von Polen und später an Peter den Grossen von Russland, unter dem er von Karl XII. von Schweden gefangen genommen, gerädert und dann geviertheilt wurde. (Vgl. Vseslovanské pocátocni cteni, I, 82.) Da in dem walliser Einfischthale die Sitte herrscht, den Nachlass des Vaters zu gleichen Theilen unter die Kinder zu vertheilen, der Vater aber nicht selten mehr Kinder als Maalesel hinterlässt; so ist das Los eines solchen Geschöpfes, aus dem jeder Erbe den möglichst grössten Nutzen ziehen will, nicht beneidenswerth. (Vgl. den Aufsatz über das Einfischthal in der Zeitschrift Natur, 1856, S. 422.) 6. Der ist unglücklich zu jeder Frist, wer nicht gern zu Hause ist. – Devisenbuch, 237.
2113 Zeichen · 40 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Unglücklich

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Unglücklich , -er, -ste, adj. et adv. Unglück habend, in dem Unglücke gegründet, im Gegensatze des glücklich, dessen säm…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    unglücklich

    Goethe-Wörterbuch

    unglücklich [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    unglücklich

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    unglücklich 1. wie im Hd. 2. Unglück bringend: de unglücklichst Stunn' in de Nacht die Stunde nach Mitternacht Wa GGiev …

  4. Sprichwörter
    Unglücklich

    Wander (Sprichwörter)

    Unglücklich 1. Es ist nicht jeder so unglücklich als er meint. Holl. : Men is zelden zoo ongelukkig, als men zich verbee…

  5. Spezial
    unglücklich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    un|glück|lich adj. desfortuné (-ná, -nada), desgrazié (-iá, -iada).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ungluecklich

6 Bildungen · 4 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von ungluecklich 3 Analysen

un- + gluecklich

ungluecklich leitet sich vom Lemma gluecklich ab mit Präfix un-.

Alternativen: un-+glueck+-lich unglueck+-lich

ungluecklich‑ als Erstglied (4 von 4)

Unglücklicher

Wander

Unglücklicher 1. Den Unglücklichen soll man nicht schelten. Lat. : Crudelis est in re adversa, objurgatio. ( Philippi, I, 99. ) 2. Der Unglü…

unglücklichkeit

DWB

ungluecklich·keit

unglücklichkeit , f. , gth. der glücklichkeit. unglucklichkeit infortunium Diefenbach gl. 297 c ; vgl. unglücksame, f. selten: das landgraff…

ungluecklich als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von ungluecklich (1 von 1)

Unglückliche

GWB

Unglückliche [bisher nicht publizierter Wortartikel]