lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

unglücklich

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
11 in 11 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
Verweise rein
15
Verweise raus
16

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

unglücklich

unglücklich

Glück n. ‘zufälliges, überraschendes Zusammentreffen günstiger Umstände, Schicksal, Gemütszustand innerer Befriedigung’, mhd. g(e)lücke, mnd. (ge)lükke, mnl. (ghe)lucke, (ge)luc, nl. geluk; entlehnt aus dem Mnd. sind afries. lukk, mengl. luk(e), engl. luck, anord. lukka, lykka, schwed. lycka. Mhd. g(e)lücke ist erstmals in der frühhöfischen Dichtung (1160) bezeugt und verbreitet sich mit der höfisch-ritterlichen Kultur vom Rhein aus über das dt. Sprachgebiet. Es bedeutet anfangs ‘Schicksal, Geschick, Ausgang eines Geschehens oder einer Angelegenheit (sowohl zum Guten als auch zum Bösen)’ und tritt als Schicksalsbegriff in Konkurrenz mit mhd. sælde und heil (s. selig und Heil), den älteren Ausdrücken für ‘Segen, Heil, Glück’. Aus dem engeren Gebrauch im Sinne von ‘günstiger Verlauf oder Ausgang eines Geschehens, günstiges Geschick’ entwickelt sich Glück zur Bezeichnung des wünschenswerten ‘Zustandes starker innerer Befriedigung und Freude’. Im 14. Jh. nimmt Glück auch die Bedeutung von ‘Beruf, Lebensunterhalt’ an. Die Herkunft des erst relativ spät auftretenden Wortes ist nicht geklärt. Verschiedene, jedoch sämtlich nicht befriedigende Herleitungsversuche sind zusammengestellt in ¹DWB 4, 1, 5, 226 f. glücken Vb. ‘gelingen, nach Wunsch ablaufen’, mhd. g(e)lücken, zum Substantiv gebildet; im Mhd. nur selten, erst in nhd. Zeit sich ausbreitend. beglücken Vb. ‘glücklich machen, erfreuen’ (Anfang 17. Jh.). glücklich Adj. ‘vom Glück begünstigt, erfolgreich, zufrieden, vorteilhaft, günstig’, mhd. gelückelich ‘vom Zufall, vom Schicksal abhängig, günstig’. Unglück n. ‘verhängnisvolles Ereignis, schweres Mißgeschick, Schicksalsschlag, Pech’, mhd. ung(e)lücke. unglücklich Adj. ‘traurig, niedergeschlagen, bedrückt, verhängnisvoll’ (15. Jh.). verunglücken Vb. ‘einen Unfall erleiden, mißlingen, mißraten’ (17. Jh.). glückselig Adj. ‘sehr glücklich, überglücklich’, mhd. gelücksælec. Glückseligkeit f., spätmhd. gelücksælecheit. Glückskind n. ‘vom Glück Begünstigter, wem alles gelingt’ (16. Jh.), vielleicht nach lat. fortunae filius. Glückspilz m. zunächst im Sinne von ‘Emporkömmling, Parvenü’ (2. Hälfte 18. Jh.), eigentlich ‘wer wie ein Pilz plötzlich aus dem Nichts aufschießt’ (vielleicht unter Einfluß von engl. mushroom, das sowohl ‘Pilz’ wie auch ‘Emporkömmling’ bedeutet); von der 2. Hälfte des 19. Jhs. an gleichbed. mit Glückskind. Glücksrad n. Sinnbild für die Veränderlichkeit des Glücks, auch ‘das sich drehende Rad bei Verlosungen und bestimmten Glücksspielen’, mhd. des gelückes rat, auch gelückrat, später glükrad (14. Jh.), seit dem 17. Jh. Glücksrad, seltener Glückrad. Glücksritter m. ‘wer sich in seinem Handeln sorglos auf sein Glück verläßt’, auch abschätzig ‘Abenteurer’ (2. Hälfte 18. Jh.), zunächst auf mittelalterliche Verhältnisse bezogen ‘Ritter, der auf Glück auszieht’.
2819 Zeichen · 80 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Unglücklich

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Unglücklich , -er, -ste, adj. et adv. Unglück habend, in dem Unglücke gegründet, im Gegensatze des glücklich, dessen säm…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    unglücklich

    Goethe-Wörterbuch

    unglücklich [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    unglücklich

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    unglücklich 1. wie im Hd. 2. Unglück bringend: de unglücklichst Stunn' in de Nacht die Stunde nach Mitternacht Wa GGiev …

  4. Sprichwörter
    Unglücklich

    Wander (Sprichwörter)

    Unglücklich 1. Es ist nicht jeder so unglücklich als er meint. Holl. : Men is zelden zoo ongelukkig, als men zich verbee…

  5. Spezial
    unglücklich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    un|glück|lich adj. desfortuné (-ná, -nada), desgrazié (-iá, -iada).

Verweisungsnetz

25 Knoten, 21 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 4 Kompositum 14 Sackgasse 7

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ungluecklich

6 Bildungen · 4 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von ungluecklich 3 Analysen

un- + gluecklich

ungluecklich leitet sich vom Lemma gluecklich ab mit Präfix un-.

Alternativen: un-+glueck+-lich unglueck+-lich

ungluecklich‑ als Erstglied (4 von 4)

Unglücklicher

Wander

Unglücklicher 1. Den Unglücklichen soll man nicht schelten. Lat. : Crudelis est in re adversa, objurgatio. ( Philippi, I, 99. ) 2. Der Unglü…

unglücklichkeit

DWB

ungluecklich·keit

unglücklichkeit , f. , gth. der glücklichkeit. unglucklichkeit infortunium Diefenbach gl. 297 c ; vgl. unglücksame, f. selten: das landgraff…

ungluecklich als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von ungluecklich (1 von 1)

Unglückliche

GWB

Unglückliche [bisher nicht publizierter Wortartikel]