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ungeschêⁱden

mhd. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MNWB
Anchors
8 in 8 Wb.
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Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

ungeschêⁱden adj.

Bd. 3-2, Sp. 548
ungeschêⁱden adj.: 1. nicht getrennt, eins, „In aller dinge beginne scuͦp got to erst himel unde erde unde wazzer unde vur unde lucht; die vier elementa waren ungesceiden” (Sächs. Wchr. 67), „myt dessem vorgescrevenem gelde so hebbe ik selschop myt Cord Landesberghe unde myt Hinrik Sloͤren; de selschop is noch ungeschichtet unde ungescheiden” (Livl. Ub. I 7, 573), (christl.:) dreieinig, „vnde is doch eyne vngeschedene ware gotheit” (Sp. d. Leyen 5); — nicht abgesondert, „Alle die jene, die hir laken brengen up den hoff, deth vorsegelde laken sin, ungescheiden Engelsche laken” (Nowg. Schra 191); — nicht losgelöst, „Daz se wol gedye ... Vri van allen leiden, Van godde ungesceiden” (Könemann 93); — (im adverb. Gebrauch:) in direkter Verbindung, „were id zake, da hee ene [den Vogel] dryge afschote to dren jaren, dat ene jare unghescheden volgende na dem anderen” (Sievert Schützengilde 60), (Vbdg.:) in trûwen u. in enger Verbundenheit, „Alle desse dynck ... laue ick ... der kerken vnde gadeshuse to Zwerin in truwen vngescheden” (Meckl. Ub. 18, 543); — gemeinsam, geschlossen, „wen de misse uthe is, so schal de rad unghescheden up dat huͤs ghan” (Pomm. Gesch.-Denkm. 2, 21). — 2. (mit dem Erbteil) nicht abgefunden, nicht abgeschichtet, „of he sinem vadere nicht evenburdich n'is, al si he von sinem vader ungesceden mit sime gude” (Ssp. 1, I 10), „storue na der tyd der kyndere ienych, des gud schal vallen vppe syne brodere vnde sustere de vnghescheden synt” (Hamb. StR ed. Reincke 115). — 3. nicht entschieden, (vor Gericht) unerledigt, „even so wenig hebben se sick ... aver den Namen vorgeliket, und iß solche Sake bethhero ungescheiden behangen []gebleven” (Neoc. 1, 43). — Vgl. ungedê(i)let, ungeschichtet.
1748 Zeichen · 41 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ungescheidenpart. adj.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    ungescheiden part. adj. 1. nicht geschieden, ungetrennt. wir sîn vil ungescheiden Nib. 1224,3. 211, 1. Part. 50,13. myst…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    ungescheiden(verneintes Part. Prät.=)Adj.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    ungescheiden , (verneintes Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. ungeschēden

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    ungescheidenpart.-adj. adv.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    ungescheiden , ungeschieden , part.-adj. adv. zu scheiden, nicht gescheiden, geschieden. ahd. ungasceidan. mhd. ungesche…

  4. modern
    Dialekt
    ungescheiden

    Mecklenburgisches Wb.

    ungescheiden a. Spr. -gescheden ungeschieden, gemeinsam: 'wi ... betughen, dat wi alle desse ... stucke ... unghescheden…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ungescheiden

4 Bildungen · 4 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von ungescheiden

un- + gescheiden

ungescheiden leitet sich vom Lemma gescheiden ab mit Präfix un-.

Zerlegung von ungescheiden 3 Komponenten

ung+e+(schei+den)

ungescheiden setzt sich aus 3 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

ungescheiden‑ als Erstglied (4 von 4)

ungescheidenheit

KöblerMhd

ungescheiden·heit

ungescheidenheit , st. F. nhd. Ungeschiedenheit, Unteilbarkeit, Einheit E.: s. ungescheiden, heit W.: nhd. (ält.) Ungescheidenheit, F., Unge…

ungescheidenlich

KöblerMhd

ungescheid·enlich

ungescheidenlich , Adj. nhd. untrennbar, unzertrennbar ÜG.: lat. inseparabilis PsM Q.: PsM (vor 1190) (FB ungescheidenlich) I.: Lüt. lat. in…

ungescheidenlīche

KöblerMhd

ung·e·scheidenlīche

ungescheidenlīche , Adv. nhd. untrennbar Q.: Seuse (1330-1360) (FB ungescheidenlīche) E.: s. un, gescheiden, līche W.: nhd. (ält.) ungeschei…