lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

üblich

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
8 in 8 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
13
Verweise raus
2

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

üblich adj.

Bd. 23, Sp. 696
üblich, adj., gebräuchlich, gewöhnlich, zu üben, v.; ahd. u. mhd. nicht belegt. üblich ist, was im brauch ist, what is usual Ludwig teutsch-engl. lex. (1716) 2077; usitatus Dentzler clavis ling. lat. (1716) 299a; Steinbach 2, 890. Eberhard synonymik (1795—1802) 3, 181 schränkt die bedeutung von üblich und gebräuchlich auf »freie handlungen der menschen« ein, während gewöhnlich auch »natürliche veränderungen begreift« und differenziert üblich von gebräuchlich sodann dadurch, dasz üblich sich auf die handlungen selbst, die durch ihre gleichförmigkeit das übliche ausmachen, gebräuchlich hingegen sich auf die dinge beziehe. diese begriffsabgrenzung wird durch den sprachbrauch nicht bestätigt. es überwiegt wohl die verwendung von üblich bei nomina actionis, ü. findet sich aber sowohl attributiv als prädicativ auch bei concreten. a) wie des orts der gebrauch und üblich ist Ch. Zobel sechsisch weichbild (1537) 123a; wie recht, landleufftig und ubelich Machholth formular (1560) 28a; was bey inen ü. und breuchlich ist Mathesius Sarepta (1571) 50a; welches wort (losung) in kriegsleufften ü. und gewönlich ist H. Roth catechismi pred. 1, 158b; Puschmann gründl. bericht 5 neudr.; wie solches (gastieren u. bewirten) an königlichen höfen ... mannierlich oder ü. ist volksb. v. geh. Siegfr. 87 neudr.; jus gentium, das recht, welches bey allen völlckern ü. ist nomencl. lat. germ. (1634) 328; dieser gebrauch ist ... in der welt noch ü. Grimmelshausen Simpl. 109 neudr.; ceremonien ... die entweder in der kirche oder auch bey weltlichen geschäften ü. sind Chr. v. Wolff gedanken (1720) 106; laster ..., die ... ja aller orten sehr gemein und ü. sind d. vernünft. tadl. (1725 ff.) 2, 54; gebräuche, die beim begräbnisse ü. sind Hegel w. 11, 366; dieses instrument (d. flöte) ist seit dreiszig ... jahren in Deutschland sehr üblich worden Quantz anweisung d. flöte zu spielen (1789) 7. b) (wie es) noch bergleuftiger gewonheit in ubelichem gebrauch ist cod. dipl. Sil. 20, 219 (a. 1521); Widmann Fausts leben 106 Keller; jedoch halt ichs mit hergebrachter üblicher gewonheit M. Beuther praxis rer. crim. (1565) 147b; nach gemeinen und üblichen rechten kirchenordn. f. Braunschweig (1569) 301; Mathesius Sarepta (1571) 34b; wörter ..., welche ... noch heutiges tages in üblichem gebrauch und gewohnheit (sind) Schill teutsch. spr. ehrenkranz (1644) 234; ein gutes ... aber nicht mehr übliches gesetz, ... non praticata Kramer dict. (1702) 2, 1170b; nach heut zu tage [] üblichem hof- und kaufmannsstylo Harsdörfer teutsch. secretarius (1656) 1, a 2a; in üblicher weise Moltke ges. schr. u. denkw. 4, 93; in üblichem sinne Bismarck ged. u. erinn. 2, 18 volksausg.; sie .. lehrten mich den üblichen grusz »glück auf« Novalis schr. 4, 114 M.; jede ... in den üblichen formen abgeschlossene ehe Mommsen m. gesch. 1, 59; die heute üblichen methoden L. Boltzmann populäre schr. (1905) 130; er sah sich die localität ... an, die hausbedienung, die üblichen gäste Gutzkow ges. w. 2, 209. c) subst. ntr.: (es) handelt sich in meinem falle nicht um das übliche, sondern um einen ausnahmefall Fontane ges. w. I 5, 295; genaue kentnis des örtlichen und üblichen Fernow leben ... Carstens (1806) 119; das ist seit dem paradiese her das üblichste ... gewesen Göthe 17, 12 W. verengt als term. in d. malerei des 18. jahrh.: das übliche für das costüme: 'das ü. ist in vorstellungen, die aus der geschichte der völker genommen sind, das zufällige, insofern es durch die allgemeine gewohnheit des volkes und der zeit, woraus der gegenstand genommen ist, bestimmt wird' Sulzer theorie d. schönen k. 4, 622; Kinderling reinigk. (1795) 219; eine sünde wider das übliche (wenn die maler Theseus einen fingerring malten) allg. dtsche bibl. 102, 77; Herder 1, 219 S.
3803 Zeichen · 139 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Üblich

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Üblich , -er, -ste, adj. et adv. von dem Zeitworte üben, was geübet, das ist, von den meisten oder doch von vielen wiede…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    üblich

    Goethe-Wörterbuch

    üblich [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    üblich

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    üblich [ewliχ Hf. ] Adj. heftig, gewaltig: [ewliχi ‘Smartsə heftige Schmerzen, ən ewliχs Fír ein gewaltiges Feuer ; auch…

  4. Spezial
    üblich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    üb|lich adj. 1 (gewöhnlich) sciöche zënza, sciöche dagnora 2 usual (-ai, -a) 3 (gewohnt) solito (-ti, -ta), da vigni de.…

Verweisungsnetz

20 Knoten, 13 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 1 Kompositum 12 Sackgasse 7

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ueblich

27 Bildungen · 2 Erstglied · 24 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von ueblich

ueb + -lich

ueblich leitet sich vom Lemma ueb ab mit Suffix -lich.

ueblich‑ als Erstglied (2 von 2)

üblichkeit

DWB

ueblich·keit

üblichkeit , f. gewohnheit, brauch: dannoch ist ... geschlossen worden, dasz es ... so lange bey der alten ubligkeit und herkommen verbleibe…

ueblich als Zweitglied (24 von 24)

ausgrüblich

DWB

aus·grueblich

ausgrüblich , adv. rimando: da doch hochgelehrtere, verschmitztere und spitzfindigere köpfe, als du bist, nachförschlichen und ausgrübelicht…

Ausüblich

Campe

aus·ueblich

◎ Ausüblich , adj. u. adv. was in Ausübung gebracht werden kann (practicabel). » So scharfsinnig der Plan erdacht war, so wurde es doch nich…

banküblich

LDWB2

bank·ueblich

bank|üb|lich adj. conform ales usanzes bancares; aladô dles usanzes bancares.

bergüblich

DWB

berg·ueblich

bergüblich , moribus et arti metallicorum conveniens, bergmännisch, bergenzend.

betrüblich

DWB

betrüblich , affligens, conturbans: umb welcher aussatzung und ordnung willen sei auch die empfahung des hochwirdigen sacraments unter beide…

gemeinüblich

DWB

gemein·ueblich

gemeinüblich , in gemeiner übung begründet: mehr dem gemeinüblichen, als inneren gründen folgen. Campe wb. 1, xx.

grüblich

DWB

gru·eblich

grüblich , adj. zu grube, lacunosus, rimosus Stieler 690 ; schon mhd.: ir vinger grüebleht lieders. 3, 102 Laszb.; sin kinne .. grüblecht sc…

landesüblich

DWB

landes·ueblich

landesüblich , adj. der übung in einem lande gemäsz: landesübliche kleidung; landesübliches geld; als er ( der fürst ) endlich zu anderen tr…

landüblich

DWB

land·ueblich

landüblich , adj. wie landesüblich sp. 112: landübliche tahten und sitten. Butschky kanzl. 487 ; landüblicher wucher. Rabener werke 2, 120 ;…

ortsüblich

DWB

ort·s·ueblich

ortsüblich , adj. der übung in einem orte gemäsz, gebildet wie landesüblich.

stadtüblich

DWB

stadt·ueblich

stadtüblich , adj. üblich, gebräuchlich in der stadt: die verschiedenheiten der metallgewichte .., die mannigfaltigkeit der alten namen und …

untrüblich

GWB

untrüblich [bisher nicht publizierter Wortartikel]

unüblich

DWB

unüblich , adj. adv. , gs. zu üblich ( s. d. ). insolens, inusitatus, insuetus, insolite, insolenter, inusitate Stieler. a) activ, nicht übe…

volksüblich

DWB

volk·s·ueblich

-üblich , adj. , dem gebrauch, der gewohnheit des volkes entsprechend: auf den volksüblich nothwendigen lebensunterhalt Lassalle ausgew. red…

vorschüblich

DWB

vorsch·ueblich

vorschüblich , adj. , in älterer sprache, förderlich: ( ein sieg ist ) den Atheniensern zu überschwenglichen reichthumen und gütern vorschüb…

wachtstüblich

DWB

wachtstüblich , adj. wachtstubenmäszig: Blücher's humor und schlagfertiger witz tummelte sich keineswegs ausschlieszlich in der wachtstüblic…

weltüblich

DWB

welt·ueblich

-üblich : dasz seinen tOechtern es an weltblichen sitten mangelt Bucholtz Herkuliskus (1665) 1045 ; von dem weltüblichen zechen und tanzen …

zeitüblich

DWB

zeit·ueblich

-üblich , zu einer bestimmten zeit üblich: zeit- und landüblich (1769) Herder 3, 433 S.; das z-e allg. d. bibl. 18 (1772) 648; Campe wb. 5, …

Ableitungen von ueblich (1 von 1)

unüblich

DWB

unüblich , adj. adv. , gs. zu üblich ( s. d. ). insolens, inusitatus, insuetus, insolite, insolenter, inusitate Stieler. a) activ, nicht übe…