Eintrag · Findebuch (Mhd. Wortschatz)
- Anchors
- 10 in 6 Wb.
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- 10
Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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1050–1350
Mittelhochdeutschtugenv. an.
Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +4 Parallelbelege
tugen , tügen v. an. mit verschob. prät. BMZ präs. touc, conj. tüge, prät. tohte, conj. töhte u. tohte, ein sw. part. tu…
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1200–1600
Mittelniederdeutschtugensw. V.
Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege
tugen , sw. V. Vw.: s. tǖgen (1)
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modern
Dialekttugen
Rheinisches Wb.
tugen während das mhd. Lexer tugen ‘taugen’ entsprechende Zeitw. oben bei taugen behandelt ist (nach nhd. Ansatz), sind …
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Wortbildung
Komposita & Ableitungen mit tugen
331 Bildungen · 311 Erstglied · 15 Zweitglied · 5 Ableitungen
tugen‑ als Erstglied (30 von 311)
tugenbegabt
DWB
tugenbegabt , part. adj. , ' tugendhaft ', meist von der frau, im 17. u. 18. jh., heute ungewöhnlich, vgl. auch DWB tugendbelobt , DWB tugen…
tugend,
FWB
1. ›dem Menschen (je nach Diskurs) von Gott, vom Glauben, von der Natur gegebene bzw. durch eigene Anstrengung erworbene Fähigkeit zum Guten…
tugendadel
DWB
tugendadel , m. , der durch tugend verliehene adel des menschen, im gegensatz zum geburtsadel; zusammenhängend mit der seit dem späten mitte…
tugendähnlich
GWB
tugendähnlich [bisher nicht publizierter Wortartikel]
tugendarm
DWB
tugendarm , adj. : liebe gein sô swachem menschelîn und gein tugentarmen sündæren David v. Augsburg in: dt. myst. 1, 378, 2 Pfeiffer; eine t…
tugendausbund
DWB
tugendausbund , m. , ' muster an tugend ', mit ironischem nebenton: ein tugendausbund, der sich selbst, der welt und dem lieben leben ... hö…
tugendbahn
DWB
tugendbahn , f. , wie tugendpfad, -weg usw., der weg eines tugendhaften lebens, der zum höchsten ziel führt, wohl im anschlusz an das biblis…
tugendbaum
DWB
tugendbaum , m. : wie die liebe, barmhertzigkeit und das mitleiden dem gekröhnten granat-appel an dem christlichen tugend-baume, also gleich…
tugendbeflissen
DWB
tugendbeflissen , part. adj., wie tugendgeflissen ( s. d. ): die tapfern, tugendbeflissene hingegen, würden ( nach diesem leben ) in den lei…
Tugendbegabt
Campe
Tugendbegabt , adj . u. adv . mit Tugenden begabt. Besonders als Titel von Frauen und Jungfrauen, z. B. wenn sie öffentlich aufgeboten werde…
tugendbegier
DWB
tugendbegier , f. , bildlich: iede noch im korn verschlossene tugendbegier Schöpfel Thomas Imgarten (1777) 102 . —
tugendbegierig
DWB
tugendbegierig , adj. : in dessen ersinnung nun, hab ich mir, meines erachtens, nicht übel gefallen lassen ... theils denen kunst- und tugen…
tugendbegriff
DWB
tugendbegriff , m. , das, was in der wissenschaftlichen tugendlehre ( ethik ) als tugend verstanden wird: verfeinerung und läuternder fortga…
tugendbelobt
DWB
tugendbelobt , part. adj. , im 17. u. 18. jh. geläufig, seit dem ende des 18. jhs. ironisch oder als nachahmung älteren stils verwendet, vgl…
Tugendbelohner
Campe
○ Der Tugendbelohner , — s, Mz . gl. ein Belohner der Tugend. Nichts für den Ruf, den halben und lauen Tugendbelohner , That Apelles — — — K…
Tugendberg
Wander
Tugendberg Der Tugendberg ist schwer zu ersteigen. Lat. : Nulla nisi ardua virtus. ( Ovid. ) ( Binder II, 2285. )
tugendberühmt
DWB
tugendberühmt , part. adj. : anderer tugendberümten frauen schmuck könnt jr vergebens vnd vmbsonst erlangen Fischart w. 3, 180 Hauffen; jede…
tugendbild
DWB
tugendbild , n. 1) tugendvorbild, wie tugendspiegel, exemplar virtutum, speculum virtutis seit dem mhd.: wie dû ( Christus ) allez übel hazz…
tugendblüte
DWB
tugendblüte , f. , schon im mhd., vgl. Konrad v. Würzburg leiche, lieder 32, 66 Schröder; unabhängig davon im nhd. neu gebildet; beliebt im …
Tugendblume
Campe
Die Tugendblume , Mz. — n , ein Name des Hirschgünsels, oder der Bruchwurz (Eupatorium cannabinum L .).
tugendbold
DWB
tugendbold , m. , verurteilender ausdruck für einen sich moralisch gebärdenden menschen, erst der neueren zeit angehörend, gebildet wie trun…
tugendbündelei
DWB
tugendbündelei , f. , zu tugendbund 2: er ( Yorck ) that seine schuldigkeit, aber er that sie im schärfsten gegensatz gegen die Steinschen i…
tugendbünder
DWB
tugendbünder , m. : ich glaube nicht, dasz er sich einen solchen tugendbünder, einen solchen weltverbesserer und demagogen zum schwiegersohn…
tugendbündler
DWB
tugendbündler , m. , zu tugendbund: Hase ist ein alter tugendbündler und coätane von mir A. Ruge briefw. u. tageb. (1886) 1, 386 ; märtyrer …
tugendbündner
DWB
tugendbündner , m. , zu tugendbund 2: mit dem tugendbund habe ich zu keiner zeit in verbindung gestanden, es hat auch niemals jemand zu mir …
tugendbündnis
DWB
tugendbündnis , n. : eine gebürliche demut, lernwillige bezeigung, freund- und höflichkeit im reden und gebärden ... müsse ... sich vereinig…
tugendbund
DWB
tugendbund , m. 1 1) allgemein, bund tugendfester menschen: kann des ernsten tugendbundes gleiten ach! für liebende wohl strafbar sein? Haug…
tugenddrache
DWB
tugenddrache , m. , von frauen und männern, ' moralisch engstirniger sittenrichter ': das traurige darin ( in Kotzebues Ubaldo ) ist ein alt…
tugenddragoner
DWB
tugenddragoner , m. , wie tugenddrache: die tugenddragoner, die aus kreischenden kehlen nur immer auf ihre keuschheit pochen, und meinen, si…
Tugenddünkel
Campe
Der Tugenddünkel , — s , o. Mz . der Dünkel eines Menschen, da er Tugenden zu haben meinet, welche er nicht hat, oder da er sich auf eine od…
‑tugen als Zweitglied (15 von 15)
*nihttugen?
KöblerMhd
*nihttugen? , V. nhd. „(?)“ E.: s. nihttugen (2) W.: nhd. DW-
aftugen
LW
af-tugen, durch Zeugenbeweis nehmen.
betugen
LW
be-tugen, eine Thatsache zu einer bezeugten machen, Zeugen für sie stellen.
ertugen
LW
er-tugen, 1. bezeugen. 2. (erzeugen) anschaffen, kaufen.
getugen
Lexer
ge-tugen an. v. BMZ präs. getouc, prät. getohte: taugen, angemessen sein Parz. Gudr. Mai , Pass. ;
intugen
KöblerMnd
intugen , sw. V. Vw.: s. intǖgen
lach- (loch-)tugen
LW
lach- (loch-)tugen, nach dem Gesetze bezeugen oder erklären.
lachtugen
KöblerMnd
lachtugen , sw. V. Vw.: s. lachtǖgen*
nihttugen
FindeB
* nihttugen stn. Tauler
overtugen
LW
over-tugen, durch Zeugen (Beweis) überwinden, überführen.
totugen
KöblerMnd
totugen , sw. V. Vw.: s. tōtǖgen
untugen
RhWB
un-tugen ondūə Rhfrk im Simm-Laub ; dann Mosfrk an der Saar ondō·ə.n Saarl-Berus ; -dī·ə.n Merz-Losh , -de·i.n Stdt ; -dijən Saarbg ; -dūγən…
vortugen
KöblerMnd
vortugen , sw. V. Vw.: s. vörtǖgen*
woltugen
KöblerMhd
woltugen , V. nhd. „wohltaugen“ Vw.: s. woltugende
zuo getugen
FindeB
* zuo getugen an.v. zukommen Minner.ii
Ableitungen von tugen (5 von 5)
betugen
LW
be-tugen, eine Thatsache zu einer bezeugten machen, Zeugen für sie stellen.
ertugen
LW
er-tugen, 1. bezeugen. 2. (erzeugen) anschaffen, kaufen.
getugen
Lexer
ge-tugen an. v. BMZ präs. getouc, prät. getohte: taugen, angemessen sein Parz. Gudr. Mai , Pass. ;
untugen
RhWB
un-tugen ondūə Rhfrk im Simm-Laub ; dann Mosfrk an der Saar ondō·ə.n Saarl-Berus ; -dī·ə.n Merz-Losh , -de·i.n Stdt ; -dijən Saarbg ; -dūγən…
untugenlich
DWB
untugenlich , veraltetes adj. adv., gth. v. tugenlich; mhd. untuge(n)lich; vgl. untauglich, -tüglich. umgelautet untügenlich städtechron. 2,…