Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch
tratzen
tratzen, v.
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dz ir ... bruͤderlich, fruntlich unnd tugennlich mit einannder leben, keiner den anderen nit speye, traͦtze noch schmaͤche1529 BaselZGesch. 80 (1980) 104
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was ein e zertrennen moͤg oder scheiden: ... groͤsser sachen denn ebruch, als so eines das laͤbenn verwurckte, nit sicher vor einandren waͤrind, wuͤetende, unsinnige, mit hůry tratzen, oder ob eines das ander unerloubt verliesse1530 ZürichKirchO. 111
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doch solt sich ain yeder allweg züchtig beweysen, vnd nyeman überal tratzen noch belaidigen1534 Schmid,SchwäbWB. 137 Faksimile
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obstinatè agere: fräflen, mutwillen, tratzen1550 Schöpper,Syn. 23b
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das N. in und die sinen so offtermallen tratzett mitt wortten und wercken1560 Geschfrd. der 5 Orte 150 (1997) 345
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vermaint aber ainer, sein nachbar müesse ine [in den veldern] faren lassen seines gefallens und verzug zu fleiß mit seinem tungen und pauen und wolt denselben also träczen, ... soll derjenig, so den schaden gethon, solchen schaden [abthun]1585 Salzburg/ÖW. I 154 Faksimile
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welche inne ... in sölchem dienst mit wortten oder werken beleidigen, tratzen, schmechen und anfechten wurden1614 AbhSchweizR. XVI 124
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sol keiner die jenigen, die uß unßerem bevelch etwaß ynzüchend oder sonst verrichtend, weder schmützen, schmächen nach tratzen, mit worten oder thatenvor 1632 AppenzRQ. I 435 Faksimile