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Totenkopf

mhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
Anchors
11 in 9 Wb.
Sprachstufen
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11

Eintrag · Pfälzisches Wb.

Totenkopf m.

Bd. 2, Sp. 374
Toten-kopf m. : 1. = Totenschädel, Dodekopp, Pl. -kepp [KU-Diedk Kus IB-Bliesmg/Bolch NW-Haßl Spey], Doude- [LA-Herxh], Dore- [verbr.], Dure- [HB-Breitft (um 1930 noch von alten Leuten so gesprochen) RO-Rehborn], Daure- [LA-Böching BZ-Nd'horb]. Der Dokter hat so e Dorekopp uf'm Disch [HB-Breitft]. Uf dem Fläschi (Fläschchen) is e D., do is Gift drin [KU-Schmittw/O]. Die hän de D., von Truppenteilen, die einen T. als Abzeichen tragen [RO-Semb]. Volksgl.: Sie hän e D. gefunn; des is käⁿ gut Zääche [RO-Semb]. Sieht man im Traum einen T., dann ist mit dem Tod eines Familienmitgliedes zu rechnen [LA-Böching], dann ist Regen zu erwarten [PS-Gersb]. — 2. 'der bleiche Kopf eines Verstorbenen', auch von einem sehr bleichen und abgemagerten Gesicht [verbr.]; dafür auch: e Kopp vun'me Dore. Der sieht aus wie e D. 'ist nur noch Haut und Knochen' [KU-Wolfst]. Das is de reinscht D., dass. [RO-Semb]. Den T. deckt man wegen des Leichengeruchs mit einem essiggetränkten Tuch zu [RO-Semb]. — 3. Die Bewohner von KL-N'mühl nannten den Feldhüter der Nachbargemeinde PS-Hetths Dorekopp. — 4. 'ausgehöhlte dicke Rübe mit Löchern als Augenhöhlen, Nase und Mund'. Man stellte in die Rübenhöhlung eine brennende Kerze und schreckte mit dem Spukgesicht abends ahnungslose Passanten [Wilde 119]. — 5. 'Nachtfalter (Acheronta atropos)', so genannt wegen des totenkopfähnlichen Zeichens auf der Oberseite, Dorekopp [verbr.], Dode- [NW-Haßl Spey GH-Kand], Dodere- [FR-Colgst (PfId. 34)]; vgl. Totenmantel 2. Volksgl.: Aus dem Totenkopffalter werden Arzneien hergestellt [KU-A'glan]. — 6. Orchideenart, nach der Blütenform der Blumen benannt, Pl. Dodekebb [Wilde 137]. — 7. FlN für Berge mit kopfähnlicher Gipfelform, z. B. der Bergvorsprung des Königsberges bei KU-Wolfst, Dorekopp. Nach Christmann (PfH 1955, S. 23 ff.) liegen die mit Totenkopf bzw. Totenköpfel bezeichneten Berge in der Nähe alter Verkehrswege (Römerstraßen), wo es nachweislich vorgeschichtliche Grabhügel gibt oder gegeben haben müßte. — Südhess. I 1604; Rhein. VIII 1255; Els. I 461; Bad. I 517. —
2087 Zeichen · 54 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    tôtenkopfstm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    tôten-kopf stm. calvaria Dfg. 91 c , n. gl. 68 a .

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Totenkopf

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer) · +1 Parallelbeleg

    tot Adj. ‘gestorben, nicht mehr am Leben, öde, unbelebt, leer’, ahd. (8. Jh.), mhd. tōt, asächs. dōd, mnd. dōt, mnl. doo…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Totenkopf

    Goethe-Wörterbuch

    Totenkopf [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Totenkopf

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +2 Parallelbelege

    Totenkopf , s. Caput mortuum .

  5. modern
    Dialekt
    Totenkopf

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Tote n kopf m. 1. Totenkopf ( Schmetterling ) Dü. 2. Spinnenfrauenthräne Westhalten b. Co. 3. grosse Waldschnepfe Su. — …

  6. Spezial
    Totenkopf

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    To|ten|kopf m. (-[e]s, ...köpfe) ce da mort m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit totenkopf

4 Bildungen · 4 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von totenkopf 2 Komponenten

toten+kopf

totenkopf setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

totenkopf‑ als Erstglied (4 von 4)

Totenkopfhusaren

Meyers

totenkopf·husaren

Totenkopfhusaren , populäre Bezeichnung des 1. und 2. Leibhusarenregiments in Danzig und des braunschweigischen Husarenregiments Nr. 17, die…