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Totenkopf

mhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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11 in 9 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Totenkopf

Totenkopf

tot Adj. ‘gestorben, nicht mehr am Leben, öde, unbelebt, leer’, ahd. (8. Jh.), mhd. tōt, asächs. dōd, mnd. dōt, mnl. doot, nl. dood, aengl. dēad, engl. dead, anord. dauðr, schwed. död, got. dauþs, germ. *dauda- beruht auf einer Partizipialbildung mit to-Suffix (s. auch alt, kalt) und gehört im Sinne von ‘gestorben’ zu einem im Nhd. untergegangenen Verb für ‘sterben’, belegt in ahd. touwen (9. Jh.), tewen (10. Jh.), mhd. töuwen, touwen, asächs. dōian, mnl. doyen, douwen, (stark flektierend) anord. deyja und (ablautend) got. *diwan (Part. Prät. diwanō). Zieht man aslaw. daviti ‘würgen, erwürgen’, russ. davít’ (давить) ‘drücken, pressen, würgen’ und air. duine, kymr. dyn ‘Mensch’ (‘Sterblicher’) sowie (unsicher) lat. fūnus ‘Leichenbegängnis, Bestattung’ (aus *dheu̯(e)nos ‘auf den Tod bezügliche Erweisung’?) heran, so kann von einer Wurzel ie. *dheu- ‘hinschwinden, bewußtlos werden, sterben’ ausgegangen werden. – töten Vb. ‘gewaltsam ums Leben bringen, vernichten, zerstören’, ahd. tōden (um 1000), mhd. tœten, tœden, asächs. bidōdian, mnd. dȫden, mnl. dōden, nl. doden, aengl. ādȳdan, anord. deyða, schwed. döda, got. gadauþjan ‘töten’ ist Faktitivum zum Adjektiv im Sinne von ‘tot machen, den Tod herbeiführen’. Tötung f. ‘Totschlag’, mhd. tœtunge. abtöten Vb. ‘töten, vernichten’ (heute vielfach von Mikroorganismen), ‘empfindungslos machen, unterdrücken’ (15. Jh.); vgl. got. afdauþjan. ertöten Vb. ‘(etw. in sich, jmdm.) abtöten, zum Absterben bringen, ersticken’, ahd. irtōden (um 1000), mhd. ertœten ‘töten’; seit dem 18. Jh. im heutigen Sinne gebraucht. Totenbahre f. ‘Gestell, auf dem der Sarg während der Trauerfeier steht’, spätmhd. tōtenbāre. Totenbett n. ‘Sterbebett, -lager’, mhd. tōtbette. Totengräber m. (15. Jh.). Totenkopf m. (15. Jh.); vgl. mhd. tōtenhoubet.
1787 Zeichen · 82 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    tôtenkopfstm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    tôten-kopf stm. calvaria Dfg. 91 c , n. gl. 68 a .

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Totenkopf

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer) · +1 Parallelbeleg

    tot Adj. ‘gestorben, nicht mehr am Leben, öde, unbelebt, leer’, ahd. (8. Jh.), mhd. tōt, asächs. dōd, mnd. dōt, mnl. doo…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Totenkopf

    Goethe-Wörterbuch

    Totenkopf [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Totenkopf

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +2 Parallelbelege

    Totenkopf , s. Caput mortuum .

  5. modern
    Dialekt
    Totenkopf

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Tote n kopf m. 1. Totenkopf ( Schmetterling ) Dü. 2. Spinnenfrauenthräne Westhalten b. Co. 3. grosse Waldschnepfe Su. — …

  6. Spezial
    Totenkopf

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    To|ten|kopf m. (-[e]s, ...köpfe) ce da mort m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit totenkopf

4 Bildungen · 4 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von totenkopf 2 Komponenten

toten+kopf

totenkopf setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

totenkopf‑ als Erstglied (4 von 4)

Totenkopfhusaren

Meyers

totenkopf·husaren

Totenkopfhusaren , populäre Bezeichnung des 1. und 2. Leibhusarenregiments in Danzig und des braunschweigischen Husarenregiments Nr. 17, die…