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teimer

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RhWB
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3 in 3 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Teimer

Bd. 8, Sp. 1127
Teimer ein wmosfrk. Wort dunkler Herkunft, das als tę·i.mər an der Saar zunächst vereinz. in Saarl-Berus Hüttersd, Merz-Schweml, dann geschlossen in Saarbg links der Saar, in Trier, Wittl, Bitb, Prüm, Malm-Bülling u. abseits Bernk-Neumag bezeugt ist; ferner -E:- in Bitb-Speicher; ti·m.əl Saarbr-Sulzb; -e- Saarl-Dilling Pachten; di·m.əl Saarbr-Völkl; tø·m.ər Prüm-Steffeln, Malm-Emmels Vith; -e- Prüm-Duppach; te·ŋ.ər (neben tę·i.mər) Prüm-Ihren; -ø- Prüm-Hallschlag, Malm-Amel Bülling Deidenbg Montenau; Pl. -ərn (-əln), Demin. -χən m.: 1.a. Kasten, Bretterverschlag auf der Karre, dem Wagen, der abgenommen werden kann, bestehend aus dem Dungboadem, den Teimerbreadern u. den zwei Koppsteckern; beim Wagen auch Schädel, bei der Schlagkarre T. — b. zweirädrige Kipp-, Schlagkarre für ein Pferd; auch zw. Handkarre, die eine Person, im Gestell gehend, zieht od. schiebt, auch en Teimerchen genannt; de Bauer brauchen Schädel un en T. RA.: De vergeht op en T. voll scherzh. von einer Person, die zur Dickleibigkeit neigt Prüm-Ihren, Saarbg-Wellen. Der isst en (ganzen) [] T. voll sehr viel, dies auch Bernk-Neumag (wo die eigentl. Bed. fehlt); wat as dat en T. Grombern (Kartoffeln)! eine grosse Menge Allg. — 2. übertr. scherzh. a. grosser Kochtopf Saarl-Pachten (te·m.əl), Trier-Klüsserath. — b. das Gesäss; der Betrunkene hot den T. voll; wat hot den e grussen T.; on dem sein T. as kei Buadem; kiss mer den T.! Götz v. Berlichingen Saarl-Berus, Trier-Schleidw, Bitb-Seimerich. — c. Gesässklappe der Knabenhose; mach es den T. zo! Trier, Wittl, Bitb. RA.: Su lang mer noch en T. un der Bocks hot, gehirt mer noch net zo den urdentliche Legden (Leuten) Bitb-Wiersd.
1699 Zeichen · 48 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. modern
    Dialekt
    Teimerm.

    Lothringisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Teimer [táimər D. Si. — Pl. –n] m. zweirädriger Karren. — lux. 436; frz. tombereau.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit teimer

28 Bildungen · 11 Erstglied · 17 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von teimer 2 Komponenten

tei+mer

teimer setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

teimer‑ als Erstglied (11 von 11)

Teimerbett

RhWB

teimer·bett

Teimer-bett -bEət Trier-Mehring n.: Boden des Kastenwagens, der Schlagkarre.

teimeren

LothWB

tei·meren

teimeren [táimərən Si. ] 1. in den Teimer laden. — 2. mit dem Teimer fahren. — lux. 436.

teimer als Zweitglied (17 von 17)

Bluteimer

PfWB

blut·eimer

Blut-eimer m. : 'Eimer, in dem das Blut beim Schlachten aufgefangen wird', -eimeʳ [ BZ-Albw ]; vgl. PfWB Blutschüssel . SHW Südhess. I 966 .…

gelteimer

DWB

gelte·imer

gelteimer , m. geltenartiger eimer, mehr nd. geltemer: der tempel hatte seine eigene zinsmüntz von feinem silber. auf der einen seite war ge…

Herbsteimer

PfWB

herbst·eimer

Herbst-eimer m. : 'von den Weinlesern verwendeter Eimer', -äämeʳ [ KB-Zell ]. SHW Südhess. III 309 .

Krauteimer

RhWB

kraut·eimer

Kraut-eimer (s. S.) Verbr. wie Kr. 2 a δ m.: E. zur Aufnahme des Obstkrautes.

Mosteimer

DRW

most·eimer

Mosteimer, m. ein Maß für Most vgl. Mostohm der most emper, welcher im perg D., G. oder U. gebraucht und darnach gemessen wirt, helt altter …

Pachteimer

DRW

pacht·eimer

Pachteimer, m. Eimer (II) als Maßeinheit für eine Naturalabgabe vgl. Pacht (IV) sechs gemeine pacht-eymer butter 1664 StArchBresl. 63

Schlappteimer

RhWB

schlapp·teimer

Schlapp-teimer Bitb m.: 1. zweiräderige Karre, die nach hinten umgekippt werden kann. — 2. übertr. scherzh. Klapphose der Knaben.

Stadteimer

DRW

stadt·eimer

Stadteimer, m. zu den Löschgerätschaften einer Stadt (III) zählender Wassereimer vgl. Eimer (I) ein jeder soll auch seinen eymer mit einem s…