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stumpfen

mhd. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
13 in 8 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

stumpfen

stumpfen

stumpf Adj. ‘ohne Spitze, nicht scharf’, ahd. stumph (Hs. 12. Jh.), mhd. stumpf, (md.) stump ‘verstümmelt, gestutzt, unvollkommen, übel’, mnd. stump, mnl. nl. stomp. Das nur im Dt. und Nl. heimische Adjektiv (westgerm. *stumpa-) stellt sich mit Stumpf, Stümper und (ablautend) Stempel (s. d.) sowie lit. stùmbas ‘Strunk, Stamm’, stimburỹs ‘Schwanzstumpf, Stummel’ zu der unter stampfen (s. d.) angegebenen Variante ie. *stemb- der unter Stab (s. d.) genannten Wurzel. Die älteste Bedeutung ist ‘verstümmelt, verkürzt’. In der Mathematik stumpfer Winkel (um 1400), d. h. ‘nicht spitzer, sondern breiter, weiter Winkel’ (wohl Übersetzung von lat. angulus obtūsus). – stumpfen Vb. ‘stutzen, beschneiden, stumpf machen’, mhd. stumpfen. abstumpfen Vb. ‘stutzen, stumpf machen bzw. werden’ (16. Jh.), übertragen ‘abschwächen, unempfindlich, gefühllos machen bzw. werden’ (Ende 18. Jh.). Stumpfheit f. ‘Zustand des Stumpfseins’, spätmhd. stump-, stumpfheit; überwiegend übertragen (seit Ende 18. Jh.) auf die körperliche und geistige menschliche Haltung der ‘Unempfindlichkeit, Trägheit, mangelnden Reaktionsfähigkeit’. stumpfsinnig Adj. ‘geistesschwach, dumm’ (15. Jh.; vgl. mhd. stumpfer sin), ‘geistig uninteressiert und träge, gefühllos’ (18. Jh.); daraus rückgebildet Stumpfsinn m. ‘Geistesschwäche’ (Ende 18. Jh.), dann besonders ‘geistige Trägheit, Teilnahmslosigkeit’, auch ‘Langweiligkeit, Monotonie’.
1403 Zeichen · 55 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    stumpfenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    stumpfen swv. BMZ stumpf machen, hebetare, retundere Dfg. 274 a . 496 c , alare n. gl. 14 a . Trist. 6511. — mit be-, er…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stumpfenv., ntr, trs, trs

    Campe (1807–1813) · +6 Parallelbelege

    Stumpfen , v. I) ntr . mit haben , stumpf werden. Die Messer stumpfen leicht, wenn man Kork  damit schneidet. Des Tiger…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    stumpfen

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    stumpfen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    Stumpfen

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Stumpfen s. Stumpen ;

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stumpfen

11 Bildungen · 4 Erstglied · 4 Zweitglied · 3 Ableitungen

stumpfen‑ als Erstglied (4 von 4)

stumpfende

DWB

stumpf·ende

stumpfende , n. , ' stumpfes ende ', wie stumpf, adj., I A, Beil techn. wb. 1, 587 ; Campe 4, 432 ; —

stumpfen als Zweitglied (4 von 4)

abstumpfen

DWB

abstumpfen , hebetare, obtundere. die axt, das messer an dem stein, den zahn an dem knochen abstumpfen; den stein, kegel, die feder abstumpf…

bestumpfen

Lexer

be-stumpfen swv. BMZ abstutzen Heinr.

erstumpfen

DWB

erstumpfen , hebetare, obtundere: die spitze der begier erstumpft sich im genusz. Wieland 18, 164 .

verstumpfen

DWB

ver·stumpfen

verstumpfen , verb. , denominativbildung zum adj. stumpf. heute lautet die intrans. wie auch die seltenere trans. form verstumpfen. Campe un…

Ableitungen von stumpfen (3 von 3)

bestumpfen

Lexer

be-stumpfen swv. BMZ abstutzen Heinr.

erstumpfen

DWB

erstumpfen , hebetare, obtundere: die spitze der begier erstumpft sich im genusz. Wieland 18, 164 .

verstumpfen

DWB

verstumpfen , verb. , denominativbildung zum adj. stumpf. heute lautet die intrans. wie auch die seltenere trans. form verstumpfen. Campe un…

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APA
Cotta, M. (2026). „stumpfen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/stumpfen/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „stumpfen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/stumpfen/pfeifer_etym. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „stumpfen". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/stumpfen/pfeifer_etym.
BibTeX
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  title        = {„stumpfen"},
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