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Strieme

mhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
13 in 11 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Strieme

Bd. 4, Sp. 451
Die Strieme, plur. die -n, Diminut. das Striemchen, Oberd. Striemlein, ein Wort, welches so wie Streifen und Striefe eine lange schmale Fläche von andrer Farbe bedeutet. Man sahe einen langen Streimen am Himmel, Bluntschli. Im Hochdeutschen ist es vornehmlich in zwey Fällen üblich. Die gefärbten und zugleich erhöhten Streifen, welche von den Schlägen mit einer Ruthe, Geissel oder Peitsche auf dem Körper entstehen, heißen Striemen. Die Geissel machet Striemen, Sir. 28, 21. Wer einem Kinde zu weich ist, der klaget seine Striemen, Kap. 30, 7. Ein Knecht, der oft gestäupet wird, ist nicht ohne Striemen, Kap. 23, 10. In einigen Gegenden werden auch die Narben Striemen genannt, in welchem Verstande es aber im Hochdeutschen unbekannt ist, wo man aber die von der Feuchtigkeit in dem nicht ausgebackenen Brote entstandenen Streifen Striemen oder Wasserstriemen zu nennen pflegt. Anm. Im Schwed. Strima. Strom, und ohne Zischlaut Rahm, Riemen, Rima u. s. f. sind gleichfalls damit verwandt und kommen in der Bewegung in die Länge, wovon die Bedeutung einer langen schmalen Fläche eine Figur ist, mit einander überein. Bey den alten Oberdeutschen Schriftstellern kommt Strahm und Streim häufig für Strahl, Sonnenstrahl vor, wo auch stromen, stramen und streimen, strahlen, Strahlen werfen bedeuten. Mit andern Endlauten gehören auch Strich, Streifen, Streich, Strahl, Striezel, Strähne, Stria u. s. f. zu diesem Geschlechte. In einigen Gegenden ist es männlichen Geschlechtes, der Striem.
1490 Zeichen · 27 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    STRIEME

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    STRIEME s. ich STRÎME .

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Strieme

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Strieme , plur. die -n, Diminut. das Striemchen, Oberd. Striemlein, ein Wort, welches so wie Streifen und Striefe ei…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Strieme

    Goethe-Wörterbuch

    Strieme [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    Striemef. m.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Strieme f. , Striemen m. : 1. 'blutunterlaufener Streifen (von Prellungen, Quetschungen, Stock- oder Peitschenhieben u. …

  5. Spezial
    Strieme

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Strie|me f. (-,-n) 1 (blauer Fleck) bota (-tes) f. 2 ‹pop, umor› sonjin (-s) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit strieme

14 Bildungen · 13 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von strieme

striemen + -e

strieme leitet sich vom Lemma striemen ab mit Suffix -e, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

strieme‑ als Erstglied (13 von 13)

Striᵉmelken

WWB

striemel·ken

Striᵉmelken n. 1. kleiner Streifen ( Dor Wl ). — 2. Fetzen, jedes wertlose Stückchen ( Stf Ar).

striemellachs

DWB

striemel·lachs

striemellachs , m. , in streifen (striemel) geschnittener geräucherter lachs ( vgl. streimellachs): die lachse von mittlerer grösze werden .…

striemen

FWB

1. s. strieme 4.; 2. ›Wellen werfen, strömen‹ (von dem se); hier als Ütr. anschließbar: ›den Lauf der Welt als einen Strom erzählen‹ (?).

striemenbock

DWB

striemen·bock

striemenbock , m. , eine bockkäferart: cerambyx liciatus Krünitz öcon. encycl. 176 (1841) 1 . —

striemenerz

DWB

strieme·nerz

striemenerz , n. , ' ein gestreifeltes erz, welches streifen in seiner mitte hat ' ebda; vgl. Mathesius Sarepta (1571) 106 b unter striem 1.…

striemenhelmschnecke

DWB

striemenhelmschnecke , f. , buccinum vibex L. Krünitz öcon. encycl. 176 (1841) 1 . —

striemenlos

DWB

striemen·los

striemenlos , striemlos, adj., ' frei von striemen ', botan. terminus, zu striem 1: evittatus striemenlos, der gegensatz von vittatus Bischo…

striemensame

DWB

striemen·same

striemensame , m. , name eines doldengewächses ( vgl. striem 1): molopospermum Röhling Deutschl. flora 2 (1826) 403 ; Schlechtendal flora v.…

striemenschild

DWB

striemen·schild

striemenschild , m. , name einer schildkäferart: cassida vibex Krünitz öcon. encycl. 176 (1841) 1 . —

striemenschwirl

DWB

striemenschwirl , m. , name eines sibirischen singvogels: locustella lanceolata Brehm tierl. 3 4, 128 P.-L. —

striemenweise

DWB

striemen·weise

striemenweise , adj. , ' in striemen '. striemweis Schottel haubtspr. (1663) 459 : und gab ihr ... einen so derben schilling, dasz das keusc…

strieme als Zweitglied (1 von 1)