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stets

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Adelung
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11 in 11 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Stêts

Bd. 4, Sp. 360
Stêts, adverb. ununterbrochen fortwährend, im gemeinen Leben immer. Meine Augen sehen stets zum Herren, Ps. 25, 15. Dennoch bleibe ich stets an dir, Ps. 73, 23. Bey Gütern, die wir stets genießen, wird das Vergnügen endlich matt, Gellert. Ingleichen zu allen Zeiten, in allen vorkommenden Fällen; für allezeit. Wer sein Kind lieb hat, der hält es stets unter der Ruthe, Sir. 30, 1. Sie wollen einem stets einen Muth einsprechen, Gell. Ein großer Krieger ist nicht stets ein großer Mann, Cron. Sie widersprechen mir ja stets, Gell. Wir werden stets finden, daß Gott es besser mit den Menschen meint, als es der Mensch mit sich meinen kann, eben ders. Ein Schäfer pflegt sich nicht stets an sein Wort zu binden, Cron. In einigen Oberdeutschen Gegenden scheint es auch für oft üblich zu seyn, in welchem Verstande es aber im Hochdeutschen unbekannt ist. Wenigstens sagt Opitz. Sehr stets hat die Natur beherzet seyn und lieben In einen hohen Sinn zusammen eingeschrieben. Anm. Im Schwed. stådse, stådes. Es ist ein aus stät gebildetes Nebenwort, welches ursprünglich fest, unbeweglich, bedeutet hat, welche im Hochdeutschen veraltete Bedeutung noch bey dem Opitz vorkommt: Wer also redet, also lebt, Und emsig nach dem Guten strebt, Der bleibt auch stets und unbewegt. Um dieser Abstammung willen, sollte man es billig stäts schreiben, wie in einigen Oberdeutschen Gegenden auch wirklich geschiehet. Indessen ist im Hochdeutschen die Schreibart mit einem e einmahl allgemein.[] Im Niedersächsischen gebracuht man dafür stede, stadelik, stedelik, stedig und gestadig, welche unser stät und stätig sind. Im Oberdeutschen pflegt man wohl noch ein müßiges all vorzusetzen, allstets für stäts. S. Stät.
1702 Zeichen · 28 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stêts

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Stêts , adverb. ununterbrochen fortwährend, im gemeinen Leben immer. Meine Augen sehen stets zum Herren, Ps. 25, 15. Den…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    stets

    Goethe-Wörterbuch

    stets [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    stëts

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    PfWB RhWB stëts [táts Ndhsn. Hf. ] Adv. immer. Er is t s. uf de n Bein en Ndhsn. Verstärkend stëts und immer Hf. — Baye…

  4. Spezial
    stets

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    stets adv. dagnora, tres, decontin, vigni momënt.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stets

10 Bildungen · 9 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

stets‑ als Erstglied (9 von 9)

STETSCHE

BMZ

stet·sche

STETSCHE ? swv. Ruodolf begunde in zorne stetschen anstossen, stottern? MS. 2, 190. b. vletschen MS. H. 2,286. a. vgl. etwa contus stötsche,…

stetschen

Lexer

stets·chen

stetschen swv. BMZ Msh. 2. 286, XII. 1,3 var. zu vletschen u. wol schreib- oder lesefehler für fletschen ( Bartsch lied. 87, 225 hat die les…

stetsfort

DWB

stets·fort

stetsfort , adv. , ' anhaltend fortgesetzt ': manche prächtige ahorngruppe bewundernd und stetsfort den schönsten blick auf das hauptthal ge…

stetsgrün

DWB

stets·gruen

-grün , adj. , auch stetsgrünend, stetgrünend, besonders im 17. jh. beliebt: die belobte redlichkeit kriegt doch endlich noch zu lohne den s…

stetswach

DWB

stets·wach

-wach , -wachend, -wachsam, adj.: dieweil mit segenswinke sie Jupiter vertheidigt, und stetswache sorgfalt löset aus spitzigen jähn des krie…

stetswährend

DWB

stets·waehrend

stetswährend , adj. , fortdauernd, s. auch DWB stetwährend : stetswährende fiebers febris continua Chr. Wirsung artzneybuch (1588) reg.; o l…

stetswährenheit

DWB

-währenheit , f. , ' dauer, beständigkeit ': wenn sie nicht von ihrer muttersprache die hülfe der stetswehrenheit hochvernünftlich genommen,…

stetswährigkeit

DWB

stets·waehrigkeit

-währigkeit , f. , ds.: das fünffte kennzeichen der kirchen, welches D. Scheffler die stetswährigkeit nennet, dasz die kirche nie untergegan…

stetswierig

DWB

-wierig , adj. , soviel wie stetswährend, s. auch u. stetwierig: der gütige himmel, unsere unbereitschafft sehend, mit stätswürigem regenwet…

stets als Zweitglied (1 von 1)

allstets

DWB

all·stets

allstets , adv. semper, verstärktes stets, w. m. s.: ich verharre allstets ew. gehorsamer diener. Rabener 3, 50 ; er sei allstets glücklich …