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stäbeln

nhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
Anchors
6 in 5 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
Verweise rein
19
Verweise raus
20

Eintrag · Pfälzisches Wb.

stäbeln schw.

Bd. 6, Sp. 389
stäbeln schw.: 1. 'einen Schafspferch auf dem Feld aufschlagen, den Pferch an einem frischen Weideplatz errichten', vom Schäfer, stäwele (šdEwələ) [KU-Elschb Reiffb RO-Finkb Rehbn Sippf], stäbeln [D. Häberle, Ueber die Weidenamen Saupferch, Viehunner, Unger und Stäbel im Pfälzerwald. in: Der Pfälzerwald Nr. 3 vom 15. 3. 1910 S. 27]. De Schäfer dut st. [KU-Reiffb]. De Schäfer stäwelt [KU-O'staufb]. — 2.a. 'Vieh (Schafe, Schweine, Geflügel) im Freien, am Ackerrand weiden lassen' [KU-Cronbg Friedhs Hachb WD-Niedkch RO-Schiersf KL-Heimkch]; Zs.: ausstäbeln 1 a. Bes.: auf einem Platz, auf dem nur Ginster wächst, Vieh hüten [KU-Rutsw/G]. — b. 'das Weidevieh (Schafe) über Mittag lagern und ruhen lassen' [KU-Adb Albb Eschau Nanzw Schmittw/O]; Zs.: herumstäbeln; die Schaf st. [KU-Nanzw]. — 3.a. 'durch die weidenden Schafe gleichzeitig den Boden mit Mist düngen lassen' [KU-Hinzw Schmittw/O RO-Lohnsf]. Ich hammer der Acker st. geloß [KL-Niedkch]. Die Wiss werd gestääwelt [KU-Schmittw/O]. — b. 'seine Notdurft verrichten', vom Menschen [KU-Friedhs RO-Dielkch]. — 4.a. 'Unordnung, Durcheinander, Sauerei machen, Schaden verursachen' [KU-Nußb Obw/Tiefb RO-Gehrw KL-Rodb]; Zs.: verstäbeln. — b. 'in altem Kram herumwühlen, stöbern' [KU-A'glan]; Zs.: ausstäbeln, 2, durcheinander-, herumstäbeln. — c. 'hängengebliebene Früchte am Baum, auf dem Feld einsammeln' [KL-Olsbr Ottbg]; vgl. stoppeln. — d. 'Feldfrüchte stehlen, ausplündern' [KU-Frankb Roßb RO-Kalkof KL-Gerhbn]; Zs.: ausstäbeln 1 b. — 5. 'jemanden zurückweisen, mit Worten abweisen' [KL-U'sulzb PS-W'fischb]; einen st. [HB-Mimb]. Er hat ne aber gestäwelt [IB-Nd'würzb]. — 6. 'unbeholfen gehen, umherstampfen', von Kindern, die laufen lernen [KU-Rutsw/L]. — 7. s. in aufstabeln 'aufschichten, auftürmen'. — Form- und Bedeutungsüberschneidungen mit staubeln, stäubeln liegen vor, die Belege sind nicht immer genau zuzuordnen. — Rhein. VIII 483; Hess.-Nass. III 718 'sich sperren, sträuben'.
1992 Zeichen · 57 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stäbeln

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Stäbeln , verb. regul. act. mit Stäben oder Stäblein versehen, stängeln, in einigen Gegenden stiefeln. Die Erbsen stäbel…

  2. modern
    Dialekt
    stäbelnschw.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    stäbeln schw. : 1. 'einen Schafspferch auf dem Feld aufschlagen, den Pferch an einem frischen Weideplatz errichten', vom…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit staebeln

2 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von staebeln 2 Komponenten

stab+eln

staebeln setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

staebeln als Zweitglied (1 von 1)

buchstäbeln

DWB

buch·staebeln

buchstäbeln , was buchstabieren: liebling der grazien sei der träg buchstäbelnde dolmetsch. Voss 6, 309 .

Ableitungen von staebeln (1 von 1)

verstäbeln

PfWB

ver-stäbeln schw. : 1. 'verunreinigen, mit Kot beschmutzen'. Dodrin is alles veʳstääwelt (-šdēwəld) [ KU-Schmittw/O , KU-Obw/Tiefb ]. Er hot…