Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch
Spund
Spund, m., n.
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daz ein iclich uzwendic gast odir kouffman sal sinen couf odir cremerie in sinis wirtis herberge vorkaufin, wurze, gecrute und allis, daz do spundit ist, bi dem spunde, drubir und drundir nicht1318 CDSiles. VIII 13 Faksimile
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zu zeitten, so der stat pflasterer ob den rörn zue pflastern, sullen sie geflissen sein, das sie alleweg, wo spünt in die rörn sein ... ein preitten pflaster stein legen1464/70 Tucher,NürnbBaumeisterb. 49 Faksimile
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schenckkannen: das ist so manch fass weins oder byers, sie sein gross oder klein, zu W. gechenckt werden, gibt man von jglichem spunde ein halb stobichen, an ii sch. angeslagen1498 Michelsen,Rdm. 332 Faksimile
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[dem Rat] i quarter bir van jeghlikem spundhe vp dem kroge1528 MarienpforteUB. 77
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soll khein wurth die sponten eröffnen, es sey dhann der weinschezer oder ungelter einer wider dabey1590 ZweibrückenUB. 144 Faksimile
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soll ... kein wirth ausser einigem faß, es seye dann zuvor also bezeichnet, und die spunten der faͤsser mit papier- oder pergamentin preßlin uͤberzogen und auff beeden seiten mit jedes orts verordneten zeichen ... versiegelt, nicht schencken1634 Reyscher,Ges. XVII 1 S. 146 Faksimile
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[zur Vermeidung von Panscherei soll sichergestellt werden,] daß der schencke oder dessen gesinde zu den fassen und spuͤnden des weins und biers ohne beyseyn der verordneten caͤmmerer oder wein-meister nicht kommen koͤnnen1666 GothaLO. II 3 Tit. 12 Faksimile (Abschnittsbeginn)
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die laiten sind grosze fässer mit einem weiten spunt, wie man die fische zu führen pflegt17. Jh. DWB. VI 728
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[die stadt-umgelder haben] die faͤsser zu verhuͤtung heimlicher wein-einlagen uͤber den sponten zu petschiren1807 Reyscher,Ges. XVII 1 S. 761 Faksimile