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sprudel

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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10 in 10 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

sprudel m.

Bd. 17, Sp. 181
sprudel, m. zu sprudeln. 11) das sprudeln: mit starkem sprudel kömmt das wasser unter den felsen hervor. Campe. 22) meist: sprudelndes wasser, quell. Campe: zwanzig eileten hin zu des felsborns dunkelem sprudel (ἐπὶ κρήνην μελάνυδρον). Voss Od. 20, 158); ringsher opferten wir den unsterblichen dort um den sprudel (περὶ κρήνην) auf den geweihten altären vollkommene festhekatomben unter des ahorns grün, wo entsprang das blinkende wasser. Il. 2, 305; doch seit Hans vor dem jahre, das fest der Luise zu feiern, heimlich den sprudel getieft und mit höherem rasen umbordet, nennt ihn born der Luise das haus und die freunde des hauses. gedichte 1 (1825), 21 (Luise, spätere fassung 1, 315); [] er setzt sich stets zur stelle, wo aus dem felsenspalt am heiszesten und vollsten der edle sprudel wallt. Uhland (1864) 358; mit genetivischem zusatz, im bilde: wir hammern an den felsen, bis hell der stein erklingt, und an das licht der sprudel lebend'gen wassers springt. Chamisso 3 (1836), 327. in einigen bädern, z. b. in Karlsbad, heiszt eine sprudelnde besonders warme quelle der sprudel. Campe (vgl. Uhland 358 oben): froh am schönen feste soll's in Carlsbad seyn! ... lust'ger ist der sprudel heut schon aufgewacht. Göthe 47, 112; da (in Karlsbad) hat der schmerz den sprudel abgekühlt, seit er nicht mehr die holden lippen fühlt, von deren kusz er höher brausend schäumte. W. Müller ged. 1 (1837), 308; die alte schale, ... die mir an Carlsbads waldumrauschten sprudel einst die freundin schenkte. Geibel 8, 29; der sprudel (in Karlsbad). überschrift eines gedichts. Körner 1, 119 Fischer; im vergleich: wenn der strom der zeit einen autor, wie der Karlsbader sprudel, ganz übersintert und versteinert hat. J. Paul jubelsen. 66. auch vom wasser aus solcher quelle: Karlsbader sprudel trinken. bildlich: er stürzte allezeit den ordenkelch und willkommen des warmen sprudels einer neuen freundschaft so unmäszig hinein, wie ein gast in Karlsbad den seinen. Hesp. 2, 49; der fluchorkan (das fluchen) sollte ihn etwas stärken, hatt' er gehofft. aber der alte heisze, sonst eisenhaltige sprudel überlegte ihn diesz mal blos mit einem mattgold nachglänzender zeit, und er sank kränker ins enge haus zurück. leben Fibels 52; wohlgewiziget auch, schöpft er des wortes kraft aus des heimischen sprachgenius frischestem und urlauterem sprudel, von fremdartiger ader rein. Voss 3 (1802), 199; tränktest du mich nun mit deiner liebe — sprudel. Bürger 64a (liebeserklärung nach vorgeschriebenen endreimen); du bist die nymphe, die in purpurschalen den wundertrank bewahrt für meine qualen. o lasz ihn bald aus deinem herzen springen und voll zu seiner süszen mündung dringen! den becher werf' ich weg; mit meinen lippen will ich des sprudels erste perle nippen. W. Müller ged. 1 (1837), 311.
2813 Zeichen · 46 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    SprudelDer

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Der Sprudel , — s, Mz . gl. 1) Das Sprudeln; ohne Mehrzahl. Mit starkem Sprudel kömmt das Wasser unter den Felsen hervor…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Sprudel

    Goethe-Wörterbuch

    Sprudel [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Sprudel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Sprudel , soviel wie Springquelle.

  4. modern
    Dialekt
    Sprudelm.

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Wossidia Sprudel m. Sprudel: ob Sprudels kamen sünd (beim Untergang Rethras) ut de Ierd'? Sta Stargard@Neustrelitz NStre…

  5. Spezial
    Sprudel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Spru|del m. (-s,-) 1 (Quelle) fontana (-nes) f. 2 (Mineralwasser) ega minerala f. 3 (Sodawasser) soda f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sprudel

52 Bildungen · 44 Erstglied · 7 Zweitglied · 1 Ableitungen

sprudel‑ als Erstglied (30 von 44)

sprudelei

DWB

sprudelei , f. das sprudeln und gesprudeltes, in übertragener anwendung: nun habe ich einmal die Rossinischen sprudeleien so gehört wie ich'…

sprūdelen

WWB

sprūdelen V. [verstr.] 1. sprudeln. — 2.1. hervorschießen ( Kr. Minden Min Kr. Minden@Hahlen Ha ). — 2.2. (von Pflanzen) ausschlagen: Dä Sta…

Sprudelerbsen

GWB

Sprudelerbsen [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

Sprudelflasche

PfWB

sprudel·flasche

Sprudel-flasche f. : ' Flasche für Mineralwasser '. E Gummiche, rot un rund vun änrer Sprudelflasch, halt es Kraakneppche fescht [ Kröher Ly…

sprudelhöhle

DWB

sprudel·hoehle

sprudelhöhle , f. : sanft hauch' aus deiner sprudelhöhle, o geist ( einer quelle )! und still werd' unsre seele, wie deine flut, und rein! V…

sprudelig

MeckWB

Wossidia sprudelig unordentlich: dat süht so sprudelig ut im Tornister Wa.

Sprudel II

RhWB

Sprudel II, PfWB LothWB Spruddel das Wort ist als -ūrəl, –ur- Rhfrk; -ūd- Mosfrk (auch -ud- ) [ -ul Zell-Senh , May-Bell ]; Rip -ud-; Pl. -ə…

Sprudeljohren

MeckWB

Wossidia Sprudeljohren Pl. n. Entwicklungs-, Pubertätsjahre, s. MeckWB Griseljohr (Bd. 3, 291).

Sprūdelkō²l

WWB

sprudel·kol

Sprūdel-kō²l m. junger, frisch sprossender Grünkohl ( Kr. Herford Hfd Kr. Herford@Bischofshagen Bi ), Sprossenkohl [ Kr. Lübbecke Lüb Min].

sprudelkopf

DWB

sprudel·kopf

sprudelkopf , m. sprudelnder, leicht aufbrausender kopf, mensch. Campe, brausekopf: mir wurden viel sprudelköpfe zu theil, welche fast den e…

Sprūdelmō¹s

WWB

sprudel·mos

Sprūdel-mō¹s n. Grünkohl ( Kr. Steinfurt Stf Kr. Steinfurt@Nordwalde Nw ), Sprossenkohl ( Kr. Beckum Bek Lb).

sprudelquelle

DWB

sprudel·quelle

sprudelquelle , f. sprudelnde quelle. Campe, vom Karlsbader sprudel: er sah eine weisze gestalt in der halle, die sich abwechselnd beugte un…

sprudelröhre

DWB

sprudel·roehre

sprudelröhre , f. von den adern: am ursprung bin ich hier vom heil'gen quelle, der lebensfrisch durch tausend sprudelröhren vom mittelpunkt …

sprudelsalz

DWB

sprudel·salz

sprudelsalz , n. : Karlsbader sprudelsalz, aus Karlsbader sprudel gewonnen. vgl. DWB sprudel 2 sp. 182 oben.

sprudel als Zweitglied (7 von 7)

berggesprudel

DWB

berg·gesprudel

berggesprudel , n. scaturigo montana: wo uns schattet der wald, wo berggesprudel uns tränket. Voss.

edelsprudel

DWB2

edel·sprudel

edelsprudel m. sekt: 1965 ebd. 37,64. DWB2 β hochentwickelte oder hochgezüchtete tiere, pflanzen, in der rassenkunde auch menschen:

gesprudel

DWB

ges·prudel

gesprudel , n. das sprudeln: wie wenn ein meister in erz die holzaxt oder das schlichtbeil taucht in kühlendes wasser, das laut mit gesprude…

schaumgesprudel

DWB

schaum·gesprudel

schaumgesprudel , n. das sprungweise aufwallen des schaumes, das kochen, moussieren: aus dem schaumgesprudel ( des kelches ) stiegen holder …

Ūtsprūdel

WWB

Ūt-sprūdel m. [ Kr. Minden Min Hfd] Ausschlag aus dem Wurzelstock (bei Stauden und Sträuchern) (Frbg.).

Ableitungen von sprudel (1 von 1)

gesprudel

DWB

gesprudel , n. das sprudeln: wie wenn ein meister in erz die holzaxt oder das schlichtbeil taucht in kühlendes wasser, das laut mit gesprude…