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spieler

nhd. bis sprichw. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

spieler m.

Bd. 16, Sp. 2388
spieler, m. der spielt, gewohnheitsmäszig oder im einzelnen falle, lusor. die bildung nur im deutschen nachweisbar: ahd. spilâri tympanista, strio, satyrus, dazu seitspilâre fidicen. Graff 6, 331; mhd. spilære Lexer handwb. 2, 1092, mnd. spel(e)re, spiler Schiller-Lübben 4, 312b, nl. spêler lusor: et histrio, actor, scenicus: et lusor, aleo, aleator. Kilian. glossen: lusor spiler voc. opt. 34b Wackernagel (27, 4); lusor hd. spiler, spieler, spiller, hd. nd. speler. Dief. gl. 340b. auch neund. speeler Dähnert 446a, spêler (pl. spêlers) Schambach 203b. vgl. Weigand 2, 763. 11) im allgemeinen: spiler lusor Maaler 380c; spieler, m. joueur Hulsius 302b; lusor, ein spieler Corvinus fons lat. 374b; lusor, ludio Steinbach 2, 628. spieler wird gewöhnlich in bezug auf die besondern unter spielen II und spiel II behandelten spielweisen gebraucht. der specielle sinn ergiebt sich dabei aus den begleitenden bestimmungen oder aus dem zusammenhange; fehlen solche, so darf man immer die bedeutung 5 verstehen. sehr gern wird die nähere bestimmung durch zusammensetzung ausgedrückt. 22) ziemlich selten von den bloszen zeitkürzungsspielen (s. spielen II, 1), zumeist in spielbeschreibungen, spielregeln u. dergl.: zum mühlespiel gehören zwei spieler; die (tennis-)spieler dürfen den spielplatz nur mit tennisschuhen betreten; bei dem spiele 'katze und maus' stellen sich die spieler im kreise auf und fassen sich bei den händen; herr A. ist ein ausgezeichneter (tennis-)spieler u. ähnl. selten in der litteratur vom ballspiel: wie ein ball in der hand, den übungsreich bald fängt, bald wirft des erhabenen spielers anmut! Platen 281b (der romant. Oedip. 1). 33) von spielleuten (s. spielen II, 3): die fierd schell ist spileren zuo luogen als da ist stechen, fechten umb das leben, tantzen, die sünden als helffer darzuo. Keisersberg narrensch. 160 (152)a. später nur vom schauspieler (s. spielen II, 4): spiler der schauwspilen, actores comoediarum, comoedi. Maaler 380c; spieler, comedien oder tragedienhalter, joueur de comedies, ou farces. Hulsius 302b; so jetzt tirol. spîler acteur. Schöpf 688. belege: man trete auf die bühne selbst, und gebe acht, wie sich die geschöpfe der fantasie im spieler verkörpern. Schiller 2, 345; wo dichter, spieler, schauer sich verbinden. Göthe 4, 48; ists nicht erstaunlich, dasz der spieler hier bei einer bloszen dichtung ... vermochte seine seele nach eignen vorstellungen so zu zwingen, dasz sein gesicht von ihrer regung blaszte. Shakespeare Haml. 2, 3. mit abhängigem genitiv: die spieler starker tragischer rollen ... pflegen ihre empfindung murrköpfisch herzuzanken, ... wenn im gegentheil die sanften rührenden spieler ihre zärtlichkeit und wehmuth in einem monotonischen gewimmer schleifen. Schiller 2, 347. im bilde: der entschlusz, welchen Ferdinand jetzt faszte, gab dem krieg eine ganz andere richtung, einen andern schauplatz und andre spieler. 8, 94 (dreiszigjähr. krieg, anf. des 2. b.); wenn die vollständigste geschichtserzählung uns über die lezten gründe einer begebenheit, über die wahren motive der handelnden spieler oft genug unbefriedigt läszt. 9, 402; hierauf bewies er — ... wahnsinn wie epilepsie gebe mehr dem zuschauer als dem spieler schmerzen. J. Paul Titan 4, 10. 44) in bezug auf musik (s. spielen II, 5): spieler, der auff geigen, lauten oder cithern schlägt, m. qui joue du luth, ou du violon. Hulsius 302b; er ist ein guter spieler auf der geige. Campe; er (Leonardo) war ... ein angenehmer sänger und spieler auf der geige. Wackenroder herzenserg. 75; er war förmlich unter der zahl der tonkünstler als spieler auf der geige angestellt. 78; ich mag wohl, als ich den spieler gar nicht mehr hörte, ganz sonderbar in das pianoforte hineingestarrt haben. E. T. A. Hoffmann (1873) 7, 328; ein gut spiler und organist. Daniel v. Soest 198 Jostes (gemeine bicht 2691); Judah, mein sohn! mein herz dröhnt wie die harfe unter spielers hand. Ludwig 3, 350. sprichwörtlich: ehe sich der spieler versieht, zerspringt die saite. Wander 4, 709, 16. 55) in der regel bezeichnet spieler den, der gewinnspiel treibt, vgl. spielen II, 6: spieler, spielbub, aleo, aleator. Dasypodius; spieler, der, lusor, aleo, aleator. Stieler 2086. in der 'feldsprach' (gaunersprache) dafür: joner, rürer, s. Philander 2, 650. umgekehrt spieler für gauner. Avé-Lallemant 2, 121, hehler 4, 609. — die zusammensetzungen gehen ausschlieszlich von dieser bedeutung aus. 5@aa) so im allgemeinen: und gieng hernach ... wider zu den spillern und spilt wider; also gewan er, so fil als er verloren hett. d. städtechron. 25, 79, anm.; zue dem soll kainer in seinem haus oder bestandsinwohnung weder spillen oder karten lassen; wer aber betretten wirt, der soll mit sambt den spillern gestraft werden. tirol. weisth. 1, 130, 44; wie ... denen gerichtsdienern auferladen werden, wann sie ainiche spiller betreten, so höcher als umb vorgemeltes quantum ... spillen, denen spillern das gelt hinweck zu nemben. 4, 243, 3—5; ein erschräcklich gschicht von dreyen spielern, denn bey sölchen grundsupplern und schandfleckigen lastervögeln der füllerey pflegen würffel und karten das gratias zuo sagen. Kirchhof wendunm. 1, 271 Österley (1, 220); was auszbeut die spieler gemeiniglich darvon bringen. 2, 309 (3, 40); ich bin den spilern gar nicht neidig m ihr geld, welches sie gewinnen. Butschky Pathmos s. 321; jene 4. spieler, welche um das klaid Christi unter dem creutz mit würfflen gespielet, seynd keine rechtschaffene und ehrliche leut gewest. Abraham a S. Clara Judas (1687) 1, 327; nicht allein verliert der spieler die ehr, sondern auch das gewissen. ebenda; im salon, wo man spilt, gehe ich nicht hin, den die spieller sehen die, so nicht spillen, scheel ahn undt meinen alsz, man bringt ihnen unglück. Elisab. Charlotte 3, 252; wir andern spieler sind ehrlike leut unter einander. Lessing 1, 569 (Minna 4, 2); sonderbar ist die allmählige entwickelung des künftigen, welche die spieler der plötzlichen enthüllung vorziehen. bei hazardspielen, wobei umgeschlagen wird, betrachten sie die karte, die sie frei ansehen dürften, lieber erst gegen ein schwaches licht von hinten. Lichtenberg 1, 119; um alle (tische) drängte sich die gesellschaft der spieler. Freytag 20 (bilder 3), 67; der guote hêrre sant Bernhart eim spilær eins mâls bekan; der spilær ruoft in frœlich an. er reit ein wol getâneʒ phert, des der spilær flîʒiclich gert. Beringen schachged. 9305—9; czeug mir ein spiler, wer der sey, der ein pfennig hat mit got, den er mit spil gewunnen hat. fastn. sp. 1289. in der regel bezeichnet spieler den gewohnheitsmäszigen spieler, spieler von profession. Krünitz 158, 171 u. o., vgl. 167—188, auch nd. speeler 'der die lust zum charten- und würfelspiel nicht mässigen kann'. Dähnert 446a: der ganze haufe der spieler kann unter zwo classen gebracht werden. ein jeder, der karten, oder würfelspiel, oder wetten zu seinem täglichen geschäffte macht, ist entweder ein betrogener, oder ein betrüger. hannov. mag. 6 (1768), s. 1114. so auch: von der spieler brüderschafft und orden, sampt jhren stifftern, guten wercken unnd ablasz. theatr. diabol. (1569) 506b C; diese teuffel alle seind der spieler brüderschafft bestettiger und fürderer. 508a D. — specieller, zu spielen II, 6, i: 'in einem kartenspiele, u. s. f. ist in engerer bedeutung der spieler demjenigen entgegen gesetzt, welcher paszt. (nach einer andern einschränkung ist der spieler derjenige, welcher aus dem spielen um geld sein vornehmstes geschäft macht, bey welchem das spielen zur leidenschaft geworden ist.)' Adelung. vgl. Gotter 1, 78 unter spielprofessor. 5@bb) mit synonymen verbunden: daʒ selbe ist den topelæren unde den spilern. Berthold v. Regensburg 1, 231, 14; die lxxvii. narren schar seint spiler, raszler von den kurtzweiligen spilen. Keisersberg narrensch. 159 (151)a; wann man das avae Maria leit. so soll kain würth lenger gestatten ze spiln oder er ist umb das wandl mit sambt den spillern und kartern. Salzb. taid. 19, 39; das niemant in seinem haus spiln noch karten lasz ...; wers aber in seinem haus setzt, der soll sambt den spilern und kartern gestraft werden. tirol. weisth. 1, 106, 38; voraus, wenn er zu jeder frist kein säuffer, spiel- und doppler ist. Brodtkorb teutsche warh. (1700) 225. andre zusammenstellung: den schergen und den wuocherær, lîtgeb unde spilær, den diup und den schâchman, den huorer und den riffiân heiʒet loufen bî der zît. buch der rügen 1412; wer hat ye grosser schelk gesehen, dan löter, spiler, riffianer? fastn. sp. 1290. 5@cc) mit attributen: ein rechter spiler, ders wagen darff, aleator, aleo. Maaler 380c; aber so es die rechten spieler sagen, die alles gelt unnd gut in die schantz setzen, ... denen lasz ichs keine kurtzweil seyn. theatr. diabol. 509b B; ein itslich rehter spilære hât vierhande guotswendære, der würfel lîht und der dâ zelt und der ze dem pfande ist erwelt; der vierd von tische und in daʒ lieht (deist der wirt). Konr. v. Haslau jüngl. 363. die heftigkeit der neigung zum spiel betonen die ausdrücke: wisz, das ich bin ein spieler grosz, wurffel und karten ich stets trag. H. Sachs fastn. sp. 1, 16 neudr.; so werden sie mir einräumen müssen, dasz ein starker spieler einen character habe, der das resultat seiner lebensart ist, die er führt. Hamann 4, 398. dafür auch: dieser ... ist nicht auff einmahl ein solcher ertz-spieler worden, sondern hat ebenmässig von kleinen dingen angefangen. Abraham a S. Clara Judas 1, 220. vgl.: er ist ein greulicher spieler, ertz-spieler, spielunck, egli è un gran giocatore, un arcigiuocatore. Kramer dict. 2, 865b. mit bezug auf die kunstfertigkeit im spiel: er ist ein guter, künstlicher spieler, ein haubt-spieler, egli è un buon, un felice .. giuocatore. 865a; gesetzt aber, ein ehrlicher mann ... würde in einer gesellschaft von feinen betrügern, die für gute spieler gälten, ... zu einer parthie mit ihnen aufgefordert. Hamann 2, 34. ferner: ein scharffer spieler, un giuocatore accorto. Kramer dict. 2, 865b; auff Rebuffus den sichren spieler. Wernike ged. 163; glückliche spieler, die es bis ans ende geblieben, werden wenig gesehen, aber viele die sich durch spielen in unglück gestürtzet. Jablonski 737b. — ein falscher spieler ò falsch-spieler, un giuocatore falso, un barro, mettitor di dadi falsi, truffaruolo, barattiere, un mariuolo, giuocator di vantaggio. v. spitzbub. raszler. Kramer dict. 2, 865a; falsche spieler und spitzbuben nenneten vorzeiten die landsknecht wölffe, darumb, dasz sie die einfeltigen unwiszenden, wie der wolff ein schaff, beruckten; pflegten und wusten die würffel, die ihnen schon von andern auffgelegt, zu verschlagen oder mit andern würffeln, die den vorigen gleich waren, zu verwechseln, und was, und wie viel augen sie nur werffen wolten, auch vor ihnen stunden. solcher gestalt gehen sie auch umb mit den karten, ziehen darausz, welche bletter ihnen gefellig, oder flicken andere, ihnen zu ihren stücken dienlich, über die gewönliche zahl hinein. Kirchhof wendunm. 2, 312 Österley (3, 45); der betrügerische spieler hat auch oft den verdrusz, dasz ihm seine absichten vereitelt werden. hannov. mag. 6 (1768), 1117. auch schlechtweg zusammengestellt: spieler und spitzbuben sind diebe, so wol die welche gewinnen, als die welche verspielen. ... spieler und spitzbuben sündigen gemeiniglich wieder alle gebot. ... wird bey dem spielen gottes name vielfältig miszbrauchet mit zauberey, die die spieler und spitzbuben offtmals über würffel und karten segen sprechen. Schuppius 199. 5@dd) sprichwörter: die besten spieler sind die aller bösten buben. Petri Q 1b. Henisch 326, 28; je besser spieler, je böser schalck. 319, 66; aleator quanto in arte est melior, tanto est nequior. Dentzler 1, 32a; ein spiler von der hohen schule in Paris. Eiselein 574 (vgl. Ekkehard Waltharius 765 f.). — ein speler mot sêr ryk syn of deif of vele arbeidende, aleo vel dives vel fur multumve laborans. Tunnicius 1150; ein spiler ist entweder reich, arbeytsam, odder ein dieb. Franck sprichw. 1, 80b; spieler müssen reich seyn, oder sind diebe, oder arbeiten viel. spieler sind heimliche diebe. spieler sind untrew. spieler tragen einander das geld nach. Petri Tt 1a. — nun ist es aber ein wunnder, dasz under zehen spiler kein gewinner, und nit ein reicher ist, sonder eitel losz arm tropffen. Franck sprichw. 2, 160b; derhalben die erfahrung disz sprichwort herfür bracht hat: ... ich hab mein lebenlang keinen reichen spieler gesehen. theatr. diabol. (1569) 509a B; under zehen spieleren wird keiner reich. Dentzler 2, 269a; wenn ein spieler nicht verlöhr, so höret er nimmer auff. Petri Ccc 2a; der spieler selten ehe abliesz, bisz jhn der ledig beutel hiesz. P 1a; man pflegt von den spilern recht zu sagen, ein spieler musz leib und gut wagen. Zincgref apophth. 4, 398; mancher spieler verliert in éiner stunde was er in seinem leben nicht wieder gewinnt: Simrock 9718; spieler und rennpferde dauern nicht lange. junger spieler, alter bettler. 9720 f.; reiche spiler und alte trompeter sind rar. Eiselein 573; alle spiler gehn am ende hinweg und haben lere hände. 574. 5@ee) im bilde oder vergleiche: der verschlagene spieler hats nur in einer karte versehn. er kalkulirte das ganze spiel des neides, aber der raffinirte wizling lies zum unglük die patrioten aus. Schiller 3, 157 (Fiesko 5, 16); nur ein verzweifelter spieler sezt alles auf einen einzigen wurf. 490 (kab. u. liebe 5, 5); dasz wir dann endlich aufhören mögen für Sophiens tage zu zittern, dasz ich nicht mehr wie ein verzweifelter spieler lebe, dessen ganzes wohl und weh davon abhängt, ob ein blüthenblatt in diese oder jene welt fällt. Novalis 1, 67 Meiszner. 66) mhd. spiler für eine schachfigur (der 8. vende), s. Beringen schachged. gloss.
13816 Zeichen · 307 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Spieler

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Spieler , des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Spielerinn, eine spielende Person, in allen Bedeutungen des Zeitwor…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Spieler

    Goethe-Wörterbuch

    Spieler [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    Spielerm.

    Pfälzisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Spieler m. : 1. a. 'wer spielt, ein Spiel bestreitet', Spieleʳ , Speeleʳ , Verbr. s. spielen [mancherorts, Lambert Penns…

  4. Sprichwörter
    Spieler

    Wander (Sprichwörter)

    Spieler 1. Alle Spieler gehen weg am Ende und haben leere Hände. – Birlinger, 471. 2. Alle Spieler haben am Ende wenig m…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit spieler

42 Bildungen · 28 Erstglied · 11 Zweitglied · 3 Ableitungen

Ableitung von spieler 3 Analysen

spie + -ler

spieler leitet sich vom Lemma spie ab mit Suffix -ler.

Alternativen: spi+-e+-ler spiel+-er

spieler‑ als Erstglied (28 von 28)

spielerabenteuer

DWB

spieler·abenteuer

spielerabenteuer , n. : der tägliche umgang mit menschen seines faches, mit spielern, erzeugt oder erweckt in ihm die begierde, es ihnen in …

spielerbande

DWB

spieler·bande

spielerbande , f. bande, gesellschaft von glücksspielern, s. Campe : hierauf folgten bedenklichere gesellen, bekannte debauchierer, die in a…

spielerbedürfnis

DWB

spieler·beduerfnis

spielerbedürfnis , n. : ohne grundsätze und ideale, war sein hervorstechendster zug das spielerbedürfnisz; er lebte von aufregungen. Fontane…

spielerei

DWB

spiele·rei

spielerei , f. , nhd. seit dem 16. jahrh., s. unten 1: spielerey, f. giuocheria, giocolaria. Kramer dict. 2, 867 b ; vulg. ludicra Frisch 2,…

spielereid

DWB

spiele·reid

spielereid , m. : solch eine that, die alle huld der sittsamkeit entstellt, ... ehgelübde falsch wie spielereide macht. Shakespeare Haml. 3,…

Spielerey

Adelung

spiele·rey

Die Spielerey , plur. die -en, nur in dem ersten Falle der zweyten Hauptbedeutung des Zeitwortes, eine bloß zur Belustigung oder zum Zeitver…

spielergeben

DWB

spieler·geben

spiel-ergeben , adj. : eben so wenig können die spielergebenen von dem spielen ... ablassen. Wesenigk spiel-sieben s. 155 .

Spielerglück

Wander

spieler·glueck

Spielerglück Spielerglück und Pferdelauf hören schon beizeiten auf. It. : A cavallo corrente e felice giuocatore poco dura l' onore. ( Giani…

spielerhaft

DWB

spiel·erhaft

spielerhaft , adj. , nach art eines spielers, vgl. spielhaft ( Kramer ) und spielerisch ( Stieler ): die rede des schönen Fädrus ... ist ...…

spielerhand

DWB

spieler·hand

spielerhand , f. : sein adlig herz brach unter der übergewalt seines zornes über unadlig thun, wie eine leier unter eiserner spielerhand. Lu…

spielerich

LothWB

spiel·erich

spielerich [špiləreχ D. Si. ; šbilri Ri. Ha. ] adj. zum Spielen aufgelegt: ’s isch mer nid spilri Ri. — lux. 415 spillerech.

spielericht

DWB

spiele·richt

spielericht , adj. : nach ihnen ( haben ) die PegnitzschAefer bey uns, berall reimen wollen z. e. ihr matten voll schatten, begrasete wasen…

Spiᵉlerīe

WWB

spiele·rie

Spiᵉlerīe f. [verstr.] 1. (fortwährendes) Spielen. De Spïelerigge hött nū op! ( Dor Wl ). — 2.1. nicht ernst zu nehmende, nicht sinnvolle Be…

spielerig

RhWB

spie·lerig

spielerig Mosfrk Adj.: aufs Spiel versessen, bes. von Kindern; meist et ös mer nöt sp. zo Mut ich habe keine Neigung zum Spielen.

spielerin

DWB

spiel·erin

spielerin , f. quae ludit. Steinbach 2, 628 . zuerst im 15. jahrh. bezeugt: an die sechsten ürten so sicht die reich mAessikayt und manet di…

spielerisch

DWB

spiele·risch

spielerisch , adj. , vgl. Kramer unter spielhaft: spielerisch, spielhaft, et spielerhaft, adj. et adv. ludicer, lusorius, ludicrus, ludibund…

spielerjahr

DWB

spieler·jahr

spielerjahr , n. : wenn ehmals zu Corinth das fünffte spieler-jahr den meistern ihrer kunst der völcker lob gebahr. Günther 757 .

spielerkunst

DWB

spieler·kunst

spielerkunst , f. : ein ausgezeichneter spieler in der schwarzen spielerkunst, wuszte oft schöne bijouterien ... auf eine wohlfeile art an s…

spielerleben

DWB

spieler·leben

spielerleben , n. : ein Guido Reni, der ein so wildes spielerleben führte, schuf die sanftesten und heiligsten bilder. Wackenroder herzenser…

spielerlich

DWB

spiel·erlich

spielerlich , adj. ( ungewöhnlich ): als derselbige sie vor dem feuer- und schwefel-regen warnete, und mit ihm auszuziehen ermahnete, war es…

spielerlieb

DWB

spieler·lieb

spielerlieb , n. lied, wie es die spieler (5) singen, s. Avé-Lallemant 1, 211 .

spielerliste

DWB

spieler·liste

spielerliste , f. : fort noch spielen diese knochen, hohl die schädel, drinnen nisten bettelhafte spielerlisten. Keller 9, 289 .

spielerlohn

DWB

spieler·lohn

spielerlohn , m. ( zu spieler 4): etliche herren sogar lieszen uns oft expresz in eine garküche rufen, ihnen den kuhreihen zu singen. meist …

spielermattet

DWB

spiel·ermattet

spiel-ermattet , adj. : spiel- und schlafermattet kränzten den knaben mit neuem laube die dichtertauben! Herder 26, 214 Suphan ( Hor. od. 3,…

spielersippe

DWB

spieler·sippe

spielersippe , f. : seht die dürre spielersippe: vier geharnischte gerippe, mit der klapperfaust, der harten, hau'n sie auf den tisch die ka…

spieler als Zweitglied (11 von 11)

harfenspieler

DWB

harfen·spieler

harfenspieler , m. : citharista harpfenspeler, harffspeler Dief. 124 a ; die stimme die ich höret, war als der harffenspieler, die auf ihren…

Kartenspieler

Campe

karten·spieler

Der Kartenspieler , des — s , d. Mz . w. d. Ez. der Kartenspiele zu spielen verstehet und spielet, besonders wenn er gern spielet.

Pfeifenspieler

DRW

pfeifen·spieler

Pfeifenspieler, m. in der elsässischen Bruderschaft der Spielleute organisierter Pfeifer nachdem die sazungen der pfeifen spiler, pfeifer-sp…

saitenspieler

DWB

saiten·spieler

saitenspieler , m. , mhd. seitenspiler: seitenspiler fidicen Dief. 234 a . Stieler 1313. 2086 ; und die stimme der senger und seitenspieler,…

schauspieler

DWB

schau·spieler

schauspieler , m. ausübender dramatischer künstler: schawspiler, scenici Dasypod. ; schauwspiler, die spil machend und haltend, scenici arti…

taschenspieler

DWB

taschen·spieler

taschenspieler , m. einer der aus der tasche spielt ( s. tasche 1), d. h. aus seiner tasche ( oder hut ) ungesehen und zur überraschung gege…

Topfspieler

DRW

topf·spieler

Topfspieler, m. Betreiber eines Topfspiels bdv.: Töpfler vgl. Glückshafen weilen es auch mit den glücks-töpfen ein betriegliches fehlbares w…

trichterspieler

DWB

trichter·spieler

trichterspieler , m. , nur in der form trachterspieler belegt, ein landfahrer mit einem glücksbrettspiel, s. trichter 2 d und trichterspiel:…

verspieler

DWB

ver·spieler

verspieler , m. , der im spiel verlierende, nur im eigentlichen sinne. verspiler, ludius, qui perludit, perlusor voc. inc. teut. ii 4 b; ver…

Ableitungen von spieler (3 von 3)

Gespieler

RhWB

Ge-spieler: -špe·l.dər m.; -dərš f. MGladb-Bockert : (selten) Spielkamerad(in).

Spielere

DRW

Spielere, f. wie Spielweib (I) spilara theatricam 9. Jh. ChWdW9 788

verspieler

DWB

verspieler , m. , der im spiel verlierende, nur im eigentlichen sinne. verspiler, ludius, qui perludit, perlusor voc. inc. teut. ii 4 b; ver…