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specken

mnd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
9 in 7 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
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12
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10

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

specken verb.

Bd. 16, Sp. 2041
specken, verb. , in mehreren bedeutungen, die zum theil verschiedenen etymologischen ursprung haben. 11) zu speck, lardum, spekken, spikken, lardo transigere, lardare. Schottel 1418, specken hoggi spicken, lardare, inlardare, impilottare. Kramer deutsch-ital. dict. 2 (1702), 854b, mit speck versehen, spicken. Campe, nd. specken, spicken. Schiller-Lübben 4, 308b, spekken, ein stück fleisch mit geschnittenem speck durchziehen. Dähnert 447b, in Ostfriesland in letzterem sinne spikken, während dort spekken heiszt mit speck füllen, fett machen, mästen: de pankôk is gôd spekt; hê hed sük gôd spekt. ten Doornkaat Koolman 3, 271b. 274b. in letzterem sinne erscheint es auch in folgender stelle bei dem Pommern Micraelius: du wilt, sagete er, jetzund diesen (amtmann) absetzen, den wir nun gespecket und sat gemachet haben, und setzest uns eine hungerige lausz wider dahin, die sauget uns von newen aus, und machet uns arm. alt. Pomm. 3, 453. vgl. ndl. spekken und unten spicken, lardare. 22) zu specke, knüppel-, faschinendamm, -brücke, mnd. specken (speken), eine specke machen, enen specken, einem auf einer specke forthelfen. Schiller-Lübben 4, 308b, nnd. spekken, einen kleinen erhöhten damm machen, einen sumpfigen weg mit rasenstücken, buschwerk oder dgl. erhöhen, ausbessern. brem. wb. 4, 940, sumpfige stellen mit holz-, buschwerk belegen und ausfüllen. Dähnert 447b, speken, einen sumpfigen weg mit holz und strauchwerk bessern. 446b, die stromseite eines deiches mit stroh oder schilf bekleiden, die zu den deichen nötige erde ausgraben. Jacobsson 4, 388a. 33) holz sehr klein spalten, wie z. b. zu wachholderfeuer, in [] Graubünden. Stalder 2, 381. vgl.spachen, springen, bersten oben sp. 1828. 44) mit schnellkugeln, schussern spielen, der specker, schusser, in Tirol. Schöpf 685. im Deferegger dialekt heiszen sie spacker, deminut. spackerle. Hintner 209. vgl. auch spacken, specken 3 oben sp. 1830. 55) mit dem finger einen schneller (z. b. auf die stirn) geben, in Tirol. Schöpf 685. in ähnlicher, jedoch stärkerer bedeutung späcka, abspäcka, schläge auf den hintern geben, in der gegend von Würzburg. Sartorius 115. Ruckert unterfränk. mundart 172. das wird als zu speck, lardum gehörig empfunden, man nennt dort späckklöass scherzend schläge auf den hintern. Ruckert a. a. o. vgl. speckklosz unten. 66) ein knabenspiel, wobei vorn zugespitzte stäbe so geschleudert werden, dasz sie im erdboden stecken bleiben, specker, ein dazu dienender stab, im Deferegger dialekt. Hintner 209. vgl. spicken in entsprechender allgemeinerer bedeutung unten.
2601 Zeichen · 64 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    speckensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    specken , sw. V. nhd. „specken“, spicken, Stück Fleisch mit Speckstreifen durchziehen, mit Speck füllen, vollstopfen, au…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Speckenv., trs

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Specken , v. trs . mit Speck versehen, spicken. D. Specken. D. — ung .

  3. modern
    Dialekt
    speckenschw.

    Pfälzisches Wb.

    specken schw. : 1. 'verhauen, verprügeln', specke (šbęgə) [KU-Nd'staufb WD-Hoof HB-Lu'thal IB-Hass KL-Olsbr Rodb Wörsb, …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit specken

17 Bildungen · 4 Erstglied · 11 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von specken 2 Komponenten

spec+ken

specken setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

specken‑ als Erstglied (4 von 4)

speckenfett

MeckWB

specken·fett

Wossidia speckenfett spickenreich an Speck, vom Vieh Ro Rostock@Klockenhagen Klock ; dei is speckenfett uppe Riff Blank; un dorbi wieren se …

Speckengel

MeckWB

speck·engel

Wossidia Speckengel m. scherzhaft für Wucherer Reut. 3, 111; zu Speck Geld ( s. MeckWB Speck 3 ), vgl. Klenz 2, 72.

speckente

DWB

speck·ente

speckente , f. , eine art wilder enten, die pfeifente, anas penelops, die als besonders fett und wolschmeckend gerühmt wird. Campe. Nemnich …

specken als Zweitglied (11 von 11)

rōsīnspecken?

KöblerMnd

*rōsīnspecken? , sw. V.? nhd. mit Rosinen spicken Hw.: s. rōsīnspecken (2) E.: s. rōsīn, specken (1)

ABSPECKEN

DWB2

abs·pecken

DWB2 ABSPECKEN vb. DWB2 den speck ablösen: DWB2 1866 die mannschaft hatte .. mit dem zerlegen und abspecken der beute .. zu thun ( walroßfan…

afspecken

MeckWB

Wossidia afspecken den Speck abtrennen, in der Fischersprache: den Seehund afspecken Ro Rostock@Warnemünde Warn .

bespecken

KöblerMnd

bes·pecken

bespecken , sw. V. nhd. spicken E.: s. be, specken (2) L.: MndHwb 1, 246 (bespecken)

ȫverspecken

MNWB

oever·specken

ȫverspecken , ōver- , swv. : über einen Knüppeldamm, eine Knüppelbrücke gehen, eine Knüppelbrücke passieren, wan de rü̂teren und ander vôtge…

rōsīnspecken

KöblerMnd

rōsīnspecken , Adj. nhd. mit Rosinen gespickt seiend E.: s. rōsīnspecken (1) L.: MndHwb 2, 2247 (rôsînspecken) Son.: örtlich beschränkt

verspecken

DWB

vers·pecken

verspecken , verb. , von speck 5) abgeleitet, das in oberdeutschen mundarten ' dreck, unreinlichkeit ' bedeutet ( theil 10, 1, sp. 2038): ve…

ōverspecken

KöblerMnd

ōverspecken , sw. V. Vw.: s. ȫverspecken

ȫverspecken

KöblerMnd

ȫverspecken , sw. V. nhd. über einen Knüppeldamm oder eine Knüppelbrücke gehen Q.: Beninga (um 1550) ed. Hahn 1 388 E.: s. ȫver (1), specken…

Ableitungen von specken (2 von 2)

bespecken

KöblerMnd

bespecken , sw. V. nhd. spicken E.: s. be, specken (2) L.: MndHwb 1, 246 (bespecken)

verspecken

DWB

verspecken , verb. , von speck 5) abgeleitet, das in oberdeutschen mundarten ' dreck, unreinlichkeit ' bedeutet ( theil 10, 1, sp. 2038): ve…