Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
sleife swv.
1. mache gleiten, bringe schleifend irgendwohin. ahd. sleifu Graff 6,809. Schmeller 3,434.
a. si hatten alle roubes genuoc: jener sleifte, dirre truoc livl. chron. 1265.
b. ein starke glavî sleifte er Ludw. kreuzf. 2710. in mîner hant ich den hunt nu lange hân gesleifet Hadam. 296. dô sleift man Vênus bî der hend narrensch. 61,15.
c. man bant in nacket zu einem phagen unt sleifete in durch die strâʒen Herb. 17440. vgl. Pass. 201,92. 202,2. Kirchb. 797,61. si bundin in einim pferde an den stert und sleiftin in kein Torun wert Jerosch. 30. b. dô slêfte man si durch di stat under den newen galgen Zitt. jahrb. 32,25.
d. mit adverbialpräp. daʒ man Georgium sleifte in der stat alum Pass. K. 264, 60. dô wart der schalc ûʒ gesleift und über stoc und stein gesweift Keller 240,13.
2. eine stat sleifen zerstören, dem erdboden gleich machen Clos. chron. 34.