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serpentin

mhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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8 in 8 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

serpentin m.

Bd. 16, Sp. 627
serpentin, m. 11) serpentinstein, m. eine weiche steinart (topfstein, speckstein, seifenstein), von meist dunkelgrüner oder schwärzlicher farbe mit schwarzen, braunen, rötlichen, gelben u. s. w. flecken, die besonders in Sachsen (um Meiszen, bei Zöplitz) gebrochen und zu allerlei gefäszen verarbeitet wird, s. Adelung. Nemnich (serpentinus lapis). Oken 1, 221 ff. (vgl. das register). Jacobsson 4, 146b. 7, 340 (serpentinstein, serpentinmarmor, Zöplitzer marmor, talcum serpentinum, lapis nephriticus). öcon. lex.2 1719 f. Eggers 2, 900 unterscheidet von dem Meisznischen serpentinstein ('eine art grünlichen alabasters') den härtern, ägyptischen serpentin-marmor (ophites) der alten. serpentinstein, lapis serpentinus, marmor viride. Stieler 2140; ophites, marmor durissimus, colore viridi saturatus, dilutis ejusdem coloris maculis quasi aspersus, vulg. serpentinus. nachsch. 27a; serpentin, m. eine art weichen marmors, der sich drehen läszt, dasz man allerley geschirrlein daraus machen kan. wird in Meissen gefunden. weil er unterschiedene dunkele farben hat in seinen flecken, als grünlich und schwarz, die auch an schlangen gefunden werden, so heiszt er von serpens, serpentinus. Frisch 2, 265b. von einer felsart, die vorwiegend aus serpentin besteht, auch serpentinfels, m. ophites, serpentinus saxosus (saxatus) Nemnich, vgl. Behlen 5, 615. Oken 1, 507 f.der name stammt aus lat. serpentinus lapis (ital. serpentino), das seinerseits in griech. ὀφίτης sein vorbild hat. der stein ist so benannt nach einigen wegen seiner schlangenhautähnlichen schillernden farbe (vgl. Frisch, s. oben), nach andern, weil man im alterthum glaubte, dasz er den schlangenbisz heile. Weigand 2, 702. 22) in der artillerie, ein altes französisches stück, das 13 fusz lang war und 24 pfund schosz, s. Jacobsson 4, 146b. Eggers 2, 899. vgl. die früher so verbreitete bezeichnung schlange, feld-, handschlange für geschütze, s. Böheim waffenk. s. 436 ff. volksetymologisch entstellt zu scharfentin und ähnl., s. scharf 10, c, theil 8, 2188 (scharpentin Freytag 20, 27). — dazu das deminutiv serpentinel(l), n. (?) ein kleineres stück, das 14 kaliber lang war und 16 (19?) lot schosz, verdeutscht schlänglein, schmirgel (scharfentindl Böheim s. 436, anmerk. 2. 441). Jacobsson 4, 147c (7, 339b mit abweichenden maszangaben). Eggers 2. 899.
2368 Zeichen · 57 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    serpentinsubst.

    Findebuch (Mhd. Wortschatz) · +1 Parallelbeleg

    * serpentin subst. Kräutername Rqv.II

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Serpentin

    Adelung (1793–1801) · +1 Parallelbeleg

    Der Serpentin , oder Serpentin-Stein, des -es, plur. inusit. eine Art Specksteines, welcher eine grünliche und schwärzli…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Serpentin

    Goethe-Wörterbuch

    Serpentin ‘Serpentim’ N9,355u356 nach LA II 8B/1,35 ‘Serpentin’ zu lesen; abgekürzt ‘Serpent.’ LA II 8A,692 1 rhombisch …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Serpentin

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Serpentin , Ophit , d.h. Schlangenstein, Felsart, gewöhnlich dunkelgrün mit verschiedenfarbigen Flecken, tritt in Beglei…

  5. Spezial
    serpentin

    Ladinisch-Deutsch (Mischí)

    serpentin [ser·pen·tīn] m. (mineral) Serpentin m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit serpentin

13 Bildungen · 12 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von serpentin

serpent + -in

serpentin leitet sich vom Lemma serpent ab mit Suffix -in.

Zerlegung von serpentin 2 Komponenten

serpe+n+tin

serpentin setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

serpentin‑ als Erstglied (12 von 12)

Serpentinart

GWB

serpentin·art

Serpentinart (nicht näher bestimmte) Varietät des Serpentins (vgl s v Pkt 1a); als Material eines Artefakts die Käfern, wahrscheinlich ägypt…

serpentinartig

GWB

serpentin·artig

serpentinartig dem Serpentin (vgl s v Pkt 1a) ähnlich; mBez auf eine von einem Fluß mitgeführte Geröllmasse [ die Alp ] bringt meist Kalk, w…

Serpentinbruch

GWB

serpent·inbruch

Serpentinbruch Fund, Vorkommen von gebirgsbildendem Serpentin (vgl s v Pkt 1a) Die Serpentin-Brüche bey Einsiedel sind bekannt, daß aber der…

Serpentinfels

Meyers

serpentin·fels

Serpentinfels ( Serpentin ), Gestein, das vorwiegend aus Serpentin besteht, daneben aber auch wohl noch mehr oder weniger zersetzten Olivin,…

Serpentinmörser

GWB

serpentin·moerser

Serpentinmörser aus Serpentin (vgl s v Pkt 1a) als handwerklichem Material hergestellter Mörser Quittung wegen der Serpentin Mörser A(Knitte…

Serpentinstein

GWB

serpentin·stein

Serpentinstein a Gesteinsformation mit Bestandteilen von Serpentin (vgl s v Pkt 1a) od diesem ähnlichen Steinen wie Feldspat; als eine Urgeb…

Ableitungen von serpentin (1 von 1)

serpentine

DWB

serpentine , f. schlangenwindung. von den krümmungen eines flusses Jacobsson 7, 340 a . — dazu serpentintanz, m. eine besondere art des solo…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „serpentin". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/serpentin/dwb?formid=S26958
MLA
Cotta, Marcel. „serpentin". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/serpentin/dwb?formid=S26958. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „serpentin". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/serpentin/dwb?formid=S26958.
BibTeX
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