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Seife

mhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Wander
Anchors
23 in 17 Wb.
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Seife

Bd. 3, Sp. 516
Seife 1. Es wird überall mit Seife gewaschen. (Stettin.) In dem Sinne: Wer gut schmiert, der fährt gut. Pfennigsalbe wirkt überall. 2. Man muss nicht Seife für Butter und Kartoffelstücke für Reis verkaufen. Holl.: Men moet geene zeep voor boter, geen stijfsel voor rijst verkoopen. (Harrebomée, II, 496.) 3. Seife her, ich will den Salat waschen, sagte die Fräule, als sie den Bräutigam ankommen sah. Spott auf Mädchen, die nichts von der Wirthschaft verstehen, sich aber in Gegenwart des Bräutigams oder heirathsfähiger Männer das Ansehen zu geben suchen, als verstünden sie etwas davon. 4. So viel alte Seife, so viel alt Geld. Holl.: Laat komen de zeep, zei de maid, morgen zullen wij wasschen. (Harrebomée, II, 496a.) 5. Wenn die Seife schäumt, dann ist gut waschen. 6. Bist du mit dieser Seife gewaschen? Lob guter Haushaltung. 7. Einen mit Seife reiben. 8. Einen ohne Seife scheren. Holl.: Hij heeft hem zonder zeep geschoren. (Harrebomée, II, 495.) 9. Er geht nach Seife. Es geht mit seinem Leben zu Ende. Aus den Zeiten der Kreuzzüge, wo die heimkehrenden Kreuzzügler jerusalemische Seife mitbrachten; da aber sehr wenige zurückkamen, so wurde das Hingehen bald mit Sterben gänzlich gleichbedeutend. Man hat übrigens von dieser Redensart verschiedene Erklärungen versucht. Es scheint aber, als wenn die Seife in besonderer Beziehung mit Sterben und Tod stände. So sagen die Tataren in Kasan: Mit der letzten Seife, die wir gekocht haben, wäscht man unsern Leichnam. Holl.: Hij is om seep. (Harrebomée, II, 495.) 10. Er rasirt (ihn) ohne Seife. Poln.: Ogolił go bez mydła. (Lompa, 27.) 11. Er sitzt in der Seife. (Westf.) Wird eingeseift. 12. Sich mit geborgter Seife waschen. (Altenburg.) In dem Sinne wie: sich mit fremden Federn schmücken.
1772 Zeichen · 52 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    SEIFEswf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    SEIFE swf. seife. ahd. seifa Graff 6, 172. sapo voc. o. 44,33. sumerl. 17,3. 49,60. sabana das. 15,79. nitrum Diefenb. g…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Seife

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    1. Die Seife , plur. doch nur von mehrern Arten die -n, ein mit einem unmineralischen Alkali verbundenes Fett, welches s…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    1Seife

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    1 Seife 1 aus Fett od Öl durch Sieden unter Zusatz von Lauge hergestellte, als wasserlösliches Wasch- bzw Reinigungsmitt…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Seife

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Seife , Zusammensetzung aus Fett u. Oel mit Kali und Natron, in Wasser und Weingeist auflösbar, mit der Eigenschaft fett…

  5. modern
    Dialekt
    Seife

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Seif e [Saif Felleri. Su. Co. Str. Lohr ; Sæìf K. Z. ; Sǽf Barr W.; Sáf Bühl Ndrröd. Tieffenb. ] f. Seife. Von einem uns…

  6. Sprichwörter
    Seife

    Wander (Sprichwörter)

    Seife 1. Es wird überall mit Seife gewaschen. ( Stettin. ) In dem Sinne: Wer gut schmiert, der fährt gut. Pfennigsalbe w…

  7. Spezial
    Seife

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Sei|fe f. (-,-n) 1 (zur Körperpflege) jafa f. 2 (Seifenstück) jafa (jafes) f. , toch de jafa m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit seife

225 Bildungen · 215 Erstglied · 9 Zweitglied · 1 Ableitungen

seife‑ als Erstglied (30 von 215)

Seife I

SHW

Seife I Band 5, Spalte 965-966

Seife II

SHW

Seife II Band 5, Spalte 965-966

seifeballen

DWB

seife·ballen

seifeballen , m. seifenkugel: von den tyriackskrämern, seiffeballen- oder läuszsalbe-verkäuffern. Simpl. 4, 271 Kurz.

Seifehaus

DRW

seife·haus

Seifehaus, n. Gebäude, in dem man seift (II) auch andern verleyhen mochten huttenstet waschheuser molwergk seyffeheuser, die sich zum ertze …

Seifekochen

PfWB

seife·kochen

 Seife-kochen n. : ' das Herstellen von Seife '. Volksgl.: Wammer am Seefkoche is un en Weibsmensch kummt, is die Seef verhext [ Fogel Beli…

Seifelstein

PfWB

seifel·stein

 Seifel-stein m. : ehem. FlN; a. 1564: im Seiffel Stein, Stoßt ander Seith wider die Heck [StArch. KL-Landstl Gerichtsbuch 58].

Seifelte

ElsWB

seif·elte

Seifelte f. Menschenkot Rapp. Dazu gehört wohl auch Schleifes s. d.

Seifenmaul

SHW

Seifen-maul Band 5, Spalte 967-968

Seifenrock

SHW

Seifen-rock Band 5, Spalte 967-968

Seifensand

SHW

Seifen-sand Band 5, Spalte 967-968

seife als Zweitglied (9 von 9)

Eierseife

Wander

eier·seife

Eierseife Auch mit Eierseife wäscht sich keiner von Sünden rein.

goldseife

DWB

gold·seife

goldseife , f. , neben ( älterem ) goldseifen, goldseufen, m., vgl. seife sp. 190. 1) zu seife 2: ' goldsandablagerung goldführender gewässe…

mandelseife

DWB

mandel·seife

mandelseife , f. seife, mit zerstoszenen mandeln und wolriechenden wassern vermischt. Jacobsson 3, 14 a .

Tagseife

DRW

tag·seife

Tagseife, m. auch Tages-; bergm. oberirdischer Seife (II) do aber ein finder oder lehentraͤger einen tagseufen aufnehmen wurde, so solle daß…

wachsseife

DWB

wachs·seife

wachsseife , f. eine seife, die aus wachs, das mit natronlauge gekocht worden ist, bereitet wird und zum polieren, sowie zur wachsmalerei di…

zinnseife

DWB

zinn·seife

-seife , f. , zinnwäsche, lagerstätte von zinnerz im gesteinsgeröll vornehmlich des Erzgebirges, wo das erz. geseift, d. i. mit dem wasser d…

Ableitungen von seife (1 von 1)