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schuffe

nhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schuffe f.

Bd. 15, Sp. 1832
schuffe, f. schöpfgefäsz, mhd. schuofe Lexer mhd. handwb. 2, 821, mnd. schope Schiller - Lübben 4, 117b, verwandt mit schaff, n., schöpfen, verb. und wahrscheinlich auch mit schoppen, masc., vgl. diese, besonders das letztere oben sp. 1565, wo auch schuffe und nebenformen aus älterer sprache bezeugt sind. Maaler bietet schuoffen oder schüffy, cymbium 362b. Adelung führt schuffe an als landschaftliche (meisznische) bezeichnung eines schöpfgefäszes mit langem stiel, wie sie die seifensieder, bierbrauer u. s. w. haben. im neueren alemannischen wird das wort, wie wol schon gelegentlich in älterer sprache (vgl. die unten angeführte stelle Eulensp. cap. 47 und schoppen, m.) auch als m. gebraucht, schufen, schuefe, m. f. hölzernes schöpfgefäsz, sowol gröszerer als kleinerer art Stalder 2, 353, schûeffa, rahmschüssel, wannenförmige, hölzerne schüssel mit einer handhabe, den rahm damit von den milchnäpfen abzuschöpfen Tobler 401a, d'schueffe, schuepfe, schüeffi, jaucheschöpfer, gülleschueffe Seiler 264b. auch fränkische mundarten kennen das wort noch, schuefen, f. schöpfgelte an einem langen stiel, altbair. schapfen, f. Schm.2 2, 386, schuffen Frommanns zeitschr. 3, 10 (Koburg). in Danzig hiesz nach Frischbier 2, 311a der schöpftrog der brauer zum übergieszen des heiszen wassers über das malz schuffe, schuppe, schippe. ältere schriftquellen bieten das wort ziemlich häufig: hausteria quod vocatur schûfen. quelle bei Lexer mhd. handwb. 2, 821 (Erfurt); umb strenge eyne schuffen und eynen eymer. quelle von 1384 bei Diefenb.-Wülcker 846 (Frankfurt); it. 4 waszervasz, damit man waszer zu der küchen fürt; it. 4 schuffen, damit man waszer in die vasz schöpft. deutsche städtechr. 2, 316, 19 (Nürnberg); ein obgeschribener spitztrager soll auch in guter acht haben, was schafe, zuber, schuffen, stutzen und anders bei den maurrern zulechsent oder die raiffe abspringen, das er soliche schafe und gefesze dann auf hebe und zu der stat puttner trag und bestell, das sie wider gepunden werden, darmit sie nit gar zufallen und vergeen. Tucher baumeisterb. 41, 26; man kunt sich des wassers nit erwern und schopften ir 20 mit schaffen, multern, wannen und schufen. d. städtechron. 10, 381, 3 (Nürnberg), besonders zur bezeichnung eines löschgeräts, feuereimers: der bornemeister (soll) zcûgen (= beschaffen) eyn schogk schuppen (gleich darauf schupen und schufen benannt) und acht füerhaken und sechczehn leythern, ab ein füer ufquême. quelle von 1360 in der Germania 27, 179 (Halle); schuffen darmete man lesche. quelle von 1429 ebenda (Erfurt); item so hat der fewermeister ir yeder drey lyderein schuffen an stylen zu rettung des fewers dyenent. Nürnb. polizeiordn. 297 (15. jahrh.); also hot man bestelt in dieselben (zur aufbewahrung von löschgeräten dienenden) schaffhutten in iede hutten 2 karen, darauf wasserfasz gepunten, und do pei iedem karen ein schuffen ist. Tucher baumeisterbuch 323, 24; anfänglich soll ein jeder eine spritze, zweene feuereimer, eine schuffe und eine gute axt einkaufen. Breslauer feuerordn. von 1636 s. 1. als gerät des bierbrauers: als sie nun den seih-korp fürschlügen und begunden ein schüoffen nach dem andern in schlagen da sagt die magt hastu auch hopffen darin gethon, ich vernim noch nit in meiner schuoffen. Eulensp. 47 histor. (75. neudruck); sie rührens (das bier) alle tage mit einer schuffe wieder unter einander. Colerus hausbuch (1640) 18. wol mit beziehung auf diesen gebrauch bestimmt in der folgenden stelle Lucifer als strafe für einen betrügerischen wirt: settet ene bi de heten kupen unde ghevet em drynken myt der schupen. Redentiner osterspiel 1499 Schröder. mhd. ist schuofe auch das becken der pfanne, im gleichnis: ein tumber stieʒ der pfannen stilinʒ venster an dem tor, diu schuofe mohte niht hin nâch. minnes. 2, 6a Hagen. nordthür. gilt schuofen für 'schaufel' Schultze 44a. schuffe heiszt eine schneckenart, der schöpfer, löffel, murex haustellum Nemnich, deren sonstige namen diese bezeichnung erklären.
4026 Zeichen · 72 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schuffe

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Schuffe , plur. die -n, ein nur in einigen Gegenden übliches Wort, ein Gefäß mit einem langen Stiele zum Schöpfen zu…

  2. modern
    Dialekt
    Schuffef.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

     Schuffe f. : ' Schöpfgefäß '; vgl. Schöpfer 1. a. 1571: 1 kupfern schuff, 1 Eyßen schup [Zweibr-KellR]. DWb. IX 1832/3…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schuffe

24 Bildungen · 22 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von schuffe

schuffeln + -e

schuffe leitet sich vom Lemma schuffeln ab mit Suffix -e, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

schuffe‑ als Erstglied (22 von 22)

schuffekāre

KöblerMnd

schuffekāre , F. Vw.: s. schūvekāre

schuffele

KöblerMnd

schuffele , F. Vw.: s. schüffel

schuffelendreger

KöblerMnd

schuffelendreger , M. Vw.: s. schüffelendregære*

Schuffel I

RhWB

Schuffel I -u- = Schaufel (s. d.).

Schuffel II

RhWB

Schuffel II gegenüber schûfel (-ou-, –ū-, –u-) »Schaufel mit halbmondförmigem, breitem Blatt« gibt es, entsprechend mnd., mndl. schuffel, nd…

schuffeln

DWB

schuffeln , schüffeln , verb. 1 1) nebenformen zu schaufeln, besonders nd. und md. ( vergl. das vorige ), schuffelen Schiller-Lübben 4, 145 …

Schuffelpflug

RhWB

schuffel·pflug

Schuffel-pflug (s. S.) -yf- Wippf , MülhRh , Sol , Düss , Mettm , Ess-Heidhsn , Mörs-Rheinbg Wallach ; šyfəl- Mettm-Cronenbg ; -yfəlts- Mülh…

Schuffelschüppe

RhWB

schuffel·schueppe

Schuffel-schüppe -šøp (s. S.) [ -yf- uWupp, Malm ] Rip in Ahrw-OWinter , Malm , Schleid , Eusk , Rheinb , Bo , Köln , Bergh , Dür , Jül , Aa…

schuffenweise

DRW

schuffen·weise

schuffenweise, adv. nach Schuffen bemessen eß soll auch kain pierbreuer auf den anderen preuen. so sie aber ains machen, sollen sie es nicht…

schuffe als Zweitglied (2 von 2)

Bierschuffe

Adelung

bier·schuffe

Die Bierschuffe , plur. die -n, an einigen Orten, z. B. zu Dresden, ein Gefäß an einem langen Stiele, das Bier aus der Pfanne in die Rinnen …

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schuffe". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schuffe/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „schuffe". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schuffe/dwb. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „schuffe". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schuffe/dwb.
BibTeX
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