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Schüᵉt

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Eintrag · Westfälisches Wb.

Schüᵉt m.f.

Bd. 4, Sp. 1345
Schüᵉt m.f. [Münsterl SWestf, verstr. bes. nördl. OWestf (Kr. MindenMin Kr. LübbeckeLüb Kr. HerfordHfd Kr. HalleHal Wal)] 1.1. schnelle Bewegung; Ruck (Kr. MünsterMün Te). Hä mōak en Schüet vöäran (stürzte voran) (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). Schüöde deon schießen, stürzen (z.B. von einem Fisch, Schwimmer, einem sich bewegenden, fallenden Menschen, Gegenstand) (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). — 1.2.1. Zugkraft, Fahrt: Met de Pietske kreegen de Peerde de mähr Schötte in (WmWb). De Waagen moch Schötte häbben muss gut ziehen (WmWb). Dat ligg lellk up Schötte hat Hanglage, ist abschüssig (WmWb). — 1.2.2. Wachstumskraft. In de Dänne, daor sitt Schötte in die Tanne ist wüchsig (WmWb). — 1.2.3. IdW.: Nit guet im Schüet sinn nicht ganz in Ordnung sein (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). (Geot) Uppe Schüöde suin auf gutem Wege sein, in glücklichem Fortschreiten sein, z.B. mit der Arbeit, etwa auf dem Lande bei der Saat, bei der Ernte (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Up Schötte setten fertig, bereit machen (WmWb). — 1.2.4. Bewegung der Spule einmal hin und her (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@SchwelmSw). — 1.2.5. Wachstumsschub, Wuchs. Schüöde deon sprießen, wachsen (Kr. HalleHal Bh). De Roggen heff ’n Schüet don ist tüchtig in die Höhe geschossen (Kr. SteinfurtStf Ms). Wat häs doch de leste Tied ne Schötte maakt (WmWb). En Schüet inn’e Locht daun schnell groß werden (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 1.2.6. plötzlicher, heftiger Schmerz im Körper, plötzliche Entzündung, plötzlicher Krankheitsanfall; spez.: Hexenschuss; Euterentzündung (bei Kühen), Hindernis in der Zitze oder im Euter (Kr. MünsterMün Kr. Münster@GelmerGe). ’n Schüet in’t Bēn (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh). En Schüet am hoalen Tān (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). ’n Schüötte inn’n Rüggen (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). ’n Schüette in’n Titt (Kr. TecklenburgTek Bi). De Kauh hiat en Schüött im Nuhr (Euter) (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Pb). Hä hïet ’n Schüet krïegen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 2.1. das Abschießen eines Geschosses, Gewehr-, Pistolenschuss. De Schüött ut der Flinte (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@HalverHa). Do es en Schüet fallen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). En Schüet gǟit loss (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). Dei Mann sall an dem Schüte storwen sein (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@RixenRi). — Ra.: En blinn’n Schüet ohne scharfe Ladung (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). Hai hār noch ’n ollen Schüet in de Flinte wenn ein alter Vater noch einen Nachkömmling bekommt (Kr. SoestSos WWB-Source:256:SchmBSchmB || mehrf.). Sik en Schüet ūt’e Flinte trecken lōaten (von Männern) Geschlechtsverkehr mit einer Frau haben (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). Hä es wīt vam Schüet ist außer Gefahr (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Sprichw.: Wied van de Schäötte aff giff ’n aollen Soldaote (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@BorkenBo || mehrf.). — 2.1.1. für einen Schuss ausreichende Menge Munition, Schießpulver. — Ra.: De ess kenn Schött Pulver wert taugt menschlich nichts (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@KirchhellenKh || mehrf.). — 2.1.2. ein Stück Weg (von der Weite eines Schusses). En Schütt Wïeges (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@BenkhausenBh). Ne klāin’n Schüet, dann es me dō (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Al). Dä Schüet es noch ne Stunne lank (WWB-Source:325:WoeNWoeN). — 2.2. kleine Menge einer Flüssigkeit. Dau ’n Schüet Rum drin! (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Schötte Rägen (Kr. AhausAhs St). Daorvan häbb ik ook ne Schötte metkreggen Anlagen geerbt (WmWb). — 2.3. Bergbau: zur Gewinnung von Erz o.Ä. durchgeführte Sprengung. En Schüet ansteäken (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 2.4. Wurf mit einem Knicker, einer Kegelkugel. En Schüet un dröäwer beim Knickern (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). Dä es vam ǟißen Schüet nit fallen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 2.5. Schussfaden beim Webstuhl (WmWb). — 3. (besonders lang aufgeschossener) Trieb, Spross, Schössling einer Pflanze [Kr. LübbeckeLüb Kr. MindenMin Kr. SteinfurtStf Kr. TecklenburgTek Hfd, verstr. Kr. HalleHal Kr. BeckumBek Bch], Ausschlag aus dem Wurzelstock (bei Stauden und Sträuchern) (Frbg.) (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@HoesteHt). — 4.1. sonderbarer Einfall, verrückte Idee: Krist ’e ’n Schüet? (Kr. SoestSos WWB-Source:256:SchmBSchmB). — 4.2. (Alkohol-)Rausch. ’n nedden Schüet (Kr. WarendorfWdf Ob). He hät ’n Schüet drin ist betrunken (Kr. WarendorfWdf Kr. Warendorf@OstbevernOb). — 5. In festen Wendungen: Op’n Schüet plötzlich, unerwartet (Kr. SoestSos WWB-Source:256:SchmBSchmB). Dat hïet hai op’n Schüet kuemen lōten bis zum äußersten Zeitpunkt (Kr. SoestSos WWB-Source:256:SchmBSchmB). ⟨›Schüᵉte‹ m. [Kr. MindenMin Tek], f. [WMünsterl Tek] (Pl.: ›Schüᵉten‹ (WmWb)), sonst ›Schüᵉt‹ m. (Pl. ›Schüᵉte‹)⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 7,1934: Schuss II (darunter Schütt u. Schüet). — Vgl.→ ¹Schot, Schus. Zus.:→ Blad~, Boªgen~, Büssen~, Fǟl~, Flinten~, Foªrsk~, Kop~, Krǖts~, Küᵉninges~, Mei~, Schamp~, Schram~, Schrekke~, Slot~, Slump~, Snap~, Snē~, Stam~, Steªke~, Sunnen~, Wāter~, Wild~, Wind~, Wurtel~.
4002 Zeichen · 131 Sätze

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  1. modern
    Dialekt
    Schüet

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Schüet -ȳə- = Schuss (s. d.);

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schueet

46 Bildungen · 46 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

schueet‑ als Erstglied (30 von 46)

Schüᵉtbred

WWB

schueet·bred

Schüᵉt-bred n. Gerät, mit dem das Brot in den Backofen geschoben wird (Frbg.) ( Pad Da).

Schüᵉtel

WWB

schue·tel

Schüᵉtel f. [ Det HPaderb Wal] Gerät, mit dem das Brot in den Backofen geschoben wird; an langer Stange befestigtes Brett, groß genug, um au…

Schüᵉtelbank

WWB

schueetel·bank

Schüᵉtel-bank f. [ Dor Enr Alt] Schüsselbank;→ Bank (Bed. 2) zum Aufstellen von→ Schüᵉtele n.

Schüᵉtelbekken

WWB

schueetel·bekken

Schüᵉtel-bekken n. 1. Gefäß, in dem Geschirr abgewaschen wird (Frbg.) [ Mün Unn]. — 2. Behälter, worin die Wäsche gespült wird (Frbg.) ( Stf…

Schüᵉtelbred

WWB

schueetel·bred

Schüᵉtel-bred n. [ Dor Olp] Gestell mit einer daran befestigten Leiste, hinter welche die gereinigten Schüsseln gestellt werden ( Dor Gb). ⟨…

Schüᵉteldō¹k

WWB

schueetel·dok

Schüᵉtel-dō¹k m.n. [verstr. bes. Münsterl SWestf] Tuch, mit dem man→ Schüᵉtele n abwäscht: Spültuch, Lappen zum Waschen des Geschirrs ( Pad …

Schüᵉteldräier

WWB

Schüᵉtel-dräier m. [verstr.] 1. Töpfer. — 2. Holzschüsseldreher ( Dor Schleef ). ⟨ - el-d . [Dor], - eln-d . (Lippe Oesterh ) ⟩

Schüᵉtele

WWB

schue·tele

Schüᵉtele f. [verbr.] 1. Schüssel, rundes (oder ovales), oben offenes, tiefes oder flaches Gefäß aus unterschiedlichen Materialien (Porzella…

schüᵉtelen

WWB

schue·telen

schüᵉtelen V. 1. Glücksspiel: mit einer (hölzernen) Schüssel und Füchsen (→ Fos Bed. 4) spielen [ Enr Isl]. — 2. zu Festlichkeiten einladen …

Schüᵉteler

WWB

schue·teler

Schüᵉteler m. Schötteler Gerät, mit dem das Brot in den Backofen geschoben wird (Frbg.) ( Bor Sp).

Schüᵉtelfudde

WWB

Schüᵉtel-fudde m. [MSauerl Arn Olp] Spültuch, Lappen, mit dem man→ Schüᵉtele n abwäscht. — Ra.: Maus op’em Schǖtelfudden rüuken zu jmdm., de…

Schüᵉtelken

WWB

schue·telken

Schüᵉtelken n. [verstr.] 1.1. kleine Schüssel. — 1.2. Untertasse. — 2. Phras,Vbdg.: Bunte Schöttelkens Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) …

Schüᵉtelkoªrf

WWB

Schüᵉtel-koªrf m. [ Dor Isl] Gestell, Geflecht zum Aufstellen von→ Schüᵉtele n.

Schüᵉtelkǖwen

WWB

schueetel·kuewen

Schüᵉtel-kǖwen n. [ Ahs Stf Kos Mün Wdf Lhs Bek] Fass auf drei Beinen, in dem Geschirr abgewaschen wird ( Stf Ab).

Schüᵉtelnap

WWB

schueetel·nap

Schüᵉtel-nap m. [ Unn Sos Isl Arn Bri Olp] Gefäß (runder Napf), in dem Geschirr abgewaschen wird.

Schüᵉtelpladde

WWB

Schüᵉtel-pladde m. Tuch, mit dem man→ Schüᵉtele n abwäscht ( Rek Bp).

Schüᵉtelplagge

WWB

schueetel·plagge

Schüᵉtel-plagge m.n. [ Rek Gel Dor Unn Sos MSauerl] Tuch, mit dem man→ Schüᵉtele n abwäscht bzw. abtrocknet. Me droget met’n Schüttelplagen …

Schüᵉtelpot

WWB

schueetel·pot

Schüᵉtel-pot m. [ Lst Arn Mes Bri Wal] 1. Topf, in dem Geschirr gewaschen wird ( Mes Br ). — 2. großer Kochtopf mit unterschiedlichen Verwen…

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APA
Cotta, M. (2026). „schueet". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schueet/wwb
MLA
Cotta, Marcel. „schueet". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schueet/wwb. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schueet". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schueet/wwb.
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