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Schüᵉtele

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Eintrag · Westfälisches Wb.

Schüᵉtele f.

Bd. 4, Sp. 1349
Schüᵉtele f. [verbr.] 1. Schüssel, rundes (oder ovales), oben offenes, tiefes oder flaches Gefäß aus unterschiedlichen Materialien (Porzellan, Glas, Metall, Emaille o.Ä.), bes. zum Auftragen und Aufbewahren von Speisen (Obst, Gemüse, Kartoffeln, Fleisch u.Ä.). Ne Schöttel Appel, Flees (WmWb). Et giff gued Wiär, alle Schüedeln sind lüerig (Kr. BeckumBek Al). Schüeteln waschen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). De Schütteln mut gespeilt weren (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@LehmuferLu). — Ra.: Dä Augen send grötter as dä Schöttel wenn jmd. großen Appetit hat (Kr. HalleHal Hö). Van d’r Schüetel op’n Küetel wenn sich jmd. vom Tisch gleich zur Toilette begibt (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm || mehrf.), sofort verprassen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor WWB-Source:252:SchleefSchleef). — Sprichw.: De Tinsen ett’t met iuda Schöddel wer Zinsen bezahlen muss, der muss für zwei arbeiten (Kr. HerfordHfd Go). De Äräppel sind so slecht schält, dat de grauten Augen dran ūt de Schüttel een noch anspöllkt (Kr. CoesfeldKos Ow). Wui ēd’t olle iut oeina Schöddl alle bekommen das gleiche Essen, das gleiche Arbeitsmaß usw. (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo || mehrf.). Wi glöüwet wall alle an einen Guoad, oawer wi iätet nitt alle ut einer Schüettel (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü || mehrf.). — 1.1. Geschirrplatte, auf welcher der Mehlpfannekuchen aufgetragen wird (Frbg.). — 1.2. runder Zinnteller, den man früher zu Nikolaus aufsetzte (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh). — 1.3. Gefäß aus Email oder Metall (um darin Milch zu kochen oder aufzubewahren; um Bratkartoffeln anzurichten) (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@SpexardSp). — 1.4. hölzernes Gefäß, in dem die Butter ausgeknetet wird (Frbg.) [Olp]. — 1.5. Gefäß, in dem Teller und Tassen nach Gebrauch abgewaschen werden (Frbg.). — 2. Untertasse (groß, tief, ausgerundet; man goss den heißen Kaffee aus der Tasse zum Abkühlen hinein und trank auch daraus) (WmWb). ⟨Schöttel (ö≠ ›üᵉ‹) [nördl. OWestf Kr. TecklenburgTek Höx], Schüttel (ö≠›üᵉ‹) [verstr.], Schür(re)l [Kr. BielefeldBie die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel Kr. LippstadtLst Bür], Schül’l [Kr. MünsterMün Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. LüdinghausenLhs Kr. BeckumBek Wie], sonst ›Schüᵉtel‹⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 7,1940: Schussel II, Schüssel II; HnVwb 3,483: Schüssel¹. Zus.:→ Ärd-appel~, Af-waske~, Arne~, Bakke~, Bārd~, Brī~, Brō²d~, Buᵉter~, Do²pe~, Drek~, Flē²sk~, Fülle~, Hand~ Kartūfel~, Kērne-miᵉlek~, Kō¹ken~, Kram~, Miᵉlek~, Ge-mo¹se~, Rǖme~, Salat~, Sē²pen~, Up-slāge~, Ssoppen~, Spo¹l~, Up-spo¹l~, Swādem~, Tārten~, Tē~, Waske~, Up-waske~, Ūt-waske~, Wende~.
2209 Zeichen · 52 Sätze

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    Schüᵉtelef.

    Westfälisches Wb.

    Schüᵉtele f. [verbr.] 1. Schüssel, rundes (oder ovales), oben offenes, tiefes oder flaches Gefäß aus unterschiedlichen M…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schueetele

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Ableitung von schueetele

schueetel + -e

schueetele leitet sich vom Lemma schueetel ab mit Suffix -e.

Zerlegung von schueetele 2 Komponenten

schue+tele

schueetele setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — schueetele kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schueetele". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schueetele/wwb?formid=S03897
MLA
Cotta, Marcel. „schueetele". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schueetele/wwb?formid=S03897. Abgerufen 18. May 2026.
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Cotta, Marcel. „schueetele". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schueetele/wwb?formid=S03897.
BibTeX
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