Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
schränken
schränken
schränken Vb. ‘kreuzweise übereinanderlegen oder -stellen’, ahd. screnken ‘ausspreizen, ein Bein stellen und zu Fall bringen, niederwerfen’ (9. Jh.; dazu firscrenken, s. unten), mhd. schrenken ‘quer und über Kreuz setzen, schräg stellen, verschränken, flechten’, mnd. schrenken ‘beschränken, behindern, verschränken, quer, kreuzweise übereinanderlegen’ sowie asächs. (gi)skrankon ‘ausspreizen, verschränken’, aengl. screncan ‘zu Fall bringen, stürzen, täuschen’ führen wie Schranke und Schrank (s. d.) auf ie. *(s)kreng-, nasalierte Gutturalerweiterung der unter schräg (s. d.) angeführten verbreiteten Wurzel ie. *(s)ker- ‘drehen, biegen, kreisend bewegen’. Als Simplex begegnet das Verb im Nhd. noch fachsprachlich eine Säge schränken ‘die Zähne der Säge ausspreizen, d. h. abwechselnd nach links und rechts auseinanderbiegen’, sonst in den Präfixbildungen: beschränken Vb. ‘eingrenzen, einengen’, ahd. biscrenken ‘zu Fall bringen, niederwerfen, schwächen’ (9. Jh.), mhd. beschrenken ‘umfassen, einschränken, versperren, durch Unterschlagen eines Beines zu Fall bringen, betrügen, überlisten’, vom heutigen Sprachgefühl als unmittelbare Bildung zu Schranke empfunden; beschränkt Part.adj. ‘engstirnig, dumm’ (18. Jh.); Beschränktheit f. ‘geistige Enge, Engstirnigkeit’ (18. Jh.). verschränken Vb. ‘übereinanderlegen, quer oder kreuzweise legen’ (besonders von Armen und Beinen), ahd. firscrenken ‘(mit Fußfesseln) hindern, versperren, abhalten’ (um 800), mhd. verschrenken ‘mit Schranken umgeben, einschließen, einengen, versperren, quer oder kreuzweise übereinanderlegen’.