Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)
- Anchors
- 9 in 5 Wb.
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- 3 von 16
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- 7
Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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15.–20. Jh.
NeuhochdeutschSchmachtDie
Campe (1807–1813) · +6 Parallelbelege
✱ ✱ Die Schmacht , o. Mz . ein hoher Grad des Hungers und Durstes. Daher die Schmachtharke . S. d.
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modern
DialektSchmacht
Rheinisches Wb.
Schmacht das nd. Wort ist im Berg u. anschliessend an der uWupp u. in MülhRh u. im Klevld, rrhn. n. einschl. Ruhr, lrhn.…
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SprichwörterSchmacht
Wander (Sprichwörter)
Schmacht Wat man ût Schmacht 1 doet, is kên Sünne. – Schambach, II, 431. 1 ) Heftiger, peinigender Hunger. (Vgl. Stürenb…
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Wortbildung
Komposita & Ableitungen mit schmacht
39 Bildungen · 35 Erstglied · 0 Zweitglied · 4 Ableitungen
Zerlegung von schmacht 2 Komponenten
schmacht setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.
schmacht‑ als Erstglied (30 von 35)
Schmachtkorn
SHW
Schmacht-korn Band 5, Spalte 495-496
Schmachtlappen
SHW
Schmacht-lappen Band 5, Spalte 495-496
Schmachtlappes
SHW
Schmacht-lappes Band 5, Spalte 495-496
Schmachtlocke
SHW
Schmacht-locke Band 5, Spalte 495-496
Schmachtmutzen
SHW
Schmacht-mutzen Band 5, Spalte 495-496
Schmachtat
DRW
Schmachtat, f. wie Schmachhandel (II) so die schmachthat zů ainer zeyt, da ain grosse versamlung gewest, vnd vill leüt dieselben gesehen ode…
Schmachtbalg
RhWB
Schmacht-balg uWupp, Sol m.: verächtl. 1. Hungerleider. — 2. Schmarotzer.
Schmachtband
RhWB
Schmacht-band Mörs-Wallach m.: scherzh. Leibgurt; den Schm. enger trecke.
schmachtbrink
DWB
schmachtbrink , m. , nd. smagtbrink, magere weide, auf der das vieh hungern musz; scherzhaft eine herberge oder sonst ein aufenthalt, wo küc…
Schmachtdreck
RhWB
Schmacht-dreck -ǫut- Heinsb-Hillensbg m.: verächtl. an Körperteilen, Kleidern klebender Kot.
schmachten
DWB
schmachten , verb. I I. dieses wort, das erst in neuerer sprache ein ausgedehnteres gebrauchsgebiet in besitz nimmt, gehört in der älteren p…
Schmachtender
Wander
Schmachtender Den Schmachtenden spielen. Holl. : Hij speelt den smachtende. ( Harrebomée, II, 276 b . )
schmachter
DWB
schmachter , m. , et verschmachter, der, esuritor Stieler 1863 ; vgl. Kehrein 355 ( hier wol in dem sinne eines schmarotzers, s. schmachten …
schmachterei
DWB
schmachterei , f. 1) niederd. smachterîe, hungerleiderei, s. schmachten I. 2) spöttisch und derb für das schmachten: welche jämmerliche schm…
schmachterig
DWB
schmachterig , schmächterig , adj. , nd. smachterig, sehr hungrig, gierig Schambach 196 b ; so smächterig as en wulf; et es 'ne smächterige …
Schmachteuberg
Meyers
Schmachteuberg , Ruine, s. Zeit .
schmachthahn
DWB
schmachthahn , m. ein weichlich schmachtender mensch: einen mondscheinjäger, einen schmachthahn, einen renommisten in der melancholie. Eiche…
schmachthals
DWB
schmachthals , m. ein armer hungerleider ( s. schmachten 1): hatt me den smachthals mit 24 stubeken wins vorehrt und damit reisen laten. que…
schmachthans
DWB
schmachthans , m. , ein schmähwort auf einen geizigen, qui languet ipse et suos languere facit Frisch 2, 203 c ( s. das vorhergehende wort, …
schmachtharke
DWB
schmachtharke , f. , nd. smachtharke, grosze harke, womit die auf dem acker liegen gebliebenen, nicht mit eingebundenen ähren zusammengehark…
schmachthund
DWB
schmachthund , m. gieriger, hungriger hund ( s. schmachten 1); dann als scheltwort: solte ich von euch auszgehungerten buben und schmachthun…
schmachtig
RhWB
schmachtig lautend u. verbr. wie Schmacht im Kerngeb., also -āxt-, –a-, –Eχt-, –Et-, –ęit- [in Rees , Mörs zu -axt auch -ęχtiχ ], ganz absei…
Schmachtkamp
RhWB
Schmacht-kamp Klev-Warbeyen m.: verächtl. Hungerweide fürs Vieh.
schmachtkorn
DWB
schmachtkorn , n. unvollkommenes korn, das nicht die völlige grösze und reife erlangt hat. Jacobsson 4, 1 a . vergl. schmacht 3.
schmachtlappen
DWB
schmachtlappen , m. , zunächst, entsprechend der alten bedeutung von schmacht, schmachten, als bezeichnung eines hungerleiders, leicht mit v…
Schmachtlapperei
RhWB
Schmacht-lapperei f.: verächtl. 1. Hungerleiderei Klevld. — 2. das Antragen, das Umschmeicheln, Schmarotzen Verbr. Mosfrk wie schm.lappen.
Schmachtlappert
RhWB
Schmacht-lappert -ā- Bitb-Rittersd m.: verächtl. Schmeichler, Schmarotzer.
schmachtlappig
RhWB
schmacht-lappig Adj.: 1. hungerig, bettelig, sehr arm, schwächlich, elend; schm. Volk Verbr. wie Schmacht im Kerngeb. u. Saarbr-Dudw , Zell …
schmachtlich
SHW
schmachtlich Band 5, Spalte 495-496
schmachtlocke
DWB
schmachtlocke , f. haarlocken, die bei den damen zu beiden seiten des gesichtes herunterhängen und diesem einen schmachtenden ausdruck verle…
Ableitungen von schmacht (4 von 4)
erschmachten
DWB
erschmachten , sitienter expetere: ihrer liebe nectar missen, hiesz in dürren wüstenein einsam mich verlassen wissen und den tod erschmachte…
geschmachte
DWB
geschmachte , n. das schmachten.
verschmachten
DWB
verschmachten , verb. schmachtend, d. h. in sehnsucht nach etwas zu grunde gehen. im ältern deutsch läszt sich, wenn auch selten, das zeitwo…
verschmachtung
DWB
verschmachtung , f. defectio virium Kirsch corn. 2, 312 a .