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Schlüsselbein

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Schlüsselbein

Schlüsselbein

Schlüssel m. ‘zu einem Schloß gehöriges und dadurch zum Sperren oder Öffnen dienendes Gerät’, auch ‘schlüsselartiges Drehwerkzeug’ (z. B. Schraubenschlüssel). Mit dem Suffix für Gerätebezeichnungen germ. -ila- gebildetes und nur kontinentalwestgerm. bezeugtes ahd. sluʒʒil (9. Jh.), mhd. slüʒʒel, asächs. slutil, mnd. slȫtel, slöttel, mnl. slotel, nl. sleutel, afries. sletel (westgerm. *slutila-) steht ablautend neben dem unter schließen (s. d.) behandelten Verb. Schlüssel gilt vielfach schon seit mhd. Zeit als Zeichen und Symbol von (amtlicher) Würde, Gewalt, Dienstbarkeit und steht danach sinnbildlich für Macht. Ferner wird das Substantiv übertragen auf Handlungen und Verhaltensweisen, die Geneigtheit und Sympathie erwecken, also Zugang zu Vertrauen und Liebe (vgl. mhd. der slüʒʒel sīner minne) ermöglichen, und auf die innere Bereitschaft und Fähigkeit, die Gedanken, Pläne, Wissen erschließt (vgl. Schlüssel des Erkentnis Luther, nach spätlat. clāvis scientiae der Bibel). In erweitertem Sinne tritt es für Auffassung und Verständnis erschließende Zeichen bzw. Zeichensysteme ein, z. B. ‘Notenschlüssel’ (13. Jh.), ‘Zeichenkodex zur Entzifferung einer Geheimschrift, Erklärung für ein Geheimnis’ (18. Jh.). – verschlüsseln Vb. ‘chiffrieren, in Geheimzeichen umsetzen’, entschlüsseln Vb. ‘dechiffrieren’, aufschlüsseln Vb. ‘nach einem bestimmten, vorgegebenen System aufgliedern’ (alle 20. Jh.). Schlüsselbein n. Bezeichnung des paarigen, vom oberen Brustbein zum Schulterblatt führenden Knochens (17. Jh.), eine Übersetzung von medizin.-lat. clāvīcula (lat. ‘Schlüsselchen’, spätlat. auch ‘Fessel am Pferdefuß’) bzw. clāvis iugulī, wohl nach griech. klé͞is (κλείς) ‘Schlüssel’ und ‘Schlüsselbein’, da griechische Ärzte die Bezeichnung für einen S-förmigen Schlüssel zum Öffnen von Schlössern mit Fallriegeln auf die Form des Knochens übertragen. Älter Schlüssel der Brust (um 1600). Schlüsselblume f. in ihrer Blütenform Schlüsseln ähnliche Primelart (15. Jh.); s. Himmelschlüssel.
1994 Zeichen · 56 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schlüsselbein

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Das Schlüsselbein , des -es, plur. die -e, eben daselbst, zwey Beine in Gestalt eines langen Lateinischen S, welche unte…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schlüsselbein

    Goethe-Wörterbuch

    Schlüsselbein abgekürzt ‘Schlüsselb.’ N8,347 paarig ausgebildeter Röhrenknochen des Schultergürtels (beim Menschen u bei…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schlüsselbein

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schlüsselbein , s. Schultergürtel .

  4. modern
    Dialekt
    Schlüsselbeinn.

    Pfälzisches Wb.

    Schlüssel-bein n. : wie schd., -bääⁿ , -bään, -beeⁿ , -baaⁿ, s. Bein [verbr.]. 's Sch. is gebroche [ LU-Opp ]. —

  5. Spezial
    Schlüsselbein

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schlüs|sel|bein n. (-[e]s,-e) ‹anat› (Clavicula) cianaora (-res) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schluesselbein

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Zerlegung von schluesselbein 2 Komponenten

schluessel+bein

schluesselbein setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schluesselbein‑ als Erstglied (8 von 8)