Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
schloßen
schloßen
Schloße f. ‘Hagelkorn’, mhd. slōʒe f., slōʒ m. ‘Hagelkorn, Hagelwetter’, mnd. slōten (Plur.) ‘Hagelkörner’ ist verwandt mit engl. sleet ‘Graupeln, Regen- und Schneegemisch’ (aus aengl. *slēte, *slīete) sowie anord. slūta ‘herabhängen’, slota ‘herabhängen, untätig sein’, norw. (mundartlich) slutr ‘Regen und Schnee durcheinander’, die wie Schleuder, schlottern (s. d.) auf ie. *(s)leut-, *(s)lūt-, eine Dentalerweiterung der Wurzel ie. *(s)leu-, *(s)lū- ‘schlaff herabhängen, schlaff’, zurückführen. – schloßen Vb. ‘hageln’, mhd. slōʒen. schlohweiß Adj. ‘völlig weiß’, besonders von der Haarfarbe (18. Jh.), nach nd. slōwitt, einer kontrahierten Form, die hd. schloßweiß ‘weiß wie eine Schloße, hell-, schneeweiß’ (15. bis 18. Jh.) entspricht; vgl. eine Fügung wie mhd. wīʒer dan ein slōʒ sowie nd. slōhagelwitt.