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schepper

mhd. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
8 in 8 Wb.
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14

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schepper m.

Bd. 14, Sp. 2558
schepper, m. vliesz, schaffell, kleidungsstück aus schafwolle. ahd. scapare, schâppari, schâppare, scapære, scepære, schapere, schaper Graff 6, 411, mhd. schâpære, schæpære, mitteld. schêper, schepper Lexer mhd. handwb. 2, 659, mnl. schepper vellus Kilian, vellus hd. scappari, schaper, schapper, schopper, schepper, scheper, scheeper, scherper, scheppel, schepperwol, -wolln, scheperwol Dief. gloss. 609c, im nov. gloss. 377b f. auch mit verschiebung schopfer, fleisz. der ursprung des wortes ist unklar. man ist geneigt, zusammenhang mit schaf zu vermuten; doch macht die erklärung des unverschobenen p grosze schwierigkeiten, selbst wenn man den vocal der zweiten silbe als einschubvocal fassen wollte, da die verbindung pr der lautverschiebung unterliegt. vielleicht ist die ähnlichkeit eine zufällige oder hat nachträglich eine anähnlichung stattgefunden, vgl. Höfer 3, 69 f. das wort begegnet im ältern nhd. bis ende des 17. jh.: schepper vellus Dasypodius, schepper (der) abgeschorne wull, vellus Maaler 349c, schepper, der, itidem est à schieben, estque globus lanae, alias ein kloben wolle, atque de hoc schepper .. venit schöpper, vellus Stieler 1781. noch jetzt schwäb. schepper Birlinger 390b. Schm. 2, 436. [] 11) vliesz, in der mhd. dichtung häufig von dem goldnen vliesz zu Kolchis, vgl. Scherz-Oberlin 1393: sin (des widders) schepper was von golde. Herbort v. Fritzlar tr. krieg 197; den schæper edel unde glanz, den ûf im der wider trage, neve getriuwer, den bejage. Konr. v. Würzburg tr. krieg 6714 Keller; (Gideon) dem er (gott) ûf trukener erden den schæper maht von touwe naz, und dâ diu erde towic was, dâ lac der schæper towes frî! Reinfr. von Braunschweig 15844—7 Bartsch; unde er feret also lîso in sînero muôter uuomba, also der regen an den scâpâre (et descendet sicut pluvia in vellus). Notker ps. 71, 6; ebenso: unser herre der si her nider gangen in diz welte, als der regen in den schêper. Grieshaber deutsche pred. 1, 137; und alle die herte, die do was einer farb, das ist weisz und schwarz oder fell, die gab er in die hend seiner sün. bibel von 1483 19a (cunctum autem gregem unicolorem, id est albi et nigri velleris. 1 Mos. 30, 35); dasselben fielen auch die schnee so dick von dem himel, als die dicken schäpper der guten schaff. quelle bei Birlinger a. a. o.; die wolle schepper-weis zusammenbinden. Würzburger verordn. von 1749 bei Schm. 2, 436. 22) zur bezeichnung von kleidungsstücken: schepper, der, et schepperlein, das, quoque est fascia aut fasciola pectoralis. Stieler 1781; kittel, janker, bauchschepper weste, gilet Schm. 2, 437 (Augsburg), unterkittel Birlinger a. a. o., wamms, brusttuch Campe (in Ulm); vgl. indes schapper sp. 2170: die (kleidung) heiszet ephot, das ist ein schepper und ist der Griechen schultermantel geleich. Vergilius von den erfindern, übersetzt durch M. T. Alpinum (Augsburg 1537) 63a. in dieser bedeutung wol entweder aus franz. chaperon oder aus latein. scapulare entstanden.
2995 Zeichen · 68 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    schepper

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    schepper s. schâpære.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    schepperM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    schepper , M. Vw.: s. scheppære*

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    SchepperDer

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    † Der Schepper , — s, Mz . gl. 1) I Schwäbischen nach Fulda, der von einem Schafe abgeschorene Pelz; auch, das Fließ . O…

  4. modern
    Dialekt
    Schepperm.

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Wossidia Schepper m. a. Spr. Schöpfer: 'Wente se (Maria) ys nicht eyn schepper effte godt' Slüt. Katech. B 2 b .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schepper

32 Bildungen · 10 Erstglied · 22 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von schepper

schepp + -er

schepper leitet sich vom Lemma schepp ab mit Suffix -er.

Zerlegung von schepper 2 Komponenten

schep+per

schepper setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schepper‑ als Erstglied (10 von 10)

schepper als Zweitglied (22 von 22)

Ādelschepper

WWB

adel·schepper

Ādel-schepper ⟨ Ālschepper ( Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck Rek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u…

Bäuchschepper

RhWBN

bauch·schepper

Bäuch-schepper -ę- Koch-Eller m.: Schöpfe, womit heisses Wasser auf die zu bauchende Wäsche gegossen wird.

Feªrkenschepper

WWB

Feªrken-schepper m. Schöpfkelle, Kelle für Schweinefutter (WMWB).

Lauschepper

WWB

lausch·epper

Lau-schepper m. [verstr.] Person, die auf Kosten anderer lebt. ⟨ - sch - [verstr.], -„schl“- ( Kr. Ahaus Ahs St) ⟩

Meªlscheppe(r)

WWB

Meªl-scheppe(r) m. [verstr. Münsterl] Schöpflöffel für Mehl, längliche Mehlschaufel.

Schneeschepper

RhWB

schnee·schepper

Schnee-schepper PfWB LothWB (s. S.) m.: 1. –schaufler Allg. — 2. a. Schimpfw. Kemp-Dülken . — b. Neckn. derer von Neuw-Berod, Altk-Widderst …

Swīneschepper

WWB

swine·schepper

Swīne-schepper m. [WMünsterl] Schöpflöffel, mit dem man das Schweinefutter in den Futtereimer füllt.

Upschepper

WWB

Up-schepper m. [WMünsterl Rek] 1. Kelle, Schöpflöffel. — 2.1. Kellner, Aufträger ( WmWb ). — 2.2. Angeber ( WmWb ).

Wāterschepper

WWB

watersch·epper

Wāter-schepper m. Schöpfgefäß für Wasser ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor Wl).