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Schät

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MeckWB
Anchors
4 in 3 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Schät m.

Bd. 5, Sp. 1283
Wossidia Schät m. Schiß Mi Nachtr.; as. *skiti, mnd. schete; der Stuhlgang; ein derbes, aber keineswegs unstatthaftes Wort, zumal im übertragenen Gebrauch 1. eig. Vorgangsbezeichnung, vgl.: 'n richtigen Buernschät duert ne halw Stunn' GüGüstrow@BützowBütz; 'n Timmermannsschät duert ne Stunn' RoRostock@Barnstorf bei WustrowBarnstW; dee kann prahlen, as wenn he de halwe Welt intokamen hett un dorbi hett he 'n Schät in 'n Noors LuLudwigslust@Groß LaaschGLaasch; im Merkspruch der Ratzeburger Schneider für die Frauentracht Kort inne Knäp, lang inne Schät Ratz. Mitt. 16, 7 ist Knäp die Taille und Schät die Oorsbacken; selten Furz: dat wir 'n Schät mit Mostrich wenn sich jem. beim Farzen in die Hosen macht StaStargard@Alt StrelitzAStrel; Rda. he maakt ut 'n Schät 'n Dunnerslagg er übertreibt HaHagenow@WittenburgWitt. 2. Kot: Wenn du nich magst, wat ick ät, Mööst mœgen minen Schät (sagt die Maus) Wo. V. 2, 109 e; auf die Frage Wat sall ick hebben? gibt es die Scherzantwort Du sast 'n Schät mit 'n Lock hebben, un dat kannst du di üm 'n Hals hängen staats Klock (1965) Pa; LuLudwigslust@GrabowGrab; ähnlich oft belegt; auch in der Scherzfrage Wat magst leewer: scharpen Schät oder 'n Stück von 'n Noors? worin Ei und Schinken gemeint sind Wo. V. 1, 526 a; ... frischen Schät ... b; warm Schät 993, 1; klagt jem. über ein Gerstenkorn, so soll man als Zaubersegen zu ihm sagen 'n Schät hest, dann ist er sein Gerstenkorn los (1895) Wa; auch gegen ein Geschwür, hart wie ein Stein, hilft die Erwiderung Mag 'n goden Schät sin ebda; denn' is de Schät so got as de Pannkoken ihm ist alles gleich RoRostock@DierhagenDierh; vgl. Fuhrmannsschät Kothaufen am Wege. 3. übertr. für etwas Geringwertiges und Geringes; im Schwalbenlied: as ick wedderkem, wir dor 'n Schät Wo. V. 2, 623; hüt drög't dat för 'n Schät sehr wenig HaHagenow@LankLank; denn' kann 'n mit jeden Schät vertüürnen mit jeder Kleinigkeit GüGüstrow@GülzowGülz; dee kümmert sick üm jeden Schät RoRostock@KlockenhagenKlock; gesteigert zu nichts: dor weet ick 'n Schät von af (1885) Ro; eine Warnemünderin antwortete einem Offizier von der Einquartierung, der ihr sein Bedauern aussprach, daß ihr Kleid beim Tanzen zerrissen war, dat is för 'n Schät das hat nichts zu sagen RoRostock@WarnemündeWarn; is 'n Schät an gelägen Ro; in der Doppelformel: hei hett nich Schit noch Schät gar nichts GüGüstrow@KobrowKobr; RoRostock@RibnitzRibn; keen Schit, keen Schät Klock; jeden Schit un Schät jede Kleinigkeit, alles (1965) WiWismar@PoelPoel. 4. Ruf a. Einwurf, Abweisung: Schät ok! seggt min Vadder Lu Ludwigslust@HornkatenHornk; eine Mutter mit einem Jungen an der Brust antwortet einem Vorübergehenden auf die Frage, wie alt der Knabe sei, sœben Johr, da läßt der Junge den Titt los und ruft: Schät, Mudder, meist achtehalw Wo. V. 3, S. 318. b. Ausrufe: Pottschockschätknäp un Pannkoken StaStargard@HolldorfHolld; Gottsknäp Schät un Pannkoken MaMalchin@WarsowWars. c. Vogelstimme: Schät ruft das Weibchen des Pirols Wo. V. 2, 908; der Rohrsperling neckt den Fischer mit dem Ruf Hääkt Hääkt Hääkt, Boors Boors Boors, Karp Karp, Widick Widick, Schät ok Schät ok 832. Br. Wb. 4, 663; Dä. 402b; Da. 186a; Kü. 3, 47; Me. 4, 323.
2913 Zeichen · 50 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. modern
    Dialekt
    Schätm.

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Schät II [šǽt D. Si. ] m. Haarscheitel.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schaet

75 Bildungen · 74 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

schaet‑ als Erstglied (30 von 74)

schteren

WWB

schaet·eren

schaeteren V. a) den Knicker wegfegen. — b) mit dem König stechen (beim Kartenspiel) ( Alt Eb).

schäterig

MeckWB

schate·rig

schäterig schmutzig: die Farbe schäterig gellerig sieht aus wie dörchschäten Appelmaus Wi Poel . Nebenformen schatterig und schitterig.

Schter(t)

WWB

schaet·ert

Schaeter(t) m. a) dicker Knicker zum Vorbeischießen. — b) mit dem König gemachter Stich (im Kartenspiel) ( Alt Eb).

Schätrüker

MeckWB

Schätrüker m. Schürzenjäger Ha Bes .

Schätt(e)

ElsWB

scha·ette

Schätt(e) [ʿSatə Ruf. Co. Dü. ; ʿSat Geisp. K. Z. ; ʿSati Hag. H. ; ʿSæt Büst Wh. ] f. 1. Schatten. Sitz dohër, do is t gu e t S.! Büst . Di…

Schätteken

WWB

schaet·teken

Schätteken n. [verstr.] 1. geliebte Person, Liebste; Braut ( Isl Is ). — 2. (alter) Gegenstand, den man lange aufhebt (z.B. Gebetbuch, Kleid…

Schättel

PfWB

schaet·tel

Schättel m. : ' einfältiger Mensch ', Schäddel [ZW-Stamb]; vgl. Tappes 1 a.

Schätten

PfWB

scha·etten

Schatten , Schätten , Schät m. : 1. wie schd., Schadde (šadə, -ḁ-) [verbr., auch Auslandspfälzer, Christmann Kaulb 83 Müller Dietschw 59 Sch…

schätteren

LothWB

schaet·teren

schättere n [šètərə n fast allg.; šedrə Ri. Ha. ] tr. v. einen jungen Eber kastrieren. (Gebräuchlicher ist gelze n und schnide s. d.) — els.…

schätteren II

ElsWB

schatt·erenii

schättere n II [ètərə Rauw. Wh. Dehli. ] ein Tier verschneiden, kastrieren. ‘ Saarw. ’ Klein. — frz. châtrer.

Schätteri

ElsWB

schatt·eri

Schätteri [ʿSatəri Heidw. Steinbr. Geberschw. ; ʿSatri Su. ] m. 1. einer mit schnarrender Stimme Heidw. 2. eine alte ausgeleierte Maschine S…

schätterig

ElsWB

schaette·rig

schätterig [atərik Katzent. Ingersh. ] Adj. 1. schnarrend. E schätterigi Stimm Katzent. 2. klapprig infolge eines Sprunges. E schätterige r…

Schättern

Campe

schaet·tern

† Schättern , v. intrs . im Schwäbischen, einen den Tönen des Worts schättern ähnlichen Laut von sich geben; dann, laut lachen. I C. Schmid.…

schättern1

PfWB

schättern 1 schw. : ' klirren, dröhnen, vibrieren, rappeln ', von einem rissigen Gegenstand, einem Musikinstrument, scheddere [Lu'haf BZ-Bil…

schättern2

PfWB

schättern 2 schw. : 1. = kastrieren , schäddere [ IB-Bebh Ensh ]. 2. 'stark zurückschneiden', von Bäumen. Der do Bḁḁm isch geschäddeʳt [ IB-…

schättern I

RhWB

schaet·terni

schättern I rätschen, von der Elster, -ęt- = kreischend sprechen, singen, schimpfen s. schatern;

schättern II

RhWB

schättern II = verschneiden s. schächtern;

Schätternoors

MeckWB

Schätternoors m. wie Schattergatt Wo. V. 3, S. 312. Vgl. Schitternoors .

Schätthuet

ElsWB

schatt·huet

Schätthuet [Sathyət Illk. ; ‘Sæthŷt Str. ] m. Strohhut. — Schweiz. 2, 1793.

Schättscher

MeckWB

schatt·scher

Schättscher m. Birkenzeisig, carduelis flammea: fringilla linaria Schill. Nachl. Vgl. Schättchen D. Wb. 8, 2231. Syn. Flaßfink.

schätzbar

DWB

schatz·bar

schätzbar , adj. aestimabilis, pretiosus, praestans, egregius, praecipuus, praecellens, lautus, opiparus. Stieler 1742 : aber da war ohn das…

schätzbarkeit

DWB

schaetzbar·keit

schätzbarkeit , f. schätzbare eigenschaft, jetzt veraltet: aestimium, dignitas et id quod schätzung. Stieler 1742 ; ihr die ihr rosen pflant…

schätzbarlich

DWB

schaetzbar·lich

schätzbarlich , adj. veraltet für schätzbar Stieler 1742 : damals war bey mir nichts schätzbarliches, als ein reines gewissen und auffrichti…

schätzchen

DWB

schatz·chen

schätzchen , n. , dimin. von schatz, in der bedeutung von schatz 2, e gebraucht. Stieler 1740 ( vergl. schätzlein): 'wie, mäuschen, wenn ich…

schaet als Zweitglied (1 von 1)

Hauhnerschät

MeckWBN

Wossidia Hauhnerschät m. Hühnerschiß, s. Swäp 1.