Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Rebhuhn n.
Rebhuhn n.
Rebhuhn n. einheimischer Fasanenvogel mit dunkelbrauner Oberseite und braunem Fleck auf der grauen Brust, ahd. rebahuon (9. Jh.), mhd. rephuon, benannt nach der Farbe seines braunen oder scheckigen Gefieders. Der Name enthält als ersten Bestandteil ein als selbständiges Nomen im Germ. verlorengegangenes Wort, das eng verwandt ist mit ablautenden balt. und slaw. Bezeichnungen für ‘Rebhuhn’ bzw. ‘Haselhuhn’ und Farbadjektiven im Russ. sowie (s. Erpel) im Germ. und Griech. Die ursprünglich Nasal vor dem Labial aufweisenden slaw. Formen russ. rjabój (рябой) ‘bunt, scheckig, rauh, blatternarbig, sommersprossig’, rjábka (рябка) ‘Rebhuhn’ und (ursprünglich auch vokalisch anlautend) kslaw. jerębь, russ.-kslaw. jarjabь, jerjabь, serbokr. jȁrēb ‘Rebhuhn’, poln. (älter) jarząb ‘Haselhuhn’ sowie ukrain. (landschaftlich) rjabók (рябок) ‘Flughuhn’ führen gemeinsam mit lett. irbe ‘Rebhuhn’ und den unter Erpel angeführten Formen auf ie. *erb(h)-, *reb(h)- bzw. (im Hinblick auf das Slaw.) ie. *er(m)b(h)-, *re(m)b(h)- ‘dunkelrötlich, bräunlich’. Nhd. Rebhuhn ist nachträglich an Rebe (s. d.) angelehnt worden, mnd. raphōn ‘Rebhuhn, Feldhuhn, Wachtel’ dagegen von mnd. rap ‘schnell, ungestüm’ beeinflußt.