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queck

nhd. bis Dial. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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13 in 9 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

queck

queck

queck, quick Adj. ‘lebendig, rege, munter’, ahd. (8. Jh.), mhd. quec, mnd. nd. quick ‘lebendig, frisch’, nhd. bewahrt im Westd. und Nordd., sonst abgelöst von der Anlautsvariante keck (s. d.; daselbst auch Weiteres zu Herkunft und Verwandtschaft). Vom Adjektiv abgeleitet quecken, quicken Vb. ‘lebendig machen, beleben’, ahd. quicken (9. Jh.), mhd. quicken, quecken, mnd. quecken; nhd. quicken ‘beleben’ nur noch dichterisch (vereinzelt bis Anfang 19. Jh.), doch bewahrt in erquicken Vb. ‘neu beleben, laben, erfrischen’, ahd. irquicken ‘lebendig machen, beleben’ (um 800), mhd. erquicken, mnd. erquicken, erquecken. erquicklich Adj. ‘erfreulich, belebend’ (Ende 15. Jh.); unerquicklich Adj. ‘unerfreulich, unangenehm’ (17. Jh.). Quecksilber n. silberfarbenes, bei Normaltemperaturen flüssiges Metall, das in schnellbewegliche Kügelchen zerfällt, ahd. quecsil(a)bar (um 800), mhd. quec-, kecsilber, mnd. quiksulver, mnl. quicsilver, quecsilver, nl. kwikzilver, aengl. cwicseolfor, engl. quicksilver, schwed. (aus dem Mnd.) kvicksilver. Übersetzung von lat. argentum vīvum, eigentlich ‘lebendiges Silber’. Zu den Kompositionsgliedern s. keck und Silber. Quickborn m. ‘Jungbrunnen’, eigentlich ‘lebendiger, sprudelnder Brunnen, Quelle’, aus dem Nd. (19. Jh.), ahd. quecbrunno, mhd. quecbrunnr, nhd. Queckbrunnen, daneben auch frühnhd. keck brunn. quicklebendig Adj. ‘sehr lebhaft, beweglich, temperamentvoll’ (19. Jh.), Kompositum aus mnd. nd. quick ‘lebendig, frisch’ (s. oben) und lebendig (s. d.), dessen gleichbedeutende Glieder eine Verstärkung zum Ausdruck bringen.
1569 Zeichen · 67 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Queck

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Queck , lebendig, munter, S. Adelung Quick .

  2. modern
    Dialekt
    Quëck

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Quëck , s. Zwëck.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit queck

207 Bildungen · 204 Erstglied · 0 Zweitglied · 3 Ableitungen

queck‑ als Erstglied (30 von 204)

Quecksilber

SHW

Queck-silber Band 4, Spalte 1147-1148

queckapfel

DWB

queck·apfel

queckapfel , m. stechapfel, quech-, queckapfel Nemnich 1, 1379. 3, 451 .

Queckbart

RhWB

queck·bart

Queck-bart -ēkə- Klev m.: im Spottr. Hannes met dem Qu. het en Gesecht as en Appeletart.

Queckbauer

RhWB

queck·bauer

Queck-bauer (s. S.) -ęgəlχəs- Saarbr ; -eχən- MülhRh-Kierd ; -ikən- Grevbr-Kleinenbr ; -ēkən- Mörs-Pelden m.: verächtl. Kleinbauer, Arbeiter…

queckbeere

DWB

queck·beere

queckbeere , f. was quicken-, quitzbeere Frisch 2, 77 b . Nemnich 3, 451 . brem. wb. 3, 402.

queckblei

DWB

queck·blei

queckblei , n. nach analogie von quecksilber: doch ist derselbe mit einer wunderbarlichen art quecksilbers vermischt, so ichs anders quecksi…

queckbrunnen

DWB

queck·brunnen

queckbrunnen , m. lebendiger brunnen, quell, mhd. quëc-, këcbrunne ( s. keckbrunnen th. 5, 379), md. quickborn Schütze 3, 259 , darnach hat …

Queckbunder

RhWB

queck·bunder

Queck-bunder -īəkənbo·n.dər Erk-Elmpt , Kemp-Born m.: vernachlässigter Acker.

Quecke I

RhWB

quec·kei

Quecke I -ękə, Pl. -kən Waldbr-Bladersb , Gummb-Homburgisch f.: unsichtbare Untiefe in Wiesen, auf Wegen, wo man einsinkt; unsichtbare Sumpf…

Quecke II

RhWB

Quecke II ebenfalls von queck abgeleitet f.: 1. Pflanzen. a. wie nhd., triticum repens Allg. nach Wk. VI 26 verbr., abgesehen von einigen ge…

queckelig

PfWB

queckelig Adj. : = queck , queckelig [LA-Impfl].

queckeln

DWB

quec·keln

queckeln , verb. , in aufqueckeln, ein schwächliches kind, eine kranke person durch sorgsame pflege auf-, fortbringen Schm. 2 1, 1391. s. au…

quecken

DWB

quec·ken

quecken , verb. aufschwellen, grosz oder dick werden Rädlein 716 a ; nd. queken, sich vermehren und fortpflanzen, fortwurzeln ( wie die quec…

Queckenbart

SHW

Quecken-bart Band 4, Spalte 1145-1146

Queckenegge

SHW

Quecken-egge Band 4, Spalte 1147-1148

Ableitungen von queck (3 von 3)

erquecken

KöblerMhd

erquecken , sw. V. Vw.: s. erquicken

quecke

DWB

quecke , f. aus dem gleichbedeutenden nd. quecke, queke ( Schiller-Lübben 3, 400 b . Schambach 164 a , s. auch der queck 1), das in wurzeln …

Verquecken

Adelung

Verquecken , verb. regul. neutr. mit dem Hülfsworte seyn, mit Quecken angefüllet werden, von dem Acker. Verqueckte Äcker.