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puken

mhd. bis Dial. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
14 in 10 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
22
Verweise raus
19

Eintrag · Rheinisches Wb.

puken

Bd. 6, Sp. 1177
puken das Wort, auf puoken, nicht auf pochen zurückgehend, ist ein rip., berg., sndfrk. Wort, u. zwar lrhn. n. einschl. Ahr, Schleid, Monsch-Ruhrbg bis einschl. Heinsb, Kemp, Kref, Mörs-Rheinbg Hombg, rrhn. n. einschl. Siegld, berg. Südgrenze bis uWupp, Sol-Steinbüchel, Düss-Kaiserswerth, Barm, Elbf, Lennep-Radevormwald, u. zwar Rip, SNfrk -ō:k- [doch Aach-Merkst, Geilk, Heinsb, NWErk, Kemp, Kref-Willich -ūək-, du poks, hE pokt, jepokt; Geilk-Stdt, Heinsb-Hilfarth Kempen, Kemp-Süchteln (u. -ūə-) -ȳə-]; Siegld -ōă-, –ūə-; Berg -ōk-, –ō:-; Barm (Bed. 2 c), Gummb (auch Bed. 2 b) -ū·ă.- [uWupp 1870 -ō:x-; s. pochen] schw.: 1. prahlen, aufschneiden, sich rühmen, über Gebühr von seinen Reichtümern, seinen Beziehungen, seinem Können udgl. reden, sein Eigenlob singen; p. on stronze; der kann jet p.; der pok gern (ärg); der p. met sengem (op seng) Geld; ech kann net drop p.; dat es gepok (wie gedrock) Rip, Allg. RA.: He pockt wie en fresch gemete (gemietete) Mäd (Magd) MGladb-Kleinenbr. De pockt, äs wenn et gonze Dorp sin wüər on hät ävver nicks drop Erk-Rickelr, Allg. — äls wenn e der Isaker Hoəf dem besten hei Erk-Rickelr. De pockt on es eso sek (siech, arm) wie en kake Kroəhn (Krähe) ebd. De pok, wat e bett (betet) Rip. De pockt op Pastuərsch gölde Fott MGladb-Rheind. He pokden met de Dof (Taufe) mit seiner Herkunft Aach-Berensbg. Dem Prahler ruft man zu: O, Bellmann (Bettel-), wat rücks (riechst) do no Brot! Lennep-Radevormwald. — 2. einige Grenzstriche im N. u. O. haben besondere Bed. entwickelt. a. -ūə- erzählen, unterhalten, plaudern; komm jet p.! Kemp-Grefr. — b. -ō- dummes Zeug schwatzen, Sinnloses u. Sinnvolles im bunten Gemisch; wer up dem Bänkchen sitzt, kann sagen, wat e well vom Freier gesagt, der Sonntag abends in das Haus des Mädchens kommt, sich auf das kleine Bänkchen der Kinder setzt u. zu p. beginnt Gummb, Wippf. — c. -ū·ă.- viel arbeiten Barm. — d. ziellos arbeiten, Kleinigkeiten erledigen, an denen man kein Ende sieht Geld-Straelen. — e. -ū·ă.- klopfen, vom Herzen Mettm-Velbert. — Abl.: die Pokerei, dat Gepok(s).
2097 Zeichen · 59 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    pûkenstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    pûken stn. vil pûken, vil tambûren, busînen und floytieren W. Wh. 34,6. sô dunct einem pûken guot Teichn. 299.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    pukensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    puken , sw. V. Vw.: s. puchen L.: Lü 286a (puken)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Pukenv., intrs, trs

    Campe (1807–1813)

    † Puken , v. intrs . u. trs . im N. D. 1) Klauben, zwacken, schaben, kratzen. 2) Behende stehlen, von Kleinigkeiten. Dav…

  4. modern
    Dialekt
    puken

    Mecklenburgisches Wb. · +4 Parallelbelege

    puken zupfen, klauben, ablösen Mi 66 b ; N. Monschr. 4, 150 a ; Mantz. Ruh. 9, 51; Straten puken das Gras zwischen den S…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit puken

7 Bildungen · 6 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

puken‑ als Erstglied (6 von 6)

pûkenslân

MNWB

puken·s·lan

° pûkenslân ( pucken- ), stv. : (nur substantiv.:) Pauken schlagen, trommeln, bî nachtwîliger tît mit p.de rôpende jûchende edder anders nê(…

pûkenslēger

MNWB

puken·sleger

° pûkenslēger ( pucken- ), m. : Pauker, Trommler (Nd. Jb. 39, 111: Brschw. KR 1521).

Pukenzoppe

RhWB

puken·zoppe

Puken-zoppe pūkəntsǫp NBerg in Mettm , Elbf f.: Suppe aus den letzten Stangenbohnen, von denen man die harten auspalt, mit Kartoffeln durche…

puken als Zweitglied (1 von 1)

vorspuken

DWB

vors·puken

vorspuken , verb. , über die formen, die herkunft des einfachen verb. vgl. teil 10, 2, sp. 214; fürspuken fehlt teil 4, 1, 1, sp. 841: davon…