Hauptquelle · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Pleite f.
Pleite f. ‘Bankrott, Zahlungsunfähigkeit’, übertragen ‘Reinfall’, zunächst (Mitte 19. Jh.) in der Berliner Gaunersprache, bald danach allgemein umgangssprachlich, besonders in den Wendungen Pleite machen, pleite gehen, pleite sein. Nach rotw. Pleite, Plete ‘Flucht (vor Zahlungsunfähigkeit)’, aus jidd. plejte ‘rettende Flucht (vor der Schuldhaft durch Gläubiger)’. Zugrunde liegt hebr. pelēṭā ‘Flucht, Rettung’. – Pleitegeier m. Sinnbild für drohende Pleite (2. Hälfte 19. Jh.) in Anlehnung an den aasfressenden Raubvogel (s. Geier), auch scherzhaft für den auf dem Siegel des Gerichtsvollziehers be…