Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Pfütze f.
Pfütze f.
Pfütze f. ‘kleine Wasseransammlung, Lache’. Das im Germ. nur dem Got. fehlende Substantiv ahd. phuzzi m., phuzza f., (aostnfrk.) putte m. ‘Pfütze, Lache, Wassergrube, Brunnen’ (alle 9. Jh.), mhd. phütze f., mnd. putte m. f., nd. Pütte ‘Pfütze, Lache, Tümpel’, mnl. put, pit, pet m., putte, pitte m. f., nl. put m. ‘Brunnen, Grube’, aengl. pytt m. ‘Grube, Pfütze, Brunnen’, engl. pit ‘Grube, Loch, Vertiefung’, anord. pyttr m. ‘Pfütze, Lache’ ist nach Germania Romana 2 (1968) 431 ff. entlehnt aus lat. puteus ‘Grube, Brunnen, Zisterne’, d. i. die ‘ausgestochene (und dann gemauerte) Grube’ (zu lat. putāre ‘schneiden’). Das im Dt. sich durchsetzende fem. Genus wird auf den Einfluß eines Femininums wie etwa Gosse zurückgeführt. Lat. puteus lebt in den roman. Sprachen fort, und auf das Südroman. (vgl. ital. pozza f. ‘Pfütze’ neben pozzo m. ‘Brunnen’) geht wohl ahd. (obd.) puzza, buzza ‘Brunnen’ (um 800) zurück. Andere dagegen betrachten die germ. Formen nicht als Entlehnungen, versuchen vielmehr auf unterschiedliche Weise Herleitung aus dem Ie., vgl. Isl. etym. Wb. 588 und in: Zs. f. Mundartforsch. 28 (1961) 9 f.