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Pfote

mhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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12 in 12 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Pfote Die

Bd. 3, Sp. 640a
Die Pfote, Mz. — n; Vw. das Pfötchen, O. D. — lein. 1) Die Hand oder der Fuß, sofern sie oder er dienet etwas damit zu halten. Von Menschen wird es für Hand nur in verächtlichem Sinne gebraucht. Einem auf die Pfoten klopfen. Die Pfote küssen. Ihr weißes Pfötchen zusammenpressen I seiner fieberglühenden Hand. Kl. Schmidt. Х Sich die Pfote verbrennen, uneigentlich, übel anlaufen. Х Pfötchen halten, in den niedern Schulen, eine Art Strafe, da die Finger der Hand mit den Spitzen zusammengelegt und hingehalten werden müssen, um mit einem Stöckchen  Schläge darauf zu empfangen. I engerer Bedeutung der Fuß, von Menschen auch nur verächtlich und in der niedrigen Sprechart. Einem auf die Pfoten treten. Die Pfoten aufheben, rühren. Besonders, die Füße der vierfüßigen Thiere, doch nur, wenn sie mit Zehen versehen sind und von kleinern Thieren; daher man nicht gut Ochsenpfoten, Pferdepfoten sagt, ob man gleich Hammelpfoten, Hasenpfoten sagt. Die Pfoten des Hundes  Die Vorderpfoten, Hinterpfoten. Vorzüglich von den vordern Pfoten. Der Hund giebt die Pfote oder Pfötchen, wenn er eine Borderpfote wie eine Hand hinreicht. Der Hund hält den Knochen, welchen er benagt, mit den Pfoten fest. Das Eichhörnchen sitzt, wenn es frißt, auf den Hinterbeinen und hält seinen Fraß mit den Pfoten. Der Bär saugt an den Pfoten. Die Katze wäscht sich mit den Pfoten. Bei großen Raubthieren heißt dieser Theil des Fußes Tatze, Klaue, Kralle. I N. D. lautet dies Wort Pote (s. d.) und erinnert an das damit verwandte Foot (Engl. Foot), der Fuß, pedden, gehen  2) Х Ein Pfötchen, so viel als man auf einmahl mit den Spitzen der Finger einer Hand fassen kann (Pugillus), wo man es auch allenfalls für so viel als man zwischen dem Daumen und Zeigefinger fassen kann, z. B. so viel Tabak (eine Prise) gebrauchen könnte.
1818 Zeichen · 34 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    pfotest. F.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    pfote , st. F. nhd. Pfote Hw.: vgl. mnl. poot, mnd. pōte (1) Q.: Karlmeinet (1320-1340) E.: s. früh-rom. *pauta, F., Pfo…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Pfote

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Pfote , plur. die -n, Diminut. das Pfötchen, Oberdeutsch Pfötlein, ein Wort, welches in einer doppelten Bedeutung üb…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Pfote

    Goethe-Wörterbuch

    Pfote a in Zehen gespaltener Fuß bei Säugetieren; auch mythol mBez auf ein Mischwesen; einmal im bildhaften Vergl blutig…

  4. modern
    Dialekt
    Pfote

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    Pfote Band 2, Spalte 2,677

  5. Sprichwörter
    Pfote

    Wander (Sprichwörter)

    Pfote 1. Die (an den) Pfoten saugen. – Eiselein, 511; Braun, I, 3313. 2. Er muss Pfoten saugen. – Frischbier, 573; Frisc…

  6. Spezial
    Pfote

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Pfo|te f. (-,-n) 1 (Fuß verschiedener Säugetiere) toza (tozes) f. 2 (Pranke) ciafa (ciafes) f. 3 ‹umor› (Hand) man (-s) …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit pfote

25 Bildungen · 19 Erstglied · 6 Zweitglied · 0 Ableitungen

pfote‑ als Erstglied (19 von 19)

Pfoteler

PfWB

pfote·ler

Pfoteler m. : ' ungeschickter, zittriger Mensch '; e aldeʳ Podeleʳ [ BZ-Dernb ]; vgl. pfotelig .

pfotelig

PfWB

 pfotelig Adj. : ' ungeschickt, zittrig '. Er is schun e bißche podlich (pōdliχ) [ Gal-Brig ]; vgl. pfoteln 1 b.

pfoteln

PfWB

pfoteln schw. : 1. a. 'schnell mit den Händen arbeiten', z. B. beim Kartoffelauslesen, auch 'an etwas herumhantieren', podele (pōdələ) [verb…

pfotendick

PfWB

pfote·n·dick

pfoten-dick Adj. : ' dick wie eine Pfote ' (vgl. Pfote 2 a); e potedick Krott 'ein dickes, munteres, kleines Mädchen' [ KU-Schmittw/O RO-Obd…

pfotengram

DWB

pfote·n·gram

pfotengram , pfotenkrampf , m. scherzhaft ( nach pfote 2) umgedeutet aus podagram: die Teutschen deduciren das wort podagram quasi pfotengra…

Pfotenhafen

PfWB

pfote·n·hafen

Pfoten-hafen m. : ' eiserner Topf mit 3 Füßen, der auf dem offenen Herd über das Feuer gestellt wurde ', Podehawe (pōdəhawə) [verbr., schon …

Pfotenkrämmer

RhWB

pfote·n·kraemmer

Pfoten-krämmer (s. folg.) Trier-Mettnich ; -ī:mər Karths m.: ein an Podagra Leidender; ein Mann, der nichts fertig bringt.

pfotenkrämpfig

RhWB

pfote·n·kraempfig

pfoten-krämpfig verbreiteter, u. zwar -gręmbĕχ, –kręmp- Hunsr, Mos, Eif, Westerw, Eusk , Geilk , Erk , MGladb , Kemp , Kref ; -kręmpətəx Eup…

Pfotenkrampf

RhWB

pfote·n·krampf

Pfoten-krampf das schriftd. Podagra umgedeutet zu pū:tə-, –pū·ə.təkramp (-ā-, –ǫ-) Neuw , Altk , Prüm , Malm , Bergh , Dür , Aach , Eup , Ge…

Pfotenpfanne

PfWB

pfote·n·pfanne

 Pfoten-pfanne f. : ' eiserne Pfanne mit Füßen ', vgl. Pfotenhafen . a. 1751: 1 eisen Potten Pfann [Kurpf., 1588-90].

pfote als Zweitglied (6 von 6)

Hasenpfote

Adelung

hasen·pfote

Die Hasenpfote , plur. die -n, Diminut. das Hasenpfötchen, Oberd. das Hasenpfötlein, des -s, plur. ut nom. sing. die Pfote eines Hasen. Figü…

hungerpfote

DWB

hunger·pfote

hungerpfote , f. : in der redensart die hungerpfoten saugen, in hunger leben ( Adelung ), nach dem bär, der im winter darbend an seinen tatz…

katzenpfote

DWB

katzen·pfote

katzenpfote , f. dem. katzenpfötchen, katzenpfötlein n., pes felis: du willst die kastanien aus der asche haben und brauchst katzenpfoten da…