Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
paschen
paschen
paschen Vb. ‘Waren heimlich über eine Grenze bringen, schmuggeln’ stammt aus dem Rotw. des Südwestd., zuerst passen (1755), baaschen (1820) ‘kaufen’, verpassen (1687), verbaschen (1820) ‘verkaufen’. Ausgangsbedeutung ist wohl ‘kaufen und verkaufen von unehrlich erworbenem Gut’, eigentlich (solche Ware) ‘verteilen’, so daß vielleicht von romani pāš ‘Teil’ auszugehen ist. Das Verb verzeichnet Adelung („auf eine heimliche, verbothene Art handeln …, auch schwärzen … smuggeln“); es wird von Goethe aufgenommen (wegpaschen, Faust), bleibt aber sonst im Bereich der Umgangssprache, während sich in der Literatursprache schmuggeln (s. d.) durchsetzt.