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Oken

mnd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
7 in 5 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
28
Verweise raus
3

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Oken

Bd. 15, Sp. 13
Oken, Lorenz, eigentlich Ockenfuß, Naturforscher, geb. 1. Aug. 1779 zu Bohlsbach bei Offenburg in Baden, gest. 11. Aug. 1851 in Zürich, studierte in Würzburg und Göttingen Medizin, habilitierte sich in Göttingen als Privatdozent, ward 1807 außerordentlicher Professor der Medizin in Jena, wo er über Naturphilosophie, allgemeine Naturgeschichte, Zoologie und vergleichende Anatomie, Pflanzen- und Tierphysiologie las. 1812 erhielt er die ordentliche Professur der Naturwissenschaften und begann 1817 die Herausgabe der »Isis«, eines enzyklopädischen Blattes, vorzugsweise aber naturhistorischen Inhalts. Da die Presse damals in Weimar große Freiheit genoß, veröffentlichte O. in der »Isis« alle ihm zugesendeten Klagen und Beschwerden, sobald sie allgemeines Interesse hatten, 1819 aber sah sich die weimarische Regierung genötigt, O. anheimzustellen, entweder die »Isis« oder seine Professur aufzugeben. O. wählte das letztere und ließ die »Isis« in Rudolstadt erscheinen, bis sie 1848 einging. Er lebte als Privatgelehrter in Jena und rief die Naturforscherversammlungen ins Leben, die 1822 zum erstenmal in Leipzig tagte. 1827 ging er als Privatdozent an die Universität München, wurde daselbst 1828 ordentlicher Professor, folgte aber 1832 einem Ruf als Professor nach Zürich. Seine Büste, von Drake in Berlin gefertigt, ward 1853 am Fürstengraben in Jena aufgestellt; 1883 wurde ihm ein Denkmal in Offenburg gesetzt. Okens Hauptbestreben ging auf die Darstellung eines in sich zusammenhängenden, alle Reiche der Natur und deren Elemente umfassenden Natursystems, das, obwohl auf Schelling sich stützend, doch ganz eigentümlich ist. Die von O. geschaffene und meist aus neugebildeten oder doch ungewöhnlichen Ausdrücken bestehende Nomenklatur ist Erzeugnis des Bestrebens, die leitenden Grundsätze für die Einteilung durch die Namen anzudeuten. In seinem »Lehrbuch der Naturphilosophie« (Jena 1808–11; 3. Aufl., Zürich 1843) gab er die philosophische Begründung des Systems, das in dem »Lehrbuch der Naturgeschichte« (Leipz. 1813–27, 3 Bde.) vollständig entwickelt ist. Die Naturphilosophie ist nach O. die Wissenschaft von der ewigen Verwandlung Gottes in die Welt, und ihre Aufgabe ist, die Entwickelungsmomente der Welt von den Elementen an bis dahin, wo dieselben im Menschen zur Vernunft kommen, darzulegen. Sie wurde vielfach mißverstanden und hat zu mancherlei Verirrungen in der Naturwissenschaft geführt. O. schrieb noch eine »Allgemeine Naturgeschichte für alle Stände« (Stuttg. 1833–45, 7 Bde. in 13 Tln.). Vgl. Ecker, Lorenz O. (Stuttg. 1880); Güttler, L. O. und sein Verhältnis zur modernen Entwickelungslehre (Leipz. 1884).
2646 Zeichen · 39 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    okensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    oken , sw. V. Vw.: s. ȫken (1)

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Oken

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Oken , Lorenz. eigentl. Okenfuß. geb. 1779 zu Bohlsbach in Baden, Naturforscher und Naturphilosoph, seit 1807 Professor …

  3. modern
    Dialekt
    ō²kenV.

    Westfälisches Wb. · +2 Parallelbelege

    ō²ken V. 1. ouken sich vermehren, Junge werfen ( Bch Ld ). — 2. siek öiken sich machen ( Alt Ls). ¶ MndHwb 2,1137: ¹oken…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit oken

75 Bildungen · 4 Erstglied · 71 Zweitglied · 0 Ableitungen

oken‑ als Erstglied (4 von 4)

okenen

KöblerMnd

oke·nen

okenen , sw. V. Vw.: s. ȫken (1)

Oken, Lor

DWBQVZ

oken·lor

O--- allgemeine naturgeschichte für alle stände. Stuttgart 1833—41. VII in XIII. — QV V —. O---

ôken(shol)

MNWB

oken·s·hol

ôken(shol) , -schol Öffnung in der Abseite? (Lüb. Zust. 3, 196).

oken als Zweitglied (30 von 71)

sproken

KöblerMnd

*sproken , (Part. Prät.=)Adj. nhd. gesprochen Vw.: s. ōlt- Hw.: vgl. mhd. *sprochen? E.: s. sprēken (1), sprȫke W.: s. nhd. -sprochen, (Part…

troken

KöblerMnd

*troken , sw. V. nhd. Futter (N.) (2) am Oberzeug annähen? Hw.: s. troket E.: Herkunft ungeklärt?

afkōken

MNWB

afkōken , swv. , abkochen.

ansoken

KöblerMnd

ans·oken

ansoken , sw. V. Vw.: s. anesȫken* (1)

besoken

KöblerMnd

bes·oken

besoken , V. nhd. leugnen E.: Herkunft ungeklärt? L.: Lü 46a (besoken)

bewîrôken

MNWB

bewîrôken , swv. , beweihräuchern.

fluoken

KöblerAnfrk

flu·oken

fluoken , sw. V. (1) nhd. fluchen ne. curse (V.) ÜG.: lat. maledicere MNPs Hw.: vgl. as. flōkan*, ahd. fluohhōn*, fluohhēn* Q.: MNPs (9. Jh.…

geroken?

KöblerMnd

gero·ken

geroken? , sw. V. Vw.: s. gerāken L.: Lü 118b (geroken)

gesprōken

MNWB

~gesprōken s. ōltsprōken. —

half(ge)brōken

MNWB

*° half(ge)brōken , die pd. Muttersprache mit vēlen ukerwendischen h. wōrden schenden mit halbfremden, ausländischen Brocken schänden.

indôken

MNWB

ind·oken

° indôken (-doecken) , stv. , einbeulen (als Körperverletzung), den kop (de bunken) i. (Ostfries. Rqu. ed. Borchling pass.).

jârkôken

MNWB

jar·koken

° jârkôken , swv. , zu Weihnachten um jârkôken bitten (Gött. Stat. 19).

kindôken

MNWB

kind·oken

° kindôken , swv. , das Kinn mit einem Tuche bedecken (SL).

kloken

KöblerMnd

klo·ken

kloken , sw. V. Vw.: s. klōken*

¹krōken

MNWB

kro·ken

1 krōken , krāken , swv. , falten, 1. Part. Prät. gekrōket mit Runzeln bedeckt, faltig (SL). °2. krōket werk gefältelte Arbeit? (Stieda-Mett…

Lîmhôken

Wander

lim·hoken

Lîmhôken Et äs e Lîmhoken 1 . ( Siebenbürg.-sächs. ) – Frommann, V, 32, 19. 1 ) Lehmhaken, ein matter, schläfriger Mensch.

mânkôken

MNWB

mank·oken

° mânkôken mit Mohnsamen gebackener Kuchen (Zs. Schl.-H. Gesch. 49, 81). —

pannekôken

MNWB

panne·koken

° pannekôken (-kocken) , swv. : 1. schlemmen , gep.-et geschlemmet gepanketêret und ên gût mö̂tlîn gehat (Nic. Gryse Spegel X 1 ∨ ). — 2. si…

ploken

KöblerMnd

ploken , sw. V. Vw.: s. plücken (1)

revekoken

KöblerMnd

revekoken , Pl. Vw.: s. rēvekūten

rü̂kekôken

MNWB

ruk·e·koken

*° rü̂kekôken , m. : wohlriechendes Backwerk ? (Nd. Jb. 43, 79: Braunschweig 1575).

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APA
Cotta, M. (2026). „oken". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 14. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/oken/meyers
MLA
Cotta, Marcel. „oken". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/oken/meyers. Abgerufen 14. May 2026.
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Cotta, Marcel. „oken". lautwandel.de. Zugegriffen 14. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/oken/meyers.
BibTeX
@misc{lautwandel_oken_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
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  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
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  urldate      = {2026-05-14},
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