Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
nörgeln
nörgeln
nörgeln Vb. ‘verdrießlich tadeln, mäkeln, kritteln’ gelangt Ende des 17. Jhs. aus dem Md. ins Hd., vgl. hess. omd. nergeln, nirgeln ‘undeutlich sprechen, knurren, keifen, tadeln, kritteln’. Aus Schreibungen wie nürgeln und nirgeln (Goethe), nergeln (Lessing) bilden Adelung und Campe in die Literatursprache eingehendes nörgeln. Mit der Iterativbildung sind vergleichbar nd. nl. nurken ‘knurren’, nd. auch ‘murren, verdrießlich sein’, nl. auch ‘sich zanken’, anord. snǫrgla ‘röcheln’. Außergerm. vergleichen sich lit. niauróti ‘brummen’, niurnė́ti ‘murmeln, knurren, schnurren’, snarglỹs ‘Nasenschleim’, lett. nurrāt ‘schnurren’, nirgt ‘die Zähne zeigen’, nerkstēt ‘winseln, jammern’, die (mit unterschiedlichen Suffixen) auf die lautnachahmende Wurzel ie. *(s)ner-, *(s)nur- ‘murren, knurren’ zurückgeführt werden können, zu der auch schnarchen, schnarren, schnurren (s. d.) gehören. S. auch Norne und Narr. – Nörgelei f., Nörgler m. (18. Jh.).