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Naschen

mhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
21 in 17 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Naschen v., intrs, trs

Bd. 3, Sp. 455a
Naschen, v. intrs. u. trs. 1) Aus Lüsternheit von etwas essen; besonders, wenn dies in kleinen Theilen und heimlich oder von Andern unbemerkt geschieht. Von etwas naschen. Die Kinder und Katzen naschen gern. Uneigentlich und in weiterer Bedeutung, sich einen unerlaubten und flüchtigen Genuß verschaffen, besonders, wenn dies heimlich geschieht. So sagt man von einem Manne, der von einem Mädchen oder einer Frau zur andern gehet um von ihnen einen Genuß zu erhaschen, er nasche. I N. D. sagt man dafür slickern, sliren, snötren, snopen, snuckern. 2) Durch Naschen etwas bewirken. Einen Teller leer naschen, ihn durch Naschen leer machen. Sich satt naschen, sich durch vieles Naschen sättigen. Selbst in dem Weinberg nascht sich das Reh nicht immer genießbar, Voß; d. h. wird es nicht immer genießbar, schmackhaft, wenn es auch im Weinberge viel nascht. D. Naschen.
874 Zeichen · 20 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    naschenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +4 Parallelbelege

    naschen swv. BMZ leckerbissen geniessen, naschen, catillare Dief. n. gl. 80 b . Neidh. (158, 11). Hadam. 399. Wolk. 31. …

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    naschensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    naschen , sw. V. nhd. einstecken, heimlich an sich bringen, schmarotzen, betteln, naschen ÜG.: lat. ligurrire, mendicare…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Náschen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Náschen , verb. reg. neutr. welches das Hülfswort haben erfordert. 1) Zum Vergnügen, aus Lüsternheit von etwas essen, zu…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    naschen

    Goethe-Wörterbuch

    naschen 1 etw mit Genuß essen, verzehren; mehrfach von Tieren (Insekten); auch absolut iSv Süßigkeiten essen; vereinzelt…

  5. modern
    Dialekt
    naschenschw.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    naschen , näschen schw. : wie schd., nasche [verbr. VPf NWPf mancherorts übrige Pf], näsche [ LA-Gleisw Mörzh ]; vgl. sc…

  6. Sprichwörter
    Naschen

    Wander (Sprichwörter)

    Naschen 1. Das Naschen nimpt Geld vnd Gut hin. – Petri, II, 68; Henisch, 1469, 64. 2. Man soll naschen nach seiner Tasch…

  7. Spezial
    naschen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    na|schen vb.intr. (Süßes essen) sgolosé (-sëia), golé (gola).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit naschen

16 Bildungen · 1 Erstglied · 11 Zweitglied · 4 Ableitungen

Ableitung von naschen

nas + -chen

naschen leitet sich vom Lemma nas ab mit Suffix -chen.

naschen‑ als Erstglied (1 von 1)

naschen als Zweitglied (11 von 11)

harnaschen

KöblerMhd

*harnaschen , V. nhd. „harnischen“, mit einem Harnisch versehen (V.) Hw.: s. geharnaschet; vgl. mnd. harneschen E.: s. harnasch W.: nhd. (äl…

snaschen

KöblerMnd

*snaschen , sw. V. nhd. naschen Hw.: s. snaschære E.: s. naschen?

abnaschen

DWB

abnaschen , praeripere delicatiora, den rahm von der milch abnaschen, die rosinen vom kuchen.

ausnaschen

DWB

aus·naschen

ausnaschen , ligurire, 1 1) intransitiv: ich wil mein esel nimmer hinleihen, dasz er ausnasch auf fremde waid. fastn. sp. 167, 2 . 2 2) tran…

benaschen

DWB

ben·aschen

benaschen , degustare, praelambere: lüsterne müssen alles benaschen; solcher köchin fint man noch mehr, die alles das benaschen, beide speis…

genaschen

Lexer

gen·aschen

ge-naschen , ge-neschen swv. naschen. der vil kranke genesche daʒ pulver und die esche, daʒ von den liuten ist worden Mart. 201,27. vgl. Wol…

ümmenaschen

MNWB

uemme·naschen

° ümmenaschen , swv. : erbetteln, an sich bringen, „ Vmmenasschen colligere circumrogare mendicare” (Voc. Strals. ed. Damme 440).

vernaschen

DWB

vern·aschen

vernaschen , verb. 1 1) transitiv, mit näscherei durchbringen: die (bösen weiber) stehlen, dem mann das geld austragen, verpäpeln, vernasche…

vornaschen

MNWB

vorn·aschen

* vornaschen , swv. , (Geld) für Näscherei ausgeben, vernaschen (Nic. Gryse).

vörnaschen

KöblerMnd

vörnaschen , sw. V. nhd. vernaschen, für Näscherei ausgeben E.: s. vör, naschen W.: s. nhd. vernaschen, sw. V., vernaschen, DW 25, 909? L.: …

ümmenaschen

KöblerMnd

ümmenaschen , sw. V. nhd. erbetteln, an sich bringen Q.: Voc. Strals. ed. Damme 440 (um 1600) E.: s. ümme (1), naschen L.: MndHwb 3, 2, 65 (…

Ableitungen von naschen (4 von 4)

benaschen

DWB

benaschen , degustare, praelambere: lüsterne müssen alles benaschen; solcher köchin fint man noch mehr, die alles das benaschen, beide speis…

ernaschen

DWB

ernaschen , ernäschen , ligurire, libare: er wirt fürwitzig, wil alle ding sehen, hören und versuochen und erneschen was da stübt und flüget…

genaschen

Lexer

ge-naschen , ge-neschen swv. naschen. der vil kranke genesche daʒ pulver und die esche, daʒ von den liuten ist worden Mart. 201,27. vgl. Wol…

vernaschen

DWB

vernaschen , verb. 1 1) transitiv, mit näscherei durchbringen: die (bösen weiber) stehlen, dem mann das geld austragen, verpäpeln, vernasche…

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Cotta, M. (2026). „naschen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/naschen/campe
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Cotta, Marcel. „naschen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/naschen/campe. Abgerufen 9. May 2026.
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Cotta, Marcel. „naschen". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/naschen/campe.
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